Beiträge von WorkingDogs

    Hm, bei Unachtsamkeit vielleicht weniger, glaub der "Mob" geht wohl eher von grob fahrlässig aus und da könnte ich mir schon entsprechende Szenarien vorstellen, wie z B 20 jähriger fährt mit dem getunten Ferrari mit 100 Sachen innerorts vorm Kindergarten ein Kind um. Da könnte ich mir entsprechende unschöne Reaktionen auch gut vorstellen.

    Wir haben hier eine Kreuzung, wo es bereits 4 schwere Unfälle gab, ua mit Todesfolge. Das waren nie Unachtsamkeiten, da wurde jedes Mal im Überholverbot überholt und dann in den Abbieger der Gegenfahrbahn gekachelt oder in einen Abbieger gefahren.

    Menschen sind nun mal Menschen und treffen leider immer wieder Entscheidungen mit einem tragischen Ende.

    Ich verstehe, dass der Fall einen nahe geht, aber das Ausmaß dieses Falles finde ich mittlerweile schon unverhältnismäßig. Passiert halt nicht alle Tage sowas, das wird der Grund sein.

    Wie meinst du das, dass meine Erwartungen sehr hoch sind?

    Dein Hund ist ein Jahr alt, wenn ich das richtig verstanden habe. Da finde ich deine Erwartungen an Abgeklärtheit schon sehr hoch.

    Ja in Übungssequenzen. Ich fange auch Abwenden ein, bevor er überhaupt bei einem Menschen Kontakt aufnimmt. Aber eben auch das eigenständige Abwenden. Meine Intention war ihm zu zeigen, dass ein Abwenden mehr als gewünscht ist und sich auch lohnt.

    Ich meine, wie genau diese Sequenzen ablaufen. Was tust du, was tut der Hund, wann belohnst du was, wann strafst du was. So wie Retriever kenne, kannst du mit dem Vorgehen was du grob beschreibst auch sehr viel Aufregung in die Situation bringen und durch falsches Timing die Kontaktaufnahme auch sicherlich elementar machen, so dass sie für den Hund dazugehört, auf den Weg zur Belohnung.

    Mir geht es ja darum, ihm langfristig zu helfen nicht mehr so einen Stress zu haben, wenn Menschen z.B. auf mich zu kommen und mit mir sprechen und nicht darum, dass er das jetzt einfach können soll/muss.

    Da würde ich dann aber nicht in den Mittelpunkt stellen, dass er sich abwendet, sondern die Leinenführigkeit festigen oder den Hund ins Kommando nehmen (das braucht man dann nicht mehr wenn sie älter sind). Das kann man natürlich auch üben, ganz klassische Hundeplatz-/Hundeschulübung.

    Das Problem ist, dass das stationär leider nichts nützt. Denn die Kontaktaufnahme erfolgt durch meinen Hund. Und er wuselt da auch rum, selbst wenn das Gegenüber nicht drauf eingeht.

    Verstehe ich das richtig? Du arbeitest so, dass der Hund selbstständig das richtige Verhalten zeigen soll und wartest darauf um das dann zu belohnen?

    Einmal zum üben… Ich habe das Gefühl, dass ein reines Verbot langfristig nicht seine Unsicherheit löst… Anderseits sind wir oft mit Freunden im Garten und da finde ich es schade ihm die freie Bewegung zu nehmen, die er da eigentlich haben dürfte.

    Aber was übst du denn da? Und wie?

    Kennt er ein Deckensignal? Ich würde ihn da einfach auf seinem Platz ablegen.

    Ich denke, deine Erwartungen an einen einjährigen Hund sind sehr hoch.

    Bislang habe ich versucht jedes eigene Abwenden zu markern. Teilweise ist ihm das jedoch nicht möglich. Dann rufe ich ihn ab. Sehr oft verbiete ich auch den Kontakt, das verlangt jedoch sehr viel Impulskontrolle von ihm.

    Vielleicht stimmt dein Timing nicht und du markierst mit, dass der sich mit dem Menschen beschäftigt? Es kann zum Thema beitragen, wenn du falsch bestätigst oder zu lange an einen Schritt verhaarst, dass es erst Recht präsent ist.

    Retriever sind freundliche Hunde das stimmt, es sind aber eigentlich auch Hunde, die stark darauf selektiert sind, einen Reiz auszuhalten und sich dabei kontrollieren zu können.

