Ich verstehe diese Esoterik die aus Strafe gemacht wird übrigens auch nicht. Viele Hundehalter stehen sich aber einfach selbst im Wege, weil sie beim Strafen viel zu emotional werden, es nicht dosieren können, von vorneherein 10000 Dinge ausschließen, oder unpassend Strafen.
Beiträge von WorkingDogs
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Ich gebe gerne ein Beispiel.
Thema: Mäuseln. Möchte ich nicht. Grund ist nebensächlich.
Meine Hunde kennen einen Abbruch, sage ich das Abbruchsignal, möchte ich ein Meideverhalten sehen. Wird dieses Meideverhalten gezeigt, verstärke ich es mit einer Bestätigung. Wird es nicht gezeigt, folgt eine Strafe, welche das gezeigte Verhalten (mäuseln) abbricht. Bestätigung und Belohnung sind angepasst an den Hund.
Bestätigung im Falle meines einen Hundes, der sehr ambitioniert im mäuseln war: Futter. Strafe für diesen Hund: es flog etwas auf den Hund, im Freilauf die Führleine.
So, dieses Prinzip lässt sich auf 10000 Situationen abstrahieren. Unterwegs etwas fressen, Pisse lecken, die Hühner jagen wollen, etc.
Der Punkt ist, was sind meine Verstärker und wie hemme ich den Hund. Und die meisten setzen sich beim hemmen so viele gedankliche Grenzen, dass für den Hund halt nie eine echte Konsequenz folgt und sie sich die Signale abnutzen und das Training niemals ein Ende findet. Oder sie den Hund abstumpfen. Strafen ist schwieriger als Belohnen, aber es geht beides Hand in Hand. Nicht jeden Hund beeindruckt es nachhaltig, wenn er körperlich zurückgeschickt oder bedrängt wird, was selbstverständlich netter aussieht, als wenn man eine Leine Richtung Hund wirft.
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Entschuldige wenn meine Antwort harsch war, das wollte ich nicht.
Ich finde es nur irgendwie so traurig wie abgestumpft man schon ist.
Tote Schafe und Kühe werden ja schon schulterzuckend abgetan.
Tote Pferde haben noch etwas mehr Sympathie.
Und jetzt kommen tote Hunde dazu. Und irgendwie hab ich das Gefühl "man" ist irgendwie gar nicht schockiert. Sondern eher schon so abgestumpft, daß man nur sagt "war ja klar, ist der nächste Schritt der Eskalation".
Ist man aber schockiert, betreibt man Hetze...
Ich gebe es ganz ehrlich zu. Ich bin froh, dass in Österreich ein Abschuss schneller erfolgen kann. Also die Genehmigung einfacher erteilt werden kann.
Denn hier haben wir ev noch die Chance, dass ein Miteinander funktionieren wird.
Für gewisse Bundesländer in Deutschland sehe ich schwarz..
Ich kam wohl auch ein wenig harsch rüber.
Nein, das ganze sollte man nicht Schulterzuckend abtun. Mir tun die Besitzer aller Tiere sehr leid und ich bekomme hier mit, wie verzweifelt viele sind. Das die Besitzer so wenig verständnis bekommen, das finde ich wirklich schlimm!
Ich lebe in Niedersachsen, in einem Gebiet mit vielen Wölfen. Die laufen hier tatsächlich schon durch Wohngebiet und Risse sind an der Tagesordnung. Und solange sich die Politik nicht ändert kann man seine Tiere nur bestmöglich schützen und das gilt natürlich auch für Hunde. Ich lebe direkt am Feldrand mit einem Rudel vor der Tür. Da bleibt mir nur der Schutz, wenn ich nicht irgendwann auch mal tote Hunde vorfinden möchte. Was ich keinesfalls will.
Die unterschiedlichen Gegebenheiten erfordern natürlich eine andere Anpassung.
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Das war schon öfter Thema.
Wölfe sind in Zoos hinter 4m hohen Zäunen. Oben abgeschrägt, unten einbtoniert und unter Strom.
Ich darf sowas hier gar nicht aufstellen um das Thema Wolf, beim in der Sonne braten meiner Hunde, zu berücksichtigen.
Mein Garten IST sicher eingezäunt. Und zwar so sicher wie es hier erlaubt ist. Wie die Vorgabe ist, damit meine Hunde sicher verwahrt sind und keine Passanten gefährden können.
1,50 Maschendrahtzaun. Auf einem etwa 30cm hohen Mäuerchen.
Ich meinte das nicht als Angriff. Einen Komplettschutz über Zäune zu erreichen funktioniert nicht. Die Bejagung wird kommen (müssen).
