Möglichst wenig Formwert, möglichst wenig Untersuchungen, möglichst wenig Bürokratie, Deckzahlbeschränkung mindestens für Rüden, dann braucht man mehr davon.
Ich würde mal behaupten, dass bei den Gebrauchshunden (Schutz- und Jagd-) die meisten Hunde in die Zucht gehen bzw. bis zur Zulassung geführt werden. Dort wird überall eigentlich recht viel gefordert.
Keine Formwertnoten, nur ne "Körbeurteilung" oder Ausweitung auf G-Hunde dürfen auch in die Zucht wär ein Ansatz. Wer trotzdem Show als Sport betreiben will, soll, aber es ist kein Muss.
Hier muss man halt nach Rasse gucken. Bei vielen Rassen mit verbreiteter Leistungslinie ist das ja der Fall. Da reicht das G völlig und auch nur eines.
Deutliche Reduktion der zugelassenen Würfe pro Rüde. Eventuell sogar Rüde weist Zuchtverband zu, nach Statistik, nicht Züchter wählt
Deckbegrenzung finde ich gut.
Würde der Zuchtverband den Rüden zuweisen, würde ich den Zuchtverband verlassen, sofern ich gerne züchten wollen würde und mich einem anderen System anschließen. Ich möchte schon züchterische Freiheiten haben und einen eigenen Geschmack haben dürfen, ohne direkt unter Generalverdacht zu stehen. Mir gefallen oft bestimmte Linien und Typen in einer Rasse und viel Wissen ist auch inoffiziell.
Und sonst. Puh. Wenn manche Dachverbände wie Geheimbünde agieren und ihr Geheimwissen ungern teilen - wer wofür zuständig ist zb. Oder medial und technisch noch in 1765 leben und auch sonst mit habsburgschem Herrscherhabitus auftreten, naja, dann isses halt auch alles eher mühsam.
Bei unserer Fehlerkultur nur verständlich. Keine lobt für Offenheit, es wird jedes Haar in der Suppe gesucht und sich gefreut wenn man andere Vorführen kann.
Es ist halt von Rasse zu Rasse verschieden, ich versuche bei den Rassen Einfluss zu nehmen, die mich betreffen und wo ich durch Mitgliedschaften und eigene Hunde auch Einfluss nehmen kann. Ich hätte jetzt kein Interesse daran, den Haltern von Nordischen vorschreiben zu wollen, wie sie ihre Hunde zu selektieren zu haben.
Bei uns reicht ein G, die Gesundheitsuntersuchungen empfinde ich als vielfältig (viele Züchter tun mehr als notwendig), es gibt einen Wesensanteil und die Leistung kommt auch nicht zu kurz. Es sind halt Rassen mit etablierten Leistungslinien (Gebrauchs- und Jagdgebrauchshunde).
Ich gebe aber auch zu, dass ich gerne auf Hunde aus etablierten Linien zurückgreife und mir die Berechenbare Veranlagung wichtiger ist, als irgendwelche IZK, AVK oder Outcross-Geschichten...