Beiträge von WorkingDogs

    Ich sehe dabei aber immer noch nichts von elitär.

    Ich sehe auch nicht, dass mit wachsender Anzahl der Hunde mehr Verständnis für sie aufkommt. Eher im Gegenteil.

    Sachkunde und Hundeschule sind meiner Meinung nach aktuell vollkommen für den Arsch. Also außer natürlich für diejenigen, die daran verdienen.

    Leider sehe ich aber keinen wirklichen anderen Weg, wie man positiv auf "Jeder Idiot kann sich einen Hund anschaffen und tut das auch" positiv einwirken könnte.

    Ich sehe gar keine Notwendigkeit, dass man darauf irgendwie einwirken müsste.

    Wachsendes Verständnis. Hm, also die Lebensbedingungen von Hunden haben sich die letzten Jahrzehnte ganz klar verbessert. Die medizinische Versorgung wird immer besser, reine Zwingerhaltung ist kaum noch existent, Hunde werden als Familienmitglieder gesehen, Anbindehaltung ist mittlerweile verboten. Natürlich gibt es Ausnahmen.

    Ist es nicht eher so, dass Vermenschlichung immer mehr ein Problemfeld wird?

    Ich sehe nicht, wieso man darauf einwirken muss, dass sich jeder einen Hund anschaffen darf. Es darf sich übrigens auch jeder ein Auto anschaffen. Er darf es nur nicht fahren, das nochmal zum Thema, dass man ja einen Führerschein macht.

    Solange es Hund artgerecht gehalten wird und niemanden gefährdet, sehe ich da keine Regulierungsnot. Gut, ich frage mich auch ob es sein muss, wenn der Dackel mal wieder keifend in der Flexi hängt und sich halb erwürgt, während die Besitzer nur grinsen. Aber nicht mein Zirkus, nicht meine Affen :ka: Mein Maßstab muss nicht für alle gelten.

    Wir haben hier keine Liste und mir fallen die gern genannten Rassen nicht negativ auf. Die die ich im Bekanntenkreis habe sind tolle Hunde.

    Keine Sorge, ich nehme das auch gar nicht so auf.
    Ich glaub, ich hab einfach sehr viel Glück, dass ich in einem so guten Verein gelandet bin. Hier gibt's kein Spielen mehr. Das gab es in der Welpenstunde für 5 Minuten und dann war es das. Die machen hier, meiner Meinung nach, einfach vieles richtig und gut.
    Aber es gibt natürlich solche und solche.

    Ich bin auch in einem Verein, der bietet ein Gruppentraining ohne sportliche Ambitionen an. Aber ich selbst möchte einfach nur Hundesport machen. Man braucht als Verein auch Leute, die auch bereit sind solche Kurse zu geben. Und bei den Fällen von denen wir hier sprechen, da braucht es versierte Trainer und Einzelstunden. Ob Labbi Doro später mal Frauchen durch die Gegend zerrt geht mich nichts an und ist mir auch egal, solange ich nicht dadurch gefährdet werde (anspringen?). Ist ja nicht meine Schulter.

    Das ist ja die Krucks. Wie früh sollen Ämter eingreifen dürfen. Solange Hunde nicht wildern und eben niemanden gefährden ist es doch auch schwierig. Und es sollte auch nicht so sein, dass jeder gefühlten oder eingebildeten Gefahr plötzlich die Einstufung droht. Ein Hund der an der Leine pöbelt darf halt pöbeln, dadurch gefährdet er erstmal niemanden.

    Habe gerade mal geschaut. Eine Kombination von Bravecto mit Spot on oder Halsbänder ist scheinbar möglich und manchmal wird es sogar empfohlen. Seit der Gabe von Bravecto habe ich zum Glück keine Zecke mehr gefunden, obwohl es ja eigentlich nicht repellierend wirken soll.

    Nachdem aber immer mehr vor den Zecken gewarnt wird, würde ich gerne noch ein Halsband oder Spot on zusätzlich geben. Hatte ich bisher noch nie, da mein alter Hund sehr massiv mit Vergiftungserscheinungen reagiert hat.

    Was wäre da zu empfehlen, wenn der Hund täglich mit dem Kater kuschelt?

    Nicht alle Zecken sind sichtbar. Es gibt Stadien, die man kaum wahr nimmt. Das ist auch beim Menschen sehr gefährlich.

    Ach krass!
    Bei uns im Umfeld kosten die Hundeschulen wirklich nur den Vereinsbeitritt und das ist unter 100€. Hatte 8 Stück verglichen und mich informiert gehabt. Das kann natürlich überall anders sein. Monatlich 100€ für ne Hundeschule hab ich zwar noch nie gehört, ist aber scheinbar auch realität :dizzy_face:
    Und ja, auch wenns nicht immer ne Bereicherung für die Umwelt ist, sie lernen ja meistens dann doch was und nehmen was mit. Ist doch besser als nichts :rolling_on_the_floor_laughing:

    Einzelstunden kosten hier Minimum 50€ die Stunde, eher 80€ -100€. Gruppenstunden 20€ pro Woche.

    Hundesport im Verein kostet wenig, aber da geht es auch um was ganz anderes.

    Nein, das was hier oft gelehrt wird führt gerne mal zu Hunden, die später alles andere als unauffällig sind.

    Das sind zum Großteil unstrukturierte Tobestunden. Diese Hunde können nicht an der Leine gehen, entwickeln eine erlernte Leinenaggression aus Frust, können sich nicht zurücknehmen, haben keinen Gehorsam, und kennen nur: Spielen, Spielen, Spielen und sich den nächsten Kick holen. Zeigen kein gutes Sozialverhalten.