    Ich würde den Kontakt unterbinden, ihn neben mich absetzen und hier daran arbeiten, dass er ruhig sitzen bleibt und schaut. Immer wieder bestätigen, ruhiges Sitzen einfordern, die Reize nach und nach steigern.

    Beim Welpen arbeite ich gerne damit, dass es bei mir was richtig tolles gibt, wenn Menschen den Welpen locken und anquietschen. Bei einem Hund von einem Jahr würde ich aber schon gewisse Dinge mehr einfordern.

    Gibt es Trainingsansätze, damit er seine Unsicherheit irgendwann überwinden kann?

    Ich würde das gar nicht forcieren, man kann das immer mal üben, also so klassisch im Rahmen der Leinenführigkeit fremden Menschen die Hand reichen und sowas, aber ansonsten belasse ich es dabei und Trainiere grundsätzlich Gehorsam und Abwarten.

    Ich würde meine Energie mehr in Dinge stecken, an denen der Hund Auch Freude hat. Oft wird das Thema dann auch besser, weil immer wieder fremde Menschen, aber mit denen beschäftigt man sich gar nicht.

    Ich (selbst Viel-Camperin mit ca. 120Nächten im Jahr), finde freistehen schwierig. Besonders daneben finde ich es wenn dann auch noch offensichtliches Campingverhalten praktiziert wird. Also ungeniert Stühle und Tische raus, womöglich noch die Markise und das am besten für mehrere Tage.


    Es ist doch immer so, in Maßen ist alles gut, nimmt es überhand an, fängt es an zu stören oder gar „schädlich“ zu werden. Parallel dazu steigt leider die Quote der Menschen die sich wie offene Hose benehmen.

    Ich selbst stand auch schon frei, weil Veranstaltungen zum Beispiel schlecht organisiert waren und man, warum auch immer, nicht auf dem Gelände stehen konnte.

    Aber wie du schon sagst, es kommt auch einfach drauf an, wie man sich verhält und was man erwartet. Ich kann gut nachvollziehen, dass die Menschen in den Touri-Hochburgen oder auch im Norden wirklich irgendwann genervt sind. Da hab ich auch Verständnis, finde Campen aber selbst auch sehr schön.

    Ich glaube dir auch, dass ihr da sehr drauf achtet, wir tun das auch.

    Autarkes Campen bzw Freistehen ist in Deutschland verboten ;) . Da braucht es gar keine neue Regeln, es müssten nur die bestehenden umgesetzt werden

    Das Müllproblem gibt es nicht nur durch Touristen, das ist insgesamt ein Problem. Ich werde es nie verstehen, warum Menschen ihren Müll einfach fallen lassen. Bei der schieren Menge kann das ja aber keine Minderheit sein, offenbar bin ich da die Ausnahme, wenn ich meine Plünnen mitnehme. Aber auch da gibt es Regeln, müssten halt durchgesetzt werden .

    Hat zu der Zeit halt keinen interessiert und seitdem sind Camper gefühlt wirklich „in“. Die Preise sind ja auch explodiert in dem Bereich. Ich finde das auch reizvoll, aber kann total verstehen, dass damit auch Probleme entstehen.

    Wir hatten hier zu Corona eine solche Camperwelle. Die standen an den unmöglichsten Orten und ja, es war nervig und das Argument mit den Einheimischen macht in soweit keinen Sinn, dass im gesamten Niedriglohnbereich sowieso Personalmangel herrscht.

    Da wollte man abends nach dem Training kurz mit den Hunden ans Wasser und alles voller Camper. Überall lag Müll, da liefen die Hunde frei, das Wasser voll mit Leuten. Toll. Nicht.

    Also, man möchte als Einheimischer ja auch seinen Sommer genießen und Alltag leben, viele tun das auch gerne in der Heimat und wollen nicht „flüchten“ müssen.

    Der Tourismus ist so wie er mittlerweile ausgeartet ist, nicht mehr tragbar und die Gegenwehr wächst überall.

    Ich denke mit dem Trend zum autarken Camping Tourismus wird das auch nochmal anziehen, da haben die einheimischen ja kaum noch was von und die negativen Seiten überwiegen einfach.

    Finde es selber eigentlich cool, wir stehen ja auch gerne