Ich kenne Bulldoggen als äußerst arbeitsfreudig. Auch in der Unterordnung. Das ist doch sehr vom Talent des Halters abhängig, gibt auch genug Leute, die kriegen es mit dem einfachsten Schäferhund nicht hin ![]()
Beiträge von WorkingDogs
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Maizy, dann einfach eine schlichte, sachliche Frage: Wenn das nicht so gewünscht ist wie diese "polemischen Stammtischparolen" fürchten - warum wird dann sowohl von der zuständigen Politik jedenfalls hier in Niedersachsen als auch erst recht von den großen NGOs (ich will jetzt mal keinen Namen nennen) alles unternommen, damit die ganze Entwicklung auf diese Schiene gerät und es immer schwerer wird, Tiere artgerecht und möglichst extensiv auf der Weide zu halten?
Das KANN doch nicht alles nur kollektive Dummheit sein? Oder doch?
Meiner Meinung nach ist das tatsächlich sehr oft schlichte Dummheit, oder eher: Dunning-Kruger-Effekt. Man merkt es ja im gesamten Bereich der Tierzucht, dass die Bürokratie immer Wahnsinniger und Weltfremder wird. Betrifft ja nicht nur den Wolf.
Das sind aber alles normale Entwicklungen die es immer mal wieder gab (oft auch kurz bevor Hochkulturen kollabiert sind…)
Es kommen auch wieder andere Zeiten, wir beißen uns hier durch und versuchen zu erhalten was uns möglich ist. Die Spinner sind wir hier eh mit Kleintieren und Gemüsegarten. Auf den ländlichen Dorf. Viele Städte sind mittlerweile grüner und weiter als das, was man hier auf dem Land als Garten bezeichnet.
Irgendwann werden die Menschen merken wie abhängig sie sich gemacht haben, dass man das alles nicht von heute auf morgen lernt, und dass man aus Supermarkt-Gemüse keine Pflanzen ziehen kann oder Hybrid-Rassen sich nicht sinnvoll vermehren lassen.
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Viel läuft in Katzenhazshalten nicht, weil man sich gar nicjt die Mühe macht Katzen zu verstehen. Sie gelten als unberechenbare Arschlöcher. Habe oft aber nir ein völlig deplazierten mickrigen Plüschübelkratzbaum, zu wenig Klos, falsche Streu, zu selten gereinigt, falsche Platzierung. Katzen markieren durch kratzen auch das Revier, geschickt Möglichkeitenen bieten den natürlichen Bedürfnissen nachzukommen hilft meist. Unsauberkeit wird als Make gesehen, dabei markieren nur extrem wenig kastrierte Tiere drinnen. Meist ist mangelndes Klomanagement schuld oder unzureichende tierärztliche Versorgung. Stressbedingte BE, Forl, Arthrose werden gerne gar nicht in Erwägung gezogen und öfter auch beim Tierarzt unzureichend untersucht. Bei meiner ersten Katze war es der Stress durch die Einzelhaltung, sie hatte wahnsinnig Probleme damit allein zu sein. Haben wir zu spät erkannt.
Im Grunde Punkt 1 natprliche Bedürfnissen erkennen und Alternativen oder Möglichkeiten bieten. Gewünschtes Verhalten positiv bestärken. Viele Katzen sind ordentlich unterfordert, sie sind auch sozialer als lange angenommen, die laufen nicht einsam und allein nebenher, sie brauchen auch ihre Qualitätszeit. Gut sozialisiert und mit passendem Partnertier sowie Auslastung für Körper und Geist *zb Clickern, Fummelbretter) treten viele Probleme gar nicht erst auf.
Manche Katze hat auch schlicht Kohldampft das meiste marktüblichen Futter gat vll alles drin aber hält mitunter nicht lang satt, bei viel Kalorien. Hochwertiges Futter schafft da Abhilfe. Bei uns gibt es All you can eat, sie können immer dran und fressen auch nur Häppchenweise. Motzen dafür nicht. Mussten sie aber auch erst nach dem Tierheim lernen.
Vieles andere... man muss sich klar machen, dass Katzen kaum Verständnis dafür haben eibe Ressource nicht nutze zu dürfen wenn ein anderes Gruppenmitglied das nicht gerade tut. Heißt ein nein gilt eben nur so lang der Mensch da ist. Das wird man auch selten raus bekommen. Egal wie konsequent man sie weg setzt.