Mein Beitrag zielte eher darauf ab, dass viele immer noch meinen, Wölfe würden niemals nie an Hunde gehen. Und das ist halt einfach nicht so.
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Klar kann man manche Dinge sehen. Ich würde keinen Welpen nehmen, der sich bereits beim Züchter als ängstlich oder zurückhaltend zeigt. Oder gar eine Kreische. Hab da schon so meine Red Flags. Auch gefällt mir, wenn Welpen sich aktiv, offen und aufgeschlossen zeigen.
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Meine Hunde sind bei Abwesenheit nur noch im sicheren Zwinger. Wir wohnen direkt am Feldrand und haben hier aktive Wölfe. Aber man kann nicht alles immer zu 100% Überwachen. Meine Hühner sind gefährdet durch Raubwild und trotzdem bekommen die ihren Freilauf und vergammeln nicht im Stall. Der Unterschied ist, dass dieses Raubwild hier stark bejagt wird sich eher nicht an die Häuser traut.
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Ich finde dass der Artikel durchaus Informationswert hat. Ganz egal, wie seriös die Quelle sein mag. Vielleicht holt er den ein oder anderen Hundehalter mal in die Realität, dass man seinen Hund eben nicht mehr unbeaufsichtigt in den Garten lassen sollte. Oder, dass man seine Zäune verstärken muss. Ob ein Mensch den vermeintlichen Wolf abgeschreckt hätte, kann ja auch niemand garantieren.
Das Thema Wolf muss man als Tierhalter einfach berücksichtigen.
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Quellen, die auftauchen könnten, wären z. B. Statements der Institute, die die DNA-Proben untersuchen, Statements des Wolfsbeauftragten, ein Eintrag in die Riss-Statistik etc.
Wenn die Bild berichtet, ist das oft kein Beleg für irgendwas.
Wenn diverse "Käseblätter" berichten, kommt es auf die Käseblätter an.
Jetzt nur bezogen auf diesen einen frei zugänglichen Artikel von natürlich-jagd, den ich gelesen habe: Dieser Artikel isoliert betrachtet ist nicht seriös. Er ist ungenau und nicht objektiv geschrieben, nach journalistischen Maßstäben "schlecht". Das heißt nicht automatisch, dass es die toten Hunde nicht gegeben hat. Nur: schlechtere Quellen = größere Informationsunsicherheit.
Es ist nun auch nicht mein liebster Artikel, aber das Thema ist nun mal nicht so wichtig, dass da direkt diverse Zeitungen berichten und die Recherchen anlaufen.
Wie gesagt, hier laufen Wölfe durch die Dörfer, es gibt regelmäßig Risse, auch sehr unschöne und das meiste erfährt man durch Mundpropaganda, weil man Betroffene kennt oder selbst Betroffen ist. Das interessiert die Zeitungen nicht und als Betroffener oder Involvierter muss man sich eher hüten, dass man überhaupt was sagt, weil man Netz einen ja sowieso zerreißt. Ich verstehe jeden, der sich ein Statement nicht antuen möchte.
Wolfsberater sind nicht zwingend objektiv, Einträge in Statistiken können dauern und das Institut wird sich wohl eher nicht äußern.
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Andere Quellen zu den Vorfällen gibt es anscheinend noch nicht. Dass die Hunde durch einen Wolf getötet wurden, ist bis jetzt nicht nachgewiesen, das gilt erst als gesichert, wenn die Ergebnisse der DNA-Proben vorliegen. Die DNA-Analyse kann natürlich zu einem anderen oder gar keinem Ergebnis kommen.
Was soll es denn auch für andere Quellen geben? Ich frage mich da wirklich, was die Erwartungshaltung ist? Dass das morgen in der Bild oder Zeit steht? Oder gar die dpa berichtet?
Ich lebe in einer Wolfshochburg, hier passieren Vorfälle am Fließband. Darüber wird maximal in der lokalen Presse berichtet und das war es. Oder man kennt halt wen, der dabei war. Oft wird gar nicht mehr berichtet.
Das macht solche Berichte doch nicht unseriös, nur, weil nicht diverse Käseblätter berichten, welche eh nicht dabei waren...
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Wie weit weg viele von der Notwendigkeit von Arbeitshunden sind, sieht man hier in der Gegend aktuell ganz gut. Ein Hundeplatz soll neu verpachtet werden. Der DRK hätte den Platz gerne für das Rettungshundetraining der Hundestaffel, die Bevölkerung will aber lieber eine Hundewiese draus machen. Ohne Worte.