Beiträge von DieZoey

    Unser Problem ist allerdings auch "konkret", das ist ein Unterschied.

    Ich musste heute meiner Chefin sagen, dass ich wegen Bettis OP nicht zum Team Event kann. Ihre Reaktion, dann verschieben wir den Termin um einen Monat. Bin sehr froh in einem Job zu arbeiten, wo auch alltägliche Probleme ausgesprochen werden dürfen und sollen, damit man einschätzen kann, wen man wie belasten kann.

    Da sagst Du etwas sehr Wahres, liebe BettiFromDaBlock. Bei einem konkreten Problem funktioniere auch ich einwandfrei und besonnen. Klar bin ich auch besorgt, aber ich weiß, womit ich es zu tun habe und kann mich darauf einstellen.

    Es sind diese Nicht-Diagnosen, mit denen ich nur sehr schwer umgehen kann.

    Wie schön, dass Du in einem Job arbeitest, der Dich unterstützt bei alltäglichen Problemen und damit bei der Pflege von Betti. Das ist ein großes Geschenk. :bindafür:

    Franzi ist jetzt gute 12 Jahre alt und bei jeder Veränderung läuten bei mir die Alarmglocken und es kommt auch die Angst irgendwas zu übersehen, zu spät zu reagieren und und und...

    Wie damit umgehen???

    Genau, liebe Eulili,

    wie damit umgehen?

    Das ist die Frage, die ich mir jeden Tag stelle und jeden Tag aufs Neue versuche, einen Umgang damit zu finden.

    Im Trockenzustand funktioniert das dann mitunter recht gut - doch wehe, ein unbekanntes Ereignis tritt ein: dann ist meistens alles dahin mit den guten Vorsätzen und Vorbereitungen. :hust:

    Ob dir das jetzt weiterhilft, weiß ich nicht. Der Umgang mit Kummer und Sorgen ist persönlichkeitsabhängig. Du kannst ihn nicht von einem anderen Menschen "lernen", wenn er deiner Persönlichkeit widerspricht. Du kannst dir aber die verschiedenen Ansätze anschauen und dich dann fragen, ob etwas dabei ist, was zu dir passt.:bussi:

    Ja, liebe Zucchini, das hilft mir sehr! Die unterschiedlichen Ansätze aufzunehmen und die passenden möglicherweise eines Tages in der jeweiligen Situation ausprobieren zu können, gibt ein Stück Selbstwirksamkeit zurück in solchen Krisensituationen.

    Ich glaube ja, dass unsere Angst- und Funktionsmodi einerseits ein Stückweit anerzogen und vorgelebt sind und andererseits aber auch in unserer Persönlichkeit und in unseren gemachten Erfahrungen liegen.

    Leider ist mein Funktionsmodus ein sehr zartes Pflänzchen, wenn die Sorge an die Tür klopft und es kostet mich dann gaaaanz viel Kraft, die Dinge zu schaffen, die ja trotzdem zu tun sind, wenn das Tier kränkelt. =)

    Und deshalb bin ich so froh, darüber zu lesen, wie es auch anders gehen kann,
    und genauso froh darüber zu lesen, dass ich mit meiner Sorge hier verstanden werde und anscheinend in guter Gesellschaft bin. ;)

    Ich nehme mich auch ein Stück weit raus "aus der Verantwortung" indem ich mir immer wieder bewusst mache dass ich immer tue was ich kann für meine Tiere, alles darüber hinaus müssen sie/muss ihr Körper und ihr Lebenswille selbst schaffen. Ich kann nichts und niemanden zwingen zu leben, das liegt nicht in meinem Bereich, das kann ich einfach nicht möglich machen.

    Ich versuche so Druck rauszunehmen und versuche alles zu akzeptieren was kommt. Ich weiß nicht ob es so rüberkommt wie ich es meine, ich kann es so schwer in Worte fassen:see_no_evil_monkey:.

    Diese Gedanken helfen mir wirklich sehr, denn es trifft den tiefsten Kern des Themas Leben und Sterben und unsere Verantwortung bzw. unsere Akzeptanz für das Tier in seinem Lebenszyklus.

    Du hast das so super in Worte gefasst, habe ganz herzlichen Dank dafür! :smile:

    Gerade bei dem Thema der Futterverweigerung fällt mir auf, wie schlimm immer wieder die Tatsache für mich ist, dass die lieben Kleinen ja nicht sprechen können.

    Bei Unpässlichkeiten oder Veränderungen im Verhalten neige ich in der ersten Phase ja leicht dazu, mich im Vorfeld auf alle möglichen Katastrophen vorzubereiten und hineinzusteigern, um im besten Fall dann positiv überrascht zu werden. Die positive Kraft des negativen Denkens also. :roll:  :doh:

    Die zweite Phase beinhaltet das Durchdenken, welche Untersuchungen nun wohl sofort und unmittelbar veranlasst werden müssten :???: :nicken:...

    und in der dritten Phase beendet dann meistens mein Mann mein Worst-case-Szenario, indem er die Dinge neutraler betrachtet und in Relation setzt.

