Beiträge von WorkingDogs

    Jetzt mal blöd gefragt und das ist wirklich eine ernstgemeinte Frage.

    Wenn es dem Hund um die soziale Nähe zu Frauchen geht, und man sich dann auf einen Kompromiss einigen würde: Hund kriegt ein eigenes Zimmer irgendwo im Haus, was sicherlich nicht in der Wohlfühlzone des Mannes sein wird, wird das dem Hund dann überhaupt reichen? Wenn er z.B. Parterre in einem separierten Zimmer schläft und Frauchen eine Etage drüber im Schlafzimmer? Löst man damit das Problem?

    Diese Forderung ist halt auch schon wieder echt... naja.

    Ich kenne Häuser, da wäre ein "Raum irgendwo im Haus" weiter weg vom Schlafzimmer als meine Zwinger stehen.

    Man kennt die Gegebenheiten vor Ort einfach überhaupt nicht. Was soll man dazu sagen können?

    Naja, das Wort Zwingerhaltung triggert halt viele, da gehen die Nerven schnell mal verloren :hust:

    Bei den ganzen Ferndiagnosen in Bezug auf den Hund oder die Beziehung der TE kann man echt nur mit dem Kopf schütteln. Peinlich!

    Ich verstehe auch nicht, was für den Hund nun im Haus besser sein soll, wenn man das Leben mit seinem Hund draußen verbringt. Ich schiebe das einfach mal darauf, dass hier manchen gehörig die Sicherung durchbrennt und damit das Denkvermögen vermindert ist. Über den eigenen Tellerrand zu schauen, fällt ja sowieso schwer. Die Finger stillhalten genauso.

    Liebe TE, die hast im Endeffekt nur wenige Möglichkeiten.

    - Ein Training findet, welches fruchtet.

    - Den Hund reinholen.

    - Mit dem Hund draußen schlafen.

    - Den Hund abgeben.

    Es gibt natürlich Hunde, die gelernt haben, dass sie mit ordentlich Radau ihren Willen bekommen. Das können Hunde genauso lernen, wie sie lernen können, dass sie eine Belohnung dafür bekommen, dass sie sich hinsetzen. Das ist aber kein "Machtspielchen", sondern schlichtes Lernverhalten und genauso sollte man es auch sehen. Alles andere erzeugt zu viele Emotionen.

    Meine Wahl wäre ein passendes Training, ich wünsche euch viel Erfolg dabei, einen passenden Trainer zu finden. Vielleicht könnte euch ja ein Manners Minder unterstützen? So könntest du den Hund aus der ferne bestätigen, ohne, dass du das Haus verlassen musst. Ich nutze das Gerät sehr gerne im Zwingertraining um Ruhe und Entspannung zu belohnen.

    Meine Erfahrung ist, dass die Preise in Deutschland aktuell überall anziehen. Beim Deutschen Schäferhund werden die Preise auch immer saftiger. Nachvollziehen kann ich es aber schon, andere Kosten steigen ja auch, warum soll man die nur als Züchter tragen?

    In meiner Geflügelzucht-Blase existiert genau der gleiche Trend, aufgrund der steigenden Nachfrage und der steigenden Futterkosten.

    Vielleicht leb ich irgendwie in einer Blase? Meine ganzen Bauern-Pferdeszene- Tierhalter-Freunde sind irgendwie "grün", teils offiziell bio, teils konventionell, aber eigentlich nur ohne die offizielle Bezeichnung (wegen der ganzen Bürokratie). Alle wirtschaften so, dass entweder wg extensiver Tierhaltung (im Höchstfall eine Herde Mutterkühe auf 300 Hektar, dazwischen alles Wild der Region) oder einfach wegen bedachten Managements eine Menge an Lebensraum für alles Mögliche dabei rausspringt, an dem sie dann selbst so viel Freude haben.

    Ich kriegte zum Beispiel tolle Videos von der Schleiereulen-Familie im Kasten im Pferde-Offenstall, die Freunden über die gesamte Aufzuchtzeit den Fernseher ersetzen. Da ist also wirklich noch überall ein deutlicher Unterschied zur Stadt, und teilweise sind es kleine Paradiese/Naturschutzgebiete. Oft auch noch mit einem tollen Garten obendrauf.

    Und ALLESAMT, sei es Hobby oder Hauptberuf, sei es hier in NS, sei es in SH, Meckpomm oder Brandenburg, kämpfen mit denselben Problemen: 1.) Bürokratie mit idiotischen, praxisfernen Vorschriften und 2.) Wolf, gekoppelt mit Bürokratie mit idiotischen, praxisfernen...siehe oben.

    Ich kenne also noch überwiegend "grünes" Land, und jeder, der da entmutigt hinschmisse, wäre auch ein böser Verlust für die Landschaft rundum. Insofern hoffe ich sehr, dass du Recht hast und man solche Zeiten einfach durchhalten muß.

    Ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Ich rede nicht von Landwirten oder Tierhaltern, sondern von der normalen Bevölkerung, die auf dem Land auch nicht mehr näher dran ist, als ein Städter. Nur weil man ländlich wohnt hat man ja nicht zwangsläufig mehr Berührungspunkte.

    Wenn ich hier auf dem Land durch die normalen Wohngebiete gehe, dann sehe ich kaum heimische Pflanzen, viele Steingärten, invasive Neophyten und nur sehr wenige Lebensräume.