Ich muss das mal aufgreifen. Ich verstehe Katzen nicht und kann mich auch wenig und habe auch keine Lust mich zusätzlich noch mit meinen Katzen zu beschäftigen. Die Haltung wird hier nicht modern komplizierter gemacht, als es Not tut. Hier laufen Katzen "nebenbei" wie so viele andere Tiere.
Der Punkt ist doch, dass man die Tiere auch artgerecht halten muss, damit es unkompliziert nebenbei läuft. Ich brauche weder Clicker noch diverse Liegestellen, Klos oder Kratzbäume. Je artgerechter die Haltung, desto unkomplizierter, sage ich immer (das gilt bei vielen Tieren). Die Leben gemeinsam in der Gruppe, werden medizinisch versorgt (Wurmkuren, Zeckenschutz, Impfen, OP-Versicherung inkl. Zähne), haben einen Raum in dem sie bei schlechten Wetter Schutz suchen können (hier gibt es dann auch einen Liegeplatz, sowie eine Toilette pro Katze), es gibt ordentliches Futter und ansonsten leben die Tiere draußen und können dort ihren Bedürfnissen nachgehen.
Erziehen tue ich meine Katzen gar nicht, die dürfen nicht ins Haus. So kommen die meisten Konflikte gar nicht erst auf.
Klappt wunderbar nebenbei. Niemand ist unterfordert, das einzige was ich übe, ist, dass die Tiere ihre Wurmkur und den Zeckenschutz fressen. Qualitätszeit gibt es hier nicht, dafür würde auch völlig die Zeit fehlen. Sozial sind die auf jeden Fall, meine sind überwiegend in der ganzen Gruppe unterwegs.
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Einen Hund mit Hühnern zu vergleichen ist mir von der gedanklichen Transferleistung zu hoch

Keine Ahnung wie es bei Hühnern ist, aber meinem Hund kann ich durchaus beibringen das er mehr Freiheiten hat wenn er Grenzen einhält die ich abstecke.
Konditionierung, Erziehung, Sozialisierung.. nenn es wie du willst. Keine Ahnung ob das beim Huhn auch geht.
Ich glaube nicht, dass ein Hund den Gedankengang nachvollzieht, dass er mehr Freiheiten erwirbt, weil der Grenzen einhält, sondern das er schlicht lernt, dass er besser damit beraten ist, wenn er bestimmtes Verhalten zeigt oder sein lässt (Verhaltensmodifikation). Sei es weil es sich lohnt, oder weil es sonst unangenehm wird.
Ja, Lerntheorie greift genauso bei Hühnern. Die lassen sich ebenfalls Konditionieren. Und natürlich kann auch falsche Haltung eine Ursache sein, genauso wie das beim Hund eine Möglichkeit ist. Schlechte Genetik ist dort genauso relevant.
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Ich kann hier keine Tiere einfach machen lassen. Wenn ich einen Hahn hätte, der meine Hühner kaputt-treten würde, dann würde ich das auch nicht einfach als natürlich abtun und den machen lassen bis die Hühner kahl und blutig sind.
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Es ist sicherlich auch nicht unrelevant, wann die Veranstaltungen stattfinden und ob die Rasseinternen Veranstaltungen und den rasseoffenen Kollidieren. Bei manchen Rassen ist es einfach so, dass man sich lieber "intern" aufhält. Das macht die Hunde nicht schlechter, aber die Community tickt einfach so.
Oder die Veranstaltungen sind wetterbedingt unpassend. Nicht jede Rasse bringt im Hochsommer eine konstante Leistung.
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Ich würde den Berner der deutschen Mannschaft gerne sehen. Er läuft hervorragend, er wird exzellent geführt. Ich selbst habe die beiden schon live gesehen. Hammerkrass. Das muss ihr erstmal wer nachmachen. Aber (wie glaub schonmal?) leider ist sie nur (wieder?) Reserve.
Ich kenn Diana und sie hat mit beiden Bernern mega Leistungen abgeliefert und tut es noch.
So musst du aber auch erstmal ausbilden können, so ein Team musst du auch erstmal haben.
Der Punkt "Team" ist nicht zu unterschätzen. Es gibt mittlerweile so viele erfolgreiche Teams und Trainingsgruppen, das ist so ein wichtiger Faktor. Ich denke, dass der Hundetyp da auch eine Rolle spielt, wenn man ernsthaft erfolgreich sein will. Eine Linie zu fahren ist effizienter als sich ständig neu einstellen zu müssen.
