Beiträge von MoniHa

    Jetzt mal blöd gefragt und das ist wirklich eine ernstgemeinte Frage.

    Wenn es dem Hund um die soziale Nähe zu Frauchen geht, und man sich dann auf einen Kompromiss einigen würde: Hund kriegt ein eigenes Zimmer irgendwo im Haus, was sicherlich nicht in der Wohlfühlzone des Mannes sein wird, wird das dem Hund dann überhaupt reichen? Wenn er z.B. Parterre in einem separierten Zimmer schläft und Frauchen eine Etage drüber im Schlafzimmer? Löst man damit das Problem?

    Das frage ich mich auch, daher die ernsthafte Frage: Warum ist es für einen Hund so signifikant anders, nachts allein im Zwinger zu sein als nachts allein im separierten Raum? Das ist ja nicht unüblich, dass ein Hund nicht mit ins Schlafzimmer darf oder in einem anderen Stockwerk schlafen muss. Ist das eurer Meinung nach genauso dramatisch, wenn ein Hund zeigt, er findet es im Erdgeschoss allein doof wie hier mit der Zwingersituation?

    Und weil hier diskutiert wurde, wie viel oder wenig Gesellschaft Echo tagsüber kriegt: Hatte die TE nicht irgendwo erwähnt, dass sie ihr Home Office ins Gartenhaus verlegt hat? Das wäre ja schon signifikante gemeinsame Zeit.

    Anscheinend reichte ihm der Aufenthalt im Haus, wenn auch separiert, aus, während er krank war. Für ihn scheint das also zu funktionieren.

    Erstaunlich, wie oft Menschen aus: War draußen zum Füttern und ne halbe Stunden spielen - "immer draußen" machen

    Auch hier: warum werden die eigenen Erfahrungen wildfremden Menschen im Internet übergestülpt. "In meiner Lebensrealität war es immer so, als ost es bei der TE auch so".

    Gibt ja auch genug Menschen, die ihren Hund in der Wohnung 8-9 Stunden durch bellen lassen, während sie bei der Arbeit sind. Und dennoch schwinge ich mich nicht dazu auf, anzunehmen, das würden alle Menschen in Wohnungen so machen.

    Ich sagte absichtlich "häufig" nicht immer. Also unterstell mir das nicht.

    Davon abgesehen: Wer seinen Hund so lange in der Wohnung durchgängig bellen lässt, bekommt sehr schnell Probleme mit Nachbarn und Vermietung. Hier im Forum wird bei sowas übrigens nicht direkt zur Abgabe geraten, sondern zum kleinschrittigen Training und zur Betreuung. Sollte das nicht zu bewerkstelligen sein, sind die Personen sehr schnell sehr deutlich gezwungen, abzugeben oder eben eine Lösung zu finden.

    Es ist und bleibt aber ein Unterschied, ob mein Hund 8-9 Stunden pro Tag allein ist, und dadurch 15 bis 16 Stunden Nähe zur Bezugsperson hat. (Jaja, man geht auch mal einkaufen, hat Termine ohne Hund usw. aber der Schnitt ist drinnen meist mehr)

    Oder, ob er in der Nacht alleine ist sagen wir mal 8 bis 9 Stunden, plus am Tag alleine ist. Denn seien wir mal ehrlich: 15 bis 16 Stunden draußen bei Wind und Wetter zu jeder Jahreszeit? Für mich ist das in diesem Fall unglaubwürdig. Denn dann müsste der Mann, der die Hunde ablehnt, ebenfalls draußen sein. Draußen Mahlzeiten, draußen Paarzeit, Freizeit usw.

    Im Durchschnitt sind Hunde in reiner Außenhaltung deutlich mehr allein. Das ist so. Ausnahmen sind tatsächliche Arbeitshunde, die mit ihrem Menschen draußen arbeiten oder Hunde von Bauern z.B.