    Wenn jedoch wirklich etwas Ernstes im Busch ist, dann ignoriere ich die dritte Phase und folge meinem Bauchgefühl. Damit habe ich bis jetzt auch wirklich immer richtig gelegen.

    Nur dieses Tappen im Dunklen manchmal (trotz tierärztlicher Untersuchungen),
    dieses 'nicht-wissen-was-los-ist' und ob bzw. wann dieses 'was-immer-es-auch-ist' wieder besser wird,

    das zerrt stets so sehr an meinen Nerven und kickt mich mitunter völlig aus meiner Mitte.

    Wie geht Ihr mit solchen Situationen um? Was hilft Euch dabei, ein Stückweit ruhig zu bleiben und trotz der Sorge den Alltag möglichst alltäglich ablaufen zu lassen?

    Oder fällt es Euch möglicherweise genauso schwer wie mir?

    Dass Toffi ihr Gewicht hält, ist irgendwie ja beruhigend - aber ich kann mir vorstellen, dass es viel Mühe und Nerven kostet, es zu halten.

    Kommt sie denn auf ihren Grundumsatz pro Tag oder nimmt sie, falls weniger, trotzdem nicht ab?

    Ich bin ja schon immer hochalarmiert, wenn das Tier einmal ein wenig langsamer und unlustiger frisst und mag mir gar nicht vorstellen, welch Affentanz ich veranstalten würde, wenn es mir so erginge wie Euch. :fear:

    PiaundGio und Zucchini

    Ich kann so gut verstehen, wie belastend es ist, wenn das Tier nicht essen mag.
    Vor allen Dingen dann, wenn man selbst das Gefühl hat: da stimmt was nicht!

    Immerhin ist die Nahrungsaufnahme Lebensgrundlage und Überleben an sich. Und wenn wiederum nicht herausgefunden wird, was hinter der Appetitlosigkeit steckt, dann folgt die eigene Hilflosigkeit und Angespanntheit.

    Haben denn Gio und Toffi an Gewicht abgenommen?

    Ich wünsche Euch so sehr, dass wenn die große Hitze nun geht, die Essbereitschaft zumindest ein bisschen zurückkommt.

    Hier auch eine Schmatzerin bzw. eine Nüchternerbrecherin an Bord! :roll:

    Bei uns gibt es abends vor dem Zubettgehen noch ein paar Löffelchen Joghurt für die Darmflora und genau 5! (ich schwöre: das Tier kann seitdem bis 5 zählen :pfeif:) Knuppies (getrocknetes Straußenfleisch).

    Morgens sofort nach dem Aufwachen gibt es dann den ersten Snack und nach dem Morgengassi das richtige Frühstück.

    Seitdem ist bei uns Ruhe eingekehrt.

    Protonenpumpenhemmer haben damals bei uns die Lage extrem verschlimmert - würden wir heute aus dieser Erfahrung heraus nie wieder geben.

    Möglicherweise rührt Euer Schmatzen auch noch von der damaligen Magen-Darmerkrankung her. Häufig dauert es eine ganze Weile, bis sich da wieder eine gesunde Flora aufbaut.

    Auch eine plötzlich aufgetretene Futterunverträglichkeit würde ich bei so etwas im Auge behalten.

    Entspannte, schmatzfreie Zeiten wünsche ich allen Beteiligten! ;)

    Ich würde zunächst auch einmal gut beobachten, ob sich das Problem möglicherweise von alleine löst, wenn sich Leo in seinem neuen Leben vertrauensvoll eingerichtet hat.

    Bei uns gab es allerdings auch von Anfang an Probleme mit den Analdrüsen. Wir hatten insgesamt 2 Abszesse mit OP und danach hat eine Untersuchung in Narkose ergeben, dass Zoeys Analdrüsenkanal auf einer Seite krumm ist und das Sekret somit niemals von allein abfließen kann.

    Die Tierärztin konnte während der sedierten Untersuchung dem Verlauf des Kanals ganz genau nachspüren und drückt nun bei der Entleerung der Drüse im genau richtigen Winkel, so dass die Behandlung inzwischen recht entspannt ist fürs Tier. Das Sekret ist dann jedoch sehr hart, fast schon wie Kristalle.

    Anfangs mussten wir alle 4 Wochen zum Entleeren gehen und inzwischen konnten wir den Abstand auf 10 Wochen ausweiten.

    Wir leben nun seit 7 Jahren gut damit und uns hat noch niemand zur Entfernung der Drüse geraten, insofern haben wir alles so belassen und es hat sich über die Jahre ja auch sehr verbessert.