Beiträge von Labbilove_!

    Danke tassut und Lionn, das hilft mir wirklich. So krass, wie ihr es beschreibt ist es bei uns noch nicht. An sich ist sie ein sehr ausgeglichener Hund, kann super mit Menschen und Tieren und ist sehr verträglich, sie kuschelt gerne, rauft gerne mal. Was sie nie macht ist bellen, es kommt sehr selten mal vor. Da lässt sie sich auch nicht provozieren von anderen Hunden, wenn diese lautstark auf uns zukommen.


    Das Schatten jagen kommt wirklich nur vor, wenn sie sehr aufgeregt ist und auch nur im häuslichen Umfeld (Hof und Garten). Manchmal, wenn wir gerade zum spazieren gehen aufbrechen, passiert es, dass sie die ersten Minuten freudig aufgeregt ist, da möchte sie dies am liebsten auch ausleben, nach einer scharfen Verwarnung lässt sie es aber bleiben.


    Ich hoffe also, das bei uns noch nicht alles verloren ist und wir das in eine Bahn lenken können, die für alle Beteiligten angenehm ist. Ich werde die nächsten Tage mal akribisch unseren Alltag beobachten und für mehr Ruhe sorgen. Alles Training erstmal aussetzen und kaum bis gar nicht mit ihr vor die Tür gehen, damit überhaupt erstmal Ruhe einkehrt und dann sehen, wie sie reagiert. Gartenzugang wohl zunächst auch erstmal nur dosiert am Abend, wenn keine Sonne und somit auch keine Schatten mehr da sind, ansonsten nur mit Leine. Zu unserem Glück lässt sich die Sonne in dieser Woche nur sehr selten blicken, ich erhoffe mir also im allgemeinen etwas Entspannung in der Problematik, auch wenn sie nur für wenige Tage ist.


    Das ein langer und harter Weg vor uns liegt, ist mir klar. Doch ich bin gewillt daran zu arbeiten und mich zu bessern. Sie ist mein erster Hund und ich möchte nur alles richtig machen. Scheinbar habe ich es etwas zu gut gemeint :-/

    Das es ein krankhaftes Verhalten ist, ist mir bewusst :-) jetzt ist nur die Frage, was ich tun kann, damit es ihr besser geht :-)


    Den mehr Ruhe Tipp werde ich befolgen, dazu Deckentraining, um das nachlaufen zu unterbinden und wahrscheinlich ein entspannungssignal konditionieren. Ich glaube, das würde auch Sinn ergeben, oder?


    Erfahrungsberichte von Hundebesitzern die ähnliche Probleme hatten, würden mir sehr weiterhelfen.

    Definitiv. Unsere Sheltiehündin ist ja auch ein Lichtkegeljagender Junkie (mein Zorn geht raus an ihre Vorbesitzer). Raus bekommt man das nie wieder. Leni ist inzwischen über 8 Jahre alt und würde jederzeit wieder damit anfangen.

    Wie seid ihr an die Sache rangegangen? Was hat die Vorbesitzern denn falsch gemacht, dass sich so ein Verhalten entwickelt konnte?

    Noch zum Ball, da ich um die Problematik der Bulljunkies weiß: das ist bei uns definitiv nicht der Fall. Wenn man mal einen Ball wirft, jagt sie vielleicht 2-3 mal hinterher und hat dann schon kein Interesse mehr dran.

    ... noch vergessen: Aus welcher Ecke kommst Du denn? Vielleicht kann man Dir einen guten Trainer empfehlen. Ich denke, es wäre sinnvoll, wenn Du da jemanden vor Ort hättest, der sich alles mal insgesamt anschaut und einen individuellen Plan erstellt.

    Einen Trainer kenne ich schon von einer Freundin. Sie ist sehr zufrieden mit ihm und ich durfte ihn auch schon mal kennenlernen. Macht einen guten Eindruck. Ich werde ihn mal anschreiben und hoffentlich hat er noch Kapazitäten

    Weil die Kinder nicht entspannt im Garten sitzen und Hund entsprechend mitmischen will. Anleinen hilft nur bedingt, da ist sie immer noch in Habachtstellung legt sich aber nicht hin und schläft. Sondern zerrt an der Leine. Damit sie wirklich runterfährt müsste entweder die drüben bleiben oder die Kinder.

    Such Dir dafür mal einen gescheiten Trainer. Nach dem Entzug wird es leichter das zu üben.


    Darf ich mal fragen, was ihr in der Hundeschule gelernt habt? So was ist doch eigentlich Basis?

    Leinenführigkeit, Ruheübungen, kontrolliertes spielen und grundkommandos

    Also ich finde "nie wieder Action" deutlich zu drastisch. Meine BC Hündin war Balljunkie vor dem Herrn, komplett drüber, Stereotypen, aggressiv. Die hatte später einen ganz normalen Alltag bei uns, mit Action und sogar mit Frisbee spielen. Aber halt mit Regeln. Balljagen würde ich auf jeden Fall streichen und Impulskontrolle verstärkt trainieren. Ansonsten viel Ruhetraining. Aber einen gezielten Abbau von Energie würde ich auf jeden Fall ermöglichen.

    Das klingt nach vielen Baustellen. Wie genau bist du da rangegangen? Also mit was zu erst? Kannst du noch was zu den Regeln sagen? Das klingt, als hättest du Erfahrungen mit so einem Problem, wie wir es haben

    Das würde bedeuten den Hund zu 80 Prozent aus dem Familienleben auszuschließen und zu einem Dasein im Hof zu verbannen, wenn wir im Garten sind.

    Verstehe ich nicht. Warum könnt ihr nicht einfach entspannt mit dem Hund im Garten zusammen sein? Meine liegen im Garten rum, wenn ich dort bin.


    Und zum Thema "drastische Maßnahmen": Ein Hund, der ein wie von Dir beschriebenes Zwangsverhalten zeigt, ist chronisch krank. Für den Rest seines Lebens. Das ist kein "Kratzer auf den man mal für zwei Wochen ein Pflaster pappt". Betrachte ihn eher wie einen Alkoholiker, der bei jedem Tropfen sofort wieder drauf ist, den er bekommen würde.

    Weil die Kinder nicht entspannt im Garten sitzen und Hund entsprechend mitmischen will. Anleinen hilft nur bedingt, da ist sie immer noch in Habachtstellung legt sich aber nicht hin und schläft. Sondern zerrt an der Leine. Damit sie wirklich runterfährt müsste entweder die drüben bleiben oder die Kinder.

    Danke :-) das macht es für mich auch schlüssiger, die Antworten zuvor einzuorten. Dann werden wir wohl drastisch runterfahren. Aber nie wieder Action klingt mir etwas sehr dramatisch. Das würde bedeuten den Hund zu 80 Prozent aus dem Familienleben auszuschließen und zu einem Dasein im Hof zu verbannen, wenn wir im Garten sind. Muss das wirklich für immer sein?

    Noch zum ruhen auf dem Hof. Der Hof ist Blickdicht in alle Richtungen und wir haben kein Verkehr. Maximal das Postauto fährt durch und selbst da bleibt sie liegen und hebt nicht mal den Kopf. Sie ist da wirklich sehr tiefenentspannt