Beiträge von WorkingDogs

    Mir ist die Leinenführigkeit echt wichtig. Und ich stecke da tatsächlich von Anfang an Training rein. Es ist gar nicht super viel, aber sehr ausgetüftelt und wohl überlegt. Bislang klappte das auch immer gut.

    Wo es oft nicht so gut klappt, ist bei Pflegehunden die schon älter sind. Da mache ich dann schon auch Kompromisse und man muss nochmal konsequenter mit sich selbst sein und immer am Ball bleiben.

    Ich hab aber auch überwiegend große, schwere Hunde.

    Aktuell hab ich wieder so einen Pflegehund hier, der das Thema noch lernen muss. Sie ist vier und hat einen Trainermarathon durch, musste letztendlich weg, weil die ehemalige Besitzerin nervlich am Ende war und die Dinge (alles Alltag), sich nicht verbessert haben und eine Belastung wurden.

    Okay, hat mich mal interessiert, weil das schon relevant für die Diskussion ist.

    Muss aber sagen, mir persönlich fällt eine Trennung schon schwer. Vieles außerhalb FCI-9 wird doch heute als Begleithund gehalten.

    Ich sehe das ganz pragmatisch. Was ich mir auf die Fahne schreibe, das darf bewertet werden.

    Wenn ein Jäger Jagdhunde züchtet, dann bewerte ich diese ja auch nach den Kriterien der Einsatztauglichkeit. Dafür brauch ich kein Papier.

    Also bewerte ich Begleithundezüchter/-vermehrer auch danach, wie tauglich ihre Hunde sind.

    Anders sehe ich es bei Tierschutzhunden. Vor allem, wenn man sich bewusst ist, dass man sich ggf. eine Baustelle ins Haus holt.

    Was genau meinst du mit Begleithunde? FCI Gruppe 9? Alle Hunde, die nicht explizit einen Job haben? Alle Hunde, die nicht im Hundesport geführt werden? Wo fängt der an, wo hört der auf?

    Nein, ich mag mich nicht auf die FCI-Gruppe beziehen, weil ich genau diese Hunde live gar nicht wirklich kenne. Schon gar nicht mit Papieren.

    Ich meine alles, was sich auf die Fahne schreibt, Begleithunde zu züchten. Das kann der Doodle sein, der Rassehunde-Vermehrer oder auch eine ganz normale VDH Zucht, welche sich aber zum Ziel gesetzt hat Hunde zu züchten, die Begleithunde oder auch Familienhunde sind. Also alles, wo man sich das als Zuchtziel gesetzt hat.

    Und letztendlich tun Prüfungen genau das. Egal, ob wir von einer sportlichen, einer jagdlichen oder einer züchterischen Prüfung sprechen.

    Es werden Hunde miteinander verglichen, anhand eines Kriterienkataloges. Dazu zählen auch Punkte, wie die Leinenführigkeit oder Geräuschempfindlichkeiten.

    Rassen basieren darauf, dass sich Eigenschaften vergleichen und bewerten lassen.

    Nein, weil du nie einen vergleichbaren Zustand erreichen wirst. selbst zwei Hunde einer Rasse bei dem gleichen Hundeführer, werden nicht gleich sein, weil jeder seinen Charakter mitbringt.

    Wenn Vergleichen für die impliziert, dass man auf etwas unrealistisches drauf hinarbeitet, dann vergleichst eben anders als ich.

    Man kann aus einem Vergleich auch einfach Schlüsse für sich ziehen und mitnehmen, ohne, dass man direkt unrealistische Erwartungen aufstellt. Oder einfach Erkenntnisse für die Zukunft mitnehmen.

    So unterschiedlich Hunde sind, sie alle lernen nach der gleichen Lerntheorie.

    Weil es keinen Sinn macht, Individuen zu vergleichen!

    Natürlich macht das Sinn.

    Also das ging für mich aus deinem Post wirklich nicht hervor, sorry. 🤷‍♀️

    Für mich las sich das eher wie „Die Gebrauchshunde kriegen das hin, Prüfungen zu laufen und im Alltag gut mitzulaufen [das war der Punkt, an dem ich einhakte, weil gut im Alltag mitlaufen am Ende auch einfach Definitionssache ist und sich meine Erwartungen da selten mit denen der Gebrauchshundler in meinem Umfeld decken, egal als was die Hunde geführt werden], wieso ist das bei den Begleithunden denn so schwer?“

    So meinte ich es absolut nicht. Das macht ja auch keinen Sinn. Es hat ja auch jeder einen anderen Alltag und legt auf andere Dinge wert.