    Ich hab kürzlich erlebt, dass ein Hund bei einer Ausdauerprüfung (20km am Rad) nicht mehr konnte. Es war Sommer, sowas passiert. Ja, bei anderen Rassen vielleicht nicht so häufig, weil die eben gar keine Leistung mehr erbringen müssen. Dafür kenne ich genug Familienhunde, die nur noch morgens oder abends im Wald Gassi gehen, wenn es bisschen warm wird. Die kollabieren nicht, aber leiden deutlich unter der Hitze und sind wenig belastbar.

    Risikofrei ist Leistung halt nicht und wenn man sich die harte Selektion früher anschaut, war es ja auch durchaus gewollt, dass es eben nicht jedes Tier schafft (was nicht heißt, dass die Tiere sterben!!). Das waren dann die, die aussortiert wurden für die Zucht um eben belastbare Tiere zu erhalten.

    Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?

    DICH fand er toll am Haus. Er will deine Nähe.

    Also, mein einer Hund will ins Haus, weil er von dort aus auf dem Bett trohnen und bequem rauspöbeln kann. Der würde rein ins Bett, während ich draußen schlafe. Einfach, weil man von dort aus viel besser die Straße kontrollieren kann, als wenn man hinten im Garten ist.

    Ich kenne einige Hunde, die Stress darunter leiden, dass deren Besitzer es nicht schaffen, sich abzugrenzen.

    Wenn der Hund nur in deinem Arbeitszimmer wäre (bzw. beide Hunde), sind doch gar nicht überall Haare usw?! Pack da ein Türgitter rein, sodass die Hunde wirklich nicht im ganzen Haus rumlaufen und alles volldrecken.

    Ich würde an deiner Stelle deinem Mann klar sagen, dass das nun so sein muss, einen Staubsaugerroboter anschaffen, der zweimal täglich durchs Haus düst und öfter mal feucht durchwischen. Ende.


    Die Hunde sind nun mal da und müssen gut versorgt werden.

    Man kann Hunde auch regelmäßig waschen....

    Sind sie dann immernoch dreckig?

    Ich greife mir das mal raus. Ja, Schäferhunde machen enorm viel Dreck und Haare. Meiner kommt einmal am Tag mit ins Büro, liegt dort nur rum und es sieht hinterher aus, wie bei anderen nach einer Woche. Vor allem im Fellwechsel. Und nein, der Hund ist nicht krank, das ist einfach ein Schäferhund. Grade wenn die draußen leben, haben die massig Fell. Und ja, ich wasche regelmäßig um das wenigstens ein bisschen einzudämmen (inkl. blowern, Unterwollelösendes Shampoo, etc). Für den Staubsaugerroboter war das zu viel an Haaren, grade bei Zweien (ich hab Drei).

    Außerdem ist das Temperament hoch. Was hier im Haus schon alles zerstört wurde, grade in jungen Jahren. Das ist auch nicht was für jedermann.

    Echo leidet momentan sehr. Gestern hat er zusätzlich begonnen sich die Vorderpfote anzuknabbern. Denkt ihr, dass das mit seinem Stress zusammenhängt? Wahrscheinlich schon, oder?

    Kontrolliere die Pfoten aktuell bitte unbedingt nach Grannen! Ich kenne da einige Schäferhunde, die haben damit zur Zeit Probleme. Da sind nach dem Gassi massig Grannen zwischen den Ballen.

    Was mir noch einfällt, da es aktuell ja so warm ist: habt ihr vielleicht Fliesenboden und der Hund liegt gerne auf den kühlen Steinen?

    Meine sind vom Prinzip her auch gerne mit im Haus. Aber ja, auch hier besteht das Leben irgendwo aus Kompromissen. Ich verbringe den Großteil des Tages draußen mit den Hunden, der Schäferhund neigt generell gerne zum Kontrollverhalten (der Malinois nicht so).

    Für mich klingt das so, dass der Hund nachts nur das tut, was er auch schon tagsüber tut. Sich aufregen. Ich würde den Hund zur Ruhe ordnen und notfalls nachts erstmal draußen schlafen, um auch nachts abbrechen zu können.

    Also bitte, dann muss man halt selber seinen Hund frisieren. Gibt auch genug Groomer, die lehnen zum Beispiel Trimmrassen ab, weil ihnen das zu viel Aufwand bedeutet. Dann muss ich das als Besitzer halt selber machen. Ich kann mich doch nicht für alles im Leben auf einen Dienstleister verlassen.

    Das bestimmte Tiere abgelehnt werden, ist doch gang und gäbe. Da ist man als Hundehalter einfach total verwöhnt. Mit meinen Hühnern fahre ich 1,5 Stunden, wenn ich lediglich die Küken impfen lassen möchte oder einen Tierarzt brauche, der sich mit Geflügel auskennt. Für den normalen Impfstoff, Wurmkuren und Zeckenmittel gibt es hier im Landkreis einen einzigen Tierarzt.

    Wenn hier zwei Tierärzte Kurznasen ablehnen würden, würde es immer noch diverse andere Tierärzte geben. Tierärzte sind auch nur Menschen, man kann froh sein, wenn sich überhaupt noch jemand für den normalen Praxisbetrieb entscheidet. Da finde ich es völlig okay, wenn man psychische Extrembelastungen ausschließt.