Beiträge von WorkingDogs

    Ganz schwieriges Thema.

    Als ich noch ein Kind war, wurde mein Cousin vom Nachbarn überfahren. Der hat nicht mal bemerkt, dass er grade ein Kind überfahren hat. Der Mann war über 80 und konnte nicht mehr richtig gucken und hören.

    Er hat den Führerschein bis an sein Lebensende nicht abgeben müssen, obwohl selber seine Kinder dafür gekämpft hatten. Außerdem null Einsicht gehabt.

    Als Betroffener ist das schon ein herber Schlag, für Außenstehende mag es anders aussehen.

    Ja, in Österreich ist man beim dem Thema leider wirklich spät dran. Sich zu verstecken und die Klappe zu halten lässt die Gegner immer mehr erstarken.

    Ich bin nun nicht aus Österreich, sondern aus Deutschland, schaue hier aber auch ganz genau welche Partei sich wie positioniert und werde das in der Zukunft berücksichtigen wenn es ans wählen geht. Tangiert mich doch sehr, das Thema.

    Nope, da kommen wir nicht zusammen. Als Fußgänger*in hat man mMn an legalen Übergängen keine Mitschuld, wenn man abgefahren wird und als nicht-Hundehalter*in hat man mMn an Orten, an denen man sich aufhalten darf, keine Mitschuld an Hundebissen. Das Gefahrenpotential der Hunde und den Bremsweg der Autos richtig einzuschätzen, ist in meinen Augen einfach Job der Autofahrer*innen und Hundehalter*innen.

    Anders verhält es sich natürlich, wenn man in Privatgrundstücke mit Hunden einbricht oder bei Rot plötzlich auf die Straße rennt. Aber das sind ja nicht die Situationen, die hier gerade Thema waren.

    Von fehlender Mitschuld kann ich mir auch nichts kaufen, wenn es knallt. Das gilt vor allem mit Autoverkehr. Mag ja sein, dass man im Recht war und die Gegenseite verklagen kann. Damit lässt sich aber nicht jeder Schaden rückgängig machen.

    Das habe ich durchaus verstanden.

    Darum siehe oben - es mag Hunde geben, die grundsätzlich die aus Menschensicht korrekten Verhaltensmuster zeigen (erraten) und diese dann positiv ausgebaut werden, zum lernen das dies gewünscht ist.

    Kritisch und unfair finde ich es persönlich, wie andere auch, wenn der Hund das falsche Verhalten zeigt. Da ist es fairer auf einem kürzeren Weg aufzuzeigen, dass dies eben nicht gewünscht ist…

    Das Ziel sollte es doch sein, dass ein genetisch möglichst viele erwünschte Verhaltensweisen mitbringt, damit ich generell möglichst wenig Arbeit mit Erziehungsaufwand habe. Positiv wie negativ, sondern ich nur noch leicht formend einwirken muss.

    Luna z.B. darf nicht in die Küche, weil sie sonst auf das Essen starrend den ganzen Bode vollsabbern würde, wenn man kocht (sie ist überaus verfressen).

    Solche Regeln hat aber nicht jeder. Es gibt nun mal Konstellationen, da brauchts das nicht. Management, entsprechende Ansprüche, entsprechender Charakter.

    Ich kenne zum Beispiel einen Havaneser, charakterlich maximal unkompliziert von Haus aus (keine Unarten wie pöbeln, Unverträglichkeiten, Unsicherheiten, wesensschwächen) der schlicht alles darf.