Beiträge von WorkingDogs

    Krass. Ich wohne ja im Nirgendwo und treffe unterwegs selten andere Hundehalter. Mir ist völlig egal, ob meine Hunde unterwegs durch maximales gechillt sein glänzen, Hauptsache sie gehorchen. Aber ich gehöre auch nicht zu den Menschen, die sich ihren Hund danach aussuchen, ob er der ruhigste im Wurf ist. Bei so einem Vorgehen frage ich mich immer, ob man wirklich die richtige Rassewahl getroffen hat.

    Wir schauen bei den Welpen wie sie sich bestmöglich anbieten für das, was wir vorhanden. Der aktivste im Wurf ist da oft die Wahl :grinning_squinting_face:

    Ich hab aktuell völlige Extreme hier. Einen Rüden, der ist alltagstauglicher als die meisten Begleithunde die ich kenne (trotzdem kein Hund für Familie oder Anfänger) und eine Hündin die sehr aufgeregt ist. Ist immer witzig beim Tierarzt wenn einen alle im Wartezimmer für den Erziehungsprofi halten mit dem Rüden und man dann als nächstes die eskalierende Hündin holt:grinning_squinting_face:

    Also tatsächlich sind aktuell mindestens vier Spatzen- und ein Amselpaar dort brütend.

    Ich seh die Eltern dauernd rein fliegen und gestern hoppelte das erste Spatzenkind hier herum.

    Bestimmt auch aus der Not heraus, aber auch letztes Jahr war dort schon reger Betrieb - nur da war das Teil noch nicht zu 1/3 vertrocknet. Wenn ich jetzt von oben aus dem Fenster gucke, kann ich übertrieben gesagt bis auf den Stamm sehen. Schutz bietet das echt nimmer vor Witterung.

    Klasse, dass es bei euch klappt. Hier sind die Brutversuche nicht von großem Erfolg gekrönt. Es kommt mal was hoch, aber die Verluste sind auch sehr groß. Ich hab aber selbst auch Katzen, die werden sicherlich dazu beitragen.

    Mir tut es leid, dass die Thuja hier so ratzfatz raus muss. Die bietet noch vielen Vögeln Unterschlupf, aber es hilft nix. Das Ding stirbt und je länger ich warte, umso länger dauert es, bis was anderes annehmbar groß ist. Ich will endlich Donnerstag haben und hören, was ein Profi zu meinem Chaos sagt xD

    Das muss dir nicht leid tun, klasse, dass du diesen Schritt gehst! Die bietet maximal Schutz vor Unwetter. Hier sind auch immer mal Vögel in den Zypressen, mangels alternativen in der Nachbarschaft. Von Erfolg sind die Nistversuche nicht. Vor Beutegreifern bieten die nämlich überhaupt keinen Schutz.

    Schönes Spezialistengehölz ist zum Beispiel der Faulbaum für den Zitronenfalter. Der Faulbaum ist allgemein eine sehr gute Futterpflanze für Raupen.

    Hohe Gehölze sind schon wichtig, grade in Wohngebieten ist der Katzendruck auch sehr hoch und es gibt immer weniger Nistmöglichkeiten und Futterpflanzen.

    Im kleinen geht natürlich auch ganz viel. Sträucher, Blumen, Teiche und andere Biotope.

    Es ist doch schön, wenn jeder das tut was er leisten kann. Der eine hat Platz für eine Traubenkirsche beim anderen gehen halt nur Wildrosen. Alles besser als zum Beispiel das, was ich kürzlich im Bekanntenkreis hatte: da kam die gesamte Hecke weg, weil man sich von den Vögeln gestört gefühlt hat. :zipper_mouth_face:

    Wie gesagt, das war auch nicht meine Absicht. Ich hab nur Form und Sorte vertauscht und mich auf die Angaben bei Naturadb - was vogelschutz- und insektenfreundlich sowie heimisch angeht - verlassen. :smile:

    Sonst hat man als Laie ja keinen Anhaltspunkt.

    In Baumärkten ist alles insektenfreundlich, was mehr als eine Blüte hat ...

    Missverständnisse ausgeräumt, denke ich :)

    Ich finde NaturaDB da auch bisschen verwirrend. Heimisch ist es auf jeden Fall und die Insektenfreundlichkeit ist ja auch gegeben. Anders als bei manchen Sorte, wo die Blüten gefüllt sind. Insektenfreundlich ist mittlerweile gutes Marketing. Wichtig sind auch einfach Futterpflanzen für Spezialisten. Wuchs und Blattgrößen (= mehr Futter) sind auch wichtig.

    Baumärkte oder auch Gärtnereien verkaufen einem leider oft falsche Pflanzen. Und heimische Wildformen sind mittlerweile schon fast Exoten. Traurig, ärgerlich und frustrierend. Bzgl. der Größe würde ich auch immer darauf achten, wie schnittverträglich das Gehölz ist, vieles lässt sich ja gut Formen und so klein halten.

    Ich hatte auch mal einen Black Lace. Den haben dann die Wühlmäuse gefressen und es rückte dann die Wildform nach. Wusste ich damals auch nicht und die in der Gärtnerei hatten genauso wenig Ahnung.

    Ich kann halt keinen 6 Meter hohen Holunder direkt an die Zaungrenze pflanzen :ugly:

    Da er den doofen Kirschlorbeer ersetzt, bin ich mit meinem ökologischen Gewissen so oder so im Plus ;)

    Direkt nebenan ist die Felsenbirne (die Echte), die dann auch genug für verschiedene Insekten bieten kann.

    Feldahorn und Hartriegel stehen auf der anderen Seite.

    Wir haben halt 100m² Reihenhausgarten und nicht 3000m² Freifläche. Da muss ich Abstriche für alle machen.

    Ist doch auch völlig in Ordnung. Es war ja, wie gesagt, keine Kritik daran, einen Black Lace zu pflanzen. Aber ich mag nicht stehen lassen, dass es ökologisch egal sei, ob man das Original oder eine Sorte pflanzt. Oder dass die Sorte gar das Original wäre.

    Ich hab doch gar nicht geschrieben, dass es die Wildform ist? Okay, ich hätte Sorte schreiben müssen, aber mir gings ums heimisch und wertvoll.

    Beim Nutzen tun sich die Schwarzen Holunder Sorten (!) nicht viel.

    Zitat

    Verwendung als Bienen- und Insektenweide, als Vogelschutznährgehölz, im Hausgarten und für den Erwerbsobstanbau

    Und ja, dass er kleiner bleibt, war hier z.B. auch mitentscheidend.

    Ich finde die Entscheidung für eine heimische Sorte auch wesentlich besser, als zu einem Neophyten zu greifen. Es war nicht als Kritik gemeint.

    Der Nutzen berechnet sich aber nicht alleine daraus, wie viele Arten fressen, sondern auch wie lange die Blühzeit ist, wie viel Biomasse vorhanden ist und wie gut der Schutz vor Beutegreifern ist. Und da bietet die heimische Wildform einfach mehr.