    Ich schreibe das nicht um jemanden zu ärgern, sondern weil mir die Besitzer wirklich leid tun, die eigentlich nur alles richtig machen wollten.

    Ja, und?

    Man muss sich auch Futter, Tierarzt, Steuer und Versicherung leisten können.

    Das sollte in jedem Fall vor der Anschaffung bedacht werden.

    Tierhaltung kostet und ist wie vieles andere auch Luxus.

    Und wenn ich sehe, wie viele kein Problem damit haben, sich für 3.000 Euro aufwärts einen Hund anzuschaffen - dann werden sie doch wohl für die laufenden Kosten auch aufkommen können.

    Ja, das ist leider die gängige Argumentation in der Tierhaltung. Nur weil man Tiere hat, muss man unverhältnismäßige Kosten (und Konsum) nicht befürworten oder für sinnvoll erachten.

    Ich kaufe aber auch keine Hunde für 3.000€. Ich zahle gerne beim Tierarzt die Magendrehung oder Gebärmuttervereiterung nachts um vier und spare sicherlich nicht am Tierarzt oder der Vorsorge.

    Aber ich hab keinen Bock mittragen zu müssen, dass diverse Sachkundenachweise gemacht werden sollen, die sowieso nichts verändern. Am liebsten noch mit verpflichtenden Hundeschulbesuchen.

    Hundehaltung IST Luxus (Hunde mit Job mal außen vor). Das hat für mich nichts mit elitär zu tun. Die Hürden beim Einstieg in die Hundehaltung liegen aktuell bei Null . Ich kann mich direkt jetzt ins Auto setzen und mir bei Welpenstube Winkel einen Merle Frenchie, einen Shiba und einen Husky Welpen kaufen, werden gerade angeboten. Den Shiba und den Husky lasse ich natürlich von Anfang an frei laufen, die brauchen ja Bewegung und irgendwann kommen die ja auch zurück und schau wie lustig die mit dem kleinen Havaneser fangen spielen, wie goldig....Und der Frenchie schnarcht so süß und kippt manchmal um, wenn er sich aufregt, so putzig...

    Was nützen im Nachhinein die Strafen der angeschafften Qualzucht, dem toten Havaneser oder dem Shiba und dem Husky, die jetzt als gefährliche Hunde und Dauerinsassen im TH sitzen?

    Es hat für mich auch nichts mit Generalverdacht zu tun, wenn verlangt wird, dass man sich vor der Anschaffung informiert. Vor der Autofahrt kommt auch erst der Führerschein und hier auf dem Land bin ich deutlich mehr auf mein Auto als auf die Hunde angewiesen.

    Wir haben hier eine vorherige, vorgeschriebene Sachkunde und trotzdem boomen hier die Qualzuchten und die Leute schaffen sich bei Welpenstube Winkel einen Akita Inu an, der irgendwann völlig unkontrolliert ist.

    Und die Hundeschul-Hunde hier sind auch nicht alle vorbildlich unterwegs.

    Eine Liste haben wir gar nicht mehr, finde ich gut. Es kann einfach jeder Hund eingestuft werden. Völlig egal ob Goldi oder Pitt.

    Der einmalige Sachkundenachweis wird übrigens ganz oft gar nicht abgelegt. Der wird dann nachgeholt, wenn sich das Amt irgendwann meldet. Dann sitzt der Hund aber schon seit einem Jahr daheim.

    Für die Praxis fährt man am besten, wenn man einen unabhängigen Prüfer ohne Hundeschule dahinter kennt. Hier bieten das manche Tierärzte oder Vereine an. Die prüfen dann wirklich nur das, was auch gefordert wird.

    Haustiere sind eben nun mal Luxus. Das war es schon immer. Man muss in einen Hund eben Geld investieren.
    Und für Hundeschule und Sachkundenachweiß (sofern dieser nicht 500€ kostet) ist etwas, wovon alle profitieren. Der Hund, man selbst und die Umgebung.
    Wer sich entscheidet einen Hund zu kaufen/adoptieren, sollte auch das Geld haben für eine Hundeschule (was ja meistens ein Jährlicher Betrag unter 100€ sind) und einen einmaligen Sachkundenachweiß.

    Das was unsere Hundeschulen hier hervorbringen, ist alles, aber keine Bereicherung für die Umwelt :grinning_squinting_face: Aber die freuen sich mit Sicherheit, wenn die Leute auch noch die Kurse besuchen müssten. Jährlich unter 100€? Eher monatlich. Wenn nicht mehr.

    Haben wir ja durch den Sachkundenachweis auch schon. Da basteln sich die Profis ihre eigenen Regeln und halten die Leute in ihren Kursen.

    Davon PROFITiert auf jeden Fall die Hundeschule :winking_face:

    w

    Das find ich auch ganz ganz wichtig: die besten Fehler sind immer die, die gar nicht erst entstehen, weil man von Anfang an zeigt, wie man´s gern hätte....

    Absolut. Aber da muss man eben konsequent sein. Ich finde auch immer die Leinenführigkeit gut. Einfach von Anfang an üben und sich nicht damit wieder versauen, dass der Welpe dann zum Tierarzt ziehen darf, weil es grade schnell gehen muss. Ich hebe den Hund dann halt hoch um diesen Konflikt gar nicht erst entstehen zu lassen. Ja, da wird man dann dumm für angequatscht. Ist mir halt egal.