    Ja, ich wundere mich tatsächlich auch drüber, wenn Begleithunde ewig zig Probleme mit diesem und jenem haben. Aber ich finde halt, dass dein Vergleich mit den jungen, im Alltag unauffällig mitlaufenden Gebrauchshunden einfach hinkt. Aus o. g. Gründen.

    Warum sollte ich einen jungen Gebrauchshund, der als Begleithund gehalten wird, nicht mit einem jungen Gebrauchshund vergleichen, der gearbeitet wird?

    Genauso bei den Jagdhunden? Ein Dackel der Begleithund ist und einer, der jagdlich geführt wird?

    Es macht natürlich null Sinn einen Havaneser mit einem Malinois zu vergleichen.

    Und nochmal, ursprünglich hatte ich mich daran gestört, dass sei nur Erziehung, wenn Rüden zu aufgeregt bei läufigen Hündinnen sind. Wie ist das mit scheinträchtigen Hündinnen, ist das auch nur einfach Erziehung? Da wird doch jeder sagen, nein, das ist hormonell, die Hündin kann dafür nichts usw.

    Meine Hündin neigt während bestimmter Zyklusphasen dazu, dass sie richtig garstig wird mit anderen Hunden. Noch garstiger, als eh schon. Und nein, das entschuldige ich natürlich nicht, sondern man packt es eben an (Erziehung). Wenn wir jetzt auf dem Platz arbeiten, dann gibt es da genauso wenig, dass sie sich zum rumgarsten aus der Arbeit nehmen darf, wie der junge Rüde sich rausnehmen darf, nur, weil da eine läufige Hündin ist.

    Und dem fällt das Thema auch nicht so einfach. Der frisst während der Läufigkeit unseren eigenen Hündinnen fast ausschließlich im Training, weil er sonst nichts anrührt. Außerdem schlägt ihm der Stress auf den Magen (er ist ja noch sehr jung, wir schauen, wie sich das entwickelt). Aber im Training ist er eben so aufgebaut, dass das für ihn das Größte ist.

    Und wenn jetzt eine läufige Hündin dabei ist, dann kommt er nur ganz kurz auf den Platz mit viel Action. So, dass er es gut leisten kann in der Arbeit zu bleiben. Vielleicht 5, maximal 10 Minuten. Diese herkömmlichen Gruppenstunden würde sein Mindset ganz schnell verändern und er wäre sicherlich ein Typ dafür, sich enorm ablenken zu lassen von anderen Hündinnen.

    wie könnt ihr nur Probleme mit euren Begleithunden haben würde aufhören

    Wo sagt denn jemand, dass ihr aufhören sollt Probleme zu haben?

    Man kennt doch weder euch, noch eure Hunde.

    Aber nein, ein Forum dient dem Austausch, ich werde nicht aufhören mich zu etwas auszutauschen, was Bestandteil meines Leben mit Hunden ist. Es gibt die Option User zu blockieren, deren Beiträge man nicht lesen möchte.

    Ich helfe u.a. bei der Vermittlung von Hunden, wo die Menschen überfordert sind. Im mittleren Alter (der Hund), Trainermarathon, Besitzer die emotional am Ende sind, weil sie doch nur einen Begleithund wollten und das einfach nicht so aufgeht.

    Das ist jetzt schon sehr von oben herab. Wieviele tolle Hundesportler gibt es, die ihren Hund nicht durch ne volle Fußgängergasse führen könnten. Kann man jetzt klar sagen, müssen die auch nicht. Genauso sagt aber vielleicht ein Halter mit nem Malteser...Leinenführigkeit ist mir egal, der wiegt ja nüscht. Liegt doch im Ermessen jedes Einzelnen, was er wie möchte und trainiert. Da möchte ihr ehrlich gesagt nicht, dass da jemand von ausserhalb, der weder mich, noch den Hund kennt, das verurteilt.

    Das tut mir leid, so meine ich es nicht.

    Ja, gibt es. Hab ich auch nie anders behauptet.

    Zu sagen, dass mir etwas egal ist und ich es nicht trainiere ist etwas anderes, als jahrelang irgendwelche Kurse zu buchen und keinen Schritt voran zu kommen.