Ich habe bisher zwei Situationen gehabt, die ich als potentiell gefährlich oder aber aber großes Missverständnis bezeichnen würde. Beide Male hatte ich Hunde dabei. Einmal unseren damals noch lebenden Havanesermischling und einmal Bert.
Die Situation mit dem Havaneser war sehr skurril. Wir leben sehr ländlich und ich bin oft allein im Wald unterwegs. Den einen Tag war Chicco, so hieß der kleine Mann sehr aufmerksam, hat immer in die Büsche geknurrt (er hielt sich für mindestens einen Schäferhund
).
Irgendwann kam aus den Büschen ein Mann und folgte uns, nur um kurz drauf wieder in den Büschen zu verschwinden. Darauf hat Chicco wieder in die Büsche geknurrt, ich vermute, der Mann ist parallel im Unterholz neben uns gelaufen. Irgendwann hat Chicco sich nicht mehr mit Knurren begnügt, sondern bitterböse gebellt. Darauf kam der Mann aus dem Wald, guckt uns an und geht ohne was zu sagen in die andere Richtung. Ich hab den an dem Tag noch dreimal aus dem Wald kommen sehen und jedesmal wurde Chicco lauter und vehementer. Keine Ahnung, was das war.
Das andere Mal mit Bert war offensichtlicher. Der Mann ging uns nach, lief an uns vorbei, da fand Bert den schon Bertuntypisch blöd. Einige Zeit später, stand der einfach auf dem Weg, ließ uns vorbei, Bert ließ den nicht aus den Augen und ich fand den auch komisch. Normal treffe ich im Wald nur Leute, die ich kenne. Er folgte uns wieder und lief dann plötzlich einfach neben uns her, dass war dann zuviel für Bert und er ist richtig laut geworden. Als der Typ dann noch einen Schritt auf mich zu ging, ist Bert in die Leine und hat gegrollt. Der Typ ist weggerannt. Kann auch von bis alles gewesen sein. Gesagt hat auch der Typ nichts.
Ich war jedenfalls dankbar das die Hunde da waren. Ob die im Ernstfall aber eingegriffen hätten, kann ich nicht sagen. Der kleine wahrscheinlich eher als Bert
. Der war schnell mit seinen Zähnen dabei. Ob ich will, dass die eingreifen, ich weiß es tatsächlich nicht
. Kommt wahrscheinlich auf den Grad der Gefährlichkeit der Situation an. In beiden Fällen, die ich erlebt habe, hat laut werden und Präsenz zeigen zum Glück gereicht.