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Und eine Aussicht auf die BSP 2023 darf find ich nicht fehlen.
58 Starter, 20 Border, 38 andere
Klasse 3: 29 Starter, 16 Border, 13 andere
Klasse 2: 10 Starter, 1 Border, 9 andere
Klasse 1: 19 Starter, 3 Border, 16 andere
Listen BSP 2023
Wenn man jetzt noch lustig wäre, könnte man sich Listen darüber machen was für Rassen die "anderen" sind und mal beim VDH Welpenstatistiken vergleichen.. Oder die Geschichte in prozentualen Anteilen ausrechnen. Welche Punktzahl bekommt welche Rasse im Durchschnitt? Hätte gerne auch noch Ergebnisse der LVM Weser Ems oder der EO 2022 mit ins Rennen geschmissen, aber mein Internet ist eine absolute Vollkatastrophe aktuell. Hier läd gar nix.Ich finde schon, dass es Häufungen gibt. Border, Belgier, Retriever dominieren das Ganze schon.
Das finde ich aber gar nicht schlimm. Ist doch auch irgendwo das Ziel von Zucht und es sind schon Rassen, die im Sport dominieren und genetisch eine sichere Bank sind.
Bei anderen Rassen wird die Zucht nicht so in die Richtung gehen, kein Interesse bestehen oder sie sind halt in anderen Sparten erfolgreich. Auch ein DD macht eine mega Unterordnung, wird aber einfach in anderen Bereichen geführt oder gar nicht abgegeben zu einem reinen Sportler.
Und Trends gibt es auch jeden Fall auch. Manchmal sind manche Rassen auch einfach "in".
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Also ich unterbinde das hier alles total situativ.
An der kurzen Leine möchte ich kein schnuppern, lösen nur auf Freigabe - es erleichtert uns so einfach das Leben. Aber ich renne auch nicht stundenlang an der kurzen Leine durch die Gegend, die laufen außerhalb der BUS fast nur frei und in der BUS an der Flexi, wo diese Regeln nicht gelten.
Im Garten dürfen die auch nicht überall markieren, weil ich das eklig finde! Es stinkt und es zerstört Hecken, Wände, Holz und Metall. Und reinfassen mag ich auch nicht. Im Garten gibt es tatsächlich Pfähle an denen die Rüden dürfen. Unterwegs dürfen die natürlich artgerecht markieren. Rasenflächen sind egal (Hündinnen).
Pipilecken ist für mich solange ok, wie es nicht ausartet. Also Hund ist ansprechbar, abbrechbar und kann sich auf Wunsch zurücknehmen. Wenn der Gehorsam passt brauch ich da keine starre Regel und ich hatte noch keinen Hund, bei dem ich das unter Verbot stellen musste. Es nervt eigentlich nur in der BUS, wenn die Flexi nur 10 Meter hat.
Hühnerkacke ist hier ein ähnliches Thema. Wir haben Hühner, die laufen frei rum, es liegt viel Kacke rum. Dürfen sie fressen, solange sie sich das nicht zum Haupt-Hobby machen.
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Ich komme damit klar. Joa, es kann nerven, aber ich fand meine eigene Pubertät auch richtig schlimm, dafür kann Darko doch nichts.
Mein "Problem" ist tatsächlich eher das Umfeld. Ich glaube, viele sind das gar nicht gewöhnt und finden schnell mal kastrieren als das Normalmaß. Da werde ich wie ein Auto angeguckt, wenn Darko wie ein kopfloses Huhn fiepend an der Straße steht und in die Leine hüpft. "Was machen Sie denn mit dem armen Hund?!"
Und solange sich das quer durch die Gesellschaft mit Nicht-HH, HH, HS, Trainer*innen, TÄ usw. zieht, ist der Druck auf den gemeinen HH immens.
Plus, es ist mein erstes Pubertier. Woher soll ich wissen, was noch normal ist und was nicht, wenn o.g. Meinung vorherrscht?
Aber hier sind es doch die anderen, die damit nicht klar kommen. Du selbst bleibst doch dran, sammelst Wissen und machst das beste draus.
Ja, der Druck ist immens und die Gesellschaft immer intoleranter für tierisches Fehlverhalten und Entwicklung. Das ist sehr traurig.
Man darf auch genervt sein. Ich brauche zum Beispiel auch meine Auszeiten von jungen Hunden, hier gibt es dafür Zwinger.