    Keinem Lebewesen tut es gut, im Mittelpunkt aller Entscheidungen zu stehen.

    Es ging hier keinem darum, dass der Hund immer im Mittelpunkt aller Entscheidungen steht. Es ging darum, dass er bei dieser Entscheidung im Mittelpunkt stehen muss. Logisch, dreht sich ja um ihn.


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    Zu der reinen Außenhaltung: Ich finde es immer wieder faszinierend, wie häufig behauptet wird, man verbringe dann als Mensch den ganzen Tag draußen und die Hunde kennen ganz normalen Familienalltag. Ich selbst habe Hunde aus solchen Situationen und die kannten einen Scheiß, obwohl sie natürlich ach so gut gehalten wurden ausschließlich im Zwinger / Garten und immer jemand dabei war.... Erstaunlich, wie oft Menschen aus: War draußen zum Füttern und ne halbe Stunden spielen - "immer draußen" machen.

    Wer das arrogant abtut mit "Außenhaltung liegt nicht mehr im Trend" oder "die Meinung ist unpopulär" sollte mal darüber nachdenken, warum es mittlerweile zum Glück weder trendet noch populär ist. Dafür gibt es verdammt gute Gründe.

    Und wer von Welpen an Zwinger oder Boxen braucht, damit die Hunde in den Alltag integrierbar sind, hat meiner Meinung nach bei der Erziehung gründlich versagt.

    Bei dem "Machtspielchen" und dem "auf etwas versteift" projizierst du gerade ganz gewaltig von deinem Mann und dir auf den Hund.

    Aber gut, wer hochsoziale Lebewesen als Hobby bezeichnet und ihnen die Erfüllung von Grundbedürfnissen verweigert mit der Begründung "Mein Mann hat auch Hobbies", kann offensichtlich nicht reflektieren oder weiter als bis zur eigenen Nasenspitze denken.

    Ob vorher informiert oder nicht: JETZT ist die Situation so, wie sie ist. Die Außenhaltung läuft nicht mehr. Hunde leiden. Nachbarn beschweren sich bereits.

    Diesen Zustand weitergehen zu lassen, weil man seinen Kopf durchsetzen will - und das machen sowohl Frau als auch Mann - hat nichts mit reflektiert, erwachsen oder empathisch zu tun. Da seh ich zwei Menschen, die "ich will aber!" so weit treiben, dass andere darunter leiden.

    Jain. Ich sehe es auch so, dass jetzt der Hund akut ins Haus müsste, alles andere ist dem Hund gegenüber nicht fair.

    Was ich aber auch sehe: der Mann hat ein Recht darauf, dass nicht dauerhaft ein Hund im Haus ist. Man muss das auch nicht rational begründen können, manche Dinge möchte man einfach nicht. Deswegen müsste mindestens ein Hund abgegeben werden.

    So ist meine persönliche Meinung nach allem, was hier geschildert wurde.

    Wie die Lösung auch aussieht, ob draußen schlafen oder ins Haus holen, ist mir egal. So viele Möglichkeiten gibt es ohnehin nicht (Frau draußen, Hund drinnen, Hund abgeben). Aber eine Lösung muss her, was ich schon etwas weiter vorne geschrieben habe. Da sind die Menschen in der Verantwortung und müssten mal ihr "ich will aber!" ablegen und eine finden.

    Denn aktuell leiden Nachbarn und Hunde - also die Parteien, die nichts dafür können.

    Mit persönlich wäre es als Nachbar wirklich vollkommen gleichgültig, ob bei denen der Haussegen schief hängt. In der Beziehung muss ich nicht leben. Aber Ruhe in der Nacht steht mir zu.

    Ob vorher informiert oder nicht: JETZT ist die Situation so, wie sie ist. Die Außenhaltung läuft nicht mehr. Hunde leiden. Nachbarn beschweren sich bereits.

