Beiträge von RiaMia

    Ich hab den Thread gelesen und mein Mund steht immer noch offen.
    Hier werden so viele Klischees bedient das es mir schwer fällt das zu glauben.


    Dein Sohn scheint die Situation als ähnlich schwierig wie du zu beurteilen, wenn er die Hunde einschläfern lassen wollte.
    Als „Erste Hilfe Massnahme“ sollte er meiner Meinung nach Maulkörbe für die drei organisieren. Und zwar ziemlich schnell.

    Wenn er bereit war 3 Hunde einschläfern zu lassen, sollte das ja drin liegen.

    Ist wesentlich günstiger und entspricht wahrscheinlich auch mehr dem Wunsch seiner Frau, die die Hunde ja als lieb anschaut.
    Ich denke das ist ein Kompromiss der allen Beteiligten zu gute kommt.

    Diese Vorgabe ist mit Sicherheit dem Tourismusgedanken geschuldet. Aus Herdenschutz-Sicht ist sie vollkommener Blödsinn.

    Darüber hab ich auch lange nachgedacht.

    Jetzt kann man natürlich annehmen das auf den entsprechenden Ämtern nur Trottel sitzen. Aber damit macht man es sich vermutlich zu leicht.

    Ich denke das ganze ist auch eine rechtliche Gratwanderung.
    Wanderwege (die nun mal aufgrund unserer Topographie durch Weiden führen und nicht einfach ausgezäunt werden können) sind öffentliches Gut, und dort haben Wanderer das Recht zu laufen.

    Kommt es zu Problemen mit den Hunden, haftet der Halter. Hätte ich jetzt HSH, wären die bei der Herde. Aber ich nicht vor Ort.(unsere Schafe sind behirtet, das heisst aber nicht das da ein Typ mit Grasshalm im Mund 24/7 in der Wiese liegt und auf die Tiere aufpasst.) Kommt ein Wanderer oder dessen Hund zu schaden muss ich je nachdem dafür zahlen (ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung in wiefern da irgendeine Versicherung bereit ist das zu übernehmen) und werde unter Umständen meines Lebens nicht mehr glücklich. Ganz egal wie dämlich der Betroffene sich verhalten hat.

    Geschieht das ganze jetzt auf Empfehlung und mit Unterstützung das Kantons macht das die Sache vermutlich nicht unkomplizierter.
    Gleichzeitig möchte man aber den von Wolfrissen betroffenen Tierhaltern trotzdem die Möglichkeit geben ihre Herde so gut wie möglich zu schützen.
    Das ist in meinen Augen eine enorme Gratwanderung.


    Ich kann mir schon vorstellen das man da als Angestellter beim Kanton bezüglich der Richtlinien etwas sparsamer reagiert.

    Und was man bei der Diskussion vielleicht auch nicht vergessen sollte, in den vielzitierten Ländern, in denen es mit dem Herdenschutz durch Hunde gut funktioniert, ist der Umgang mit denen aber auch ein anderer.
    Wenn da ein Hund verhaltensauffällig wird dann kommt da kein Trainer, dann wird der einfach ausgemerzt.
    Das gibt unser Tierschutzgesetz , welches glücklicherweise zu den strengsten der Welt gehört, aber nicht her.

    Und auch was die Rassenauswahl und letztendlich den Test betrifft, meiner Meinung nach wird hier auch versucht das Risiko so gering wie möglich zu halten, unkontrollierte Vermehrung und Importe nicht auch noch mit Gelder aus öffentlicher Hand zu unterstützen.

    Was ich letztendlich sagen möchte, ich denke dass die Umlagerung der Zuständigkeit vom Bund auf die Kantone mehr Raum bietet für Individualität. Das Setting ist in Graubünden ein ganz anderes als im Kanton Zürich.

    Das Reglement der EBÜ würde doch schon von Serkö verlinkt.

    Danke. Das hatte ich übersehen.

    Auch finde ich es befremdlich, dass nur zwei Rassen offiziell als HSH subventionsberechtigt sind. Es interessiert mich jetzt wirklich, wie es dazu kam. Im Einsatz sind ja durchaus weitere Rassen.

    Ja, finde das auch mehr als befremdlich und hoffe das es sich jetzt endlich ändert nachdem die Kantone seit diesem Jahr dafür verantwortlich sind.

    Du bist doch auch aus der Schweiz, ist das "nur" im Wallis der Fall oder, so wie ich es verstanden habe, flächendeckend in der ganzen Schweiz?

    Das betrifft prinzipiell alle Kantone. Wallis und Graubünden natürlich sehr stark, weil hier die meisten Rudel leben und damit auch die meisten Hunde im Einsatz sind.

    Ich denke aber der Bericht macht da mehr Drama als es eigentlich ist.
    Durch die Weitergabe der Veranwortung an die Kantone erwartet man sich mehr Flexibilität.
    Bis letztes Jahr hatten wir nur 2 zugelassen Rassen. Pyrenäen Berghund und Maremmano.
    Wir in Graubünden bekommen jetzt anscheinend auch den Kangal.
    Welche Rassen gefördert werden, darüber kann man sich ja vorher informieren. Das heisst nicht, das die anderen verboten wären. Du bekommst sie bis jetzt nur nicht bezahlt.

    Hier ist noch ein Link, der es vielleicht besser und umfassender erklärt.

    https://www.schweizerbauer.ch/neuausrichtung…chutzhundezucht

    Ich finde beide Namen sehr schön. Aber die Adoptanten werden sie ja vermutlich eh' ändern, deshalb würde ich die sowieso nicht umbenennen.

    Das denke ich auch.

    Wo ich gerade die Treppenbilder sehe… Wie ging das eigentlich mit Treppen laufen? Man hört ja manchmal, das Hunde da Angst haben wenn sie es nicht kennen. Waren die beiden da eher cool damit?