    Diesen Zustand weitergehen zu lassen, weil man seinen Kopf durchsetzen will - und das machen sowohl Frau als auch Mann - hat nichts mit reflektiert, erwachsen oder empathisch zu tun. Da seh ich zwei Menschen, die "ich will aber!" so weit treiben, dass andere darunter leiden.

    Es gab eine Abmachung, die nicht mehr funktioniert. Das passiert im Leben.

    In diesen Fällen muss man über eine neue Lösung nachdenken.

    Dein Mann findet, du übertreibst. Sehe ich auch so. Du übertreibst, er übertreibt, die Hunde bleiben auf der Strecke. Wegen was genau nochmal? Ach ja, wegen Hundehaaren in einem Raum und der Tatsache, dass der nun schon wieder kranke Hund auf Teufel komm raus draußen bleiben muss.

    Weil... ja, weil Absprache! Die offensichtlich gewisse Eventualitäten nicht einbezog.

    Ja, Hundehaltung ist wie alles andere im Leben egoistisch. Zum Glück ist sie im Gegensatz zu dir bei einigen mit Liebe und Empathie zum Hund verbunden. Den springenden Punkt solltest du bei deiner Pseudo-Ausrede nicht vergessen. Behaupte bitte nicht, dass du deine Hunde liebst. Liebe sieht anders aus.

    Abgeben wird nichts, reinholen geht gar nicht - außer natürlich im Alter. Angeblich. Wie stellst du dir das dann vor? Dein Mann ändert doch nicht in den nächsten Jahren spontan seine festgefahrene Meinung.

    Ganz realistisch: Was denkst du, wie lange deine Nachbarn das Spiel mitspielen, bevor das OA wegen Ruhestörung bei euch auf der Matte steht? Oder bis sich dein Hund vor Stress noch mehr verletzt?

    Ihr müsst jetzt eine gangbare Lösung finden und wie hier schon mehrfach erwähnt: Ein Trainer kann deinem Hund das Bedürfnis nicht abtrainieren. Das wird Deckeln auf Lebenszeit. Hast du dir dafür Hunde angeschafft, um sie so zu behandeln?

    So bitter es dir gerade erscheinen mag

    1. Abgabe an Halter, wo die Hunde tatsächlichen Familienanschluss haben

    oder

    2. begrenzter Bereich im Haus.

    Andere Alternativen gibt es nicht.

    Wenn Fellhaare oder Hundegeruch die mokierten Probleme sind, gründliche und häufige Fellpflege helfen ebenso wie täglich saugen. An deiner Stelle hätte ich den Hund schon längst drinnen und beim Arbeitszimmer die Tür zu. Fertig. Ohne Diskussion. Was gibt es da überhaupt zu diskutieren? Der Hund liegt doch nicht bei deinem Mann im Bett. Der bemerkt den doch gar nicht, wenn er drinnen ruhig ist.

    Den Schlaf aller stören ist unfassbar mies und es braucht wirklich nicht noch mehr Gründe, andere Menschen gegen Hunde aufzubringen.

    Er war ja glücklich bis vor kurzem.

    Du erlebst gerade sehr deutlich, dass das nicht der Fall war. Das wurde nun auch hinreichend im Thread wiederholt.

    Hätte ich dich und deinen in der Nacht dauerbellenden Hund als Nachbarn, wären mir eure Gründe dafür wirklich herzlich egal. Dass dein Gatte das Dauerbellen in der Nacht einem Aufenthalt im Arbeitszimmer vorzieht, entzieht sich meiner Vorstellungskraft. Hundehaare kann man störend finden, aber wenigstens belästigen sie nicht die komplette Nachbarschaft. Die kann man wunderbar und vor allem lautlos begrenzen.

    Den Hunden und dem Umfeld sowas zuzumuten find ich von allen Seiten unempathisch. Mir fehlen gerade echt die Worte dafür, dass das seit einem Monat "ausgesessen" wird, während Hunde und alle in Hörweite leiden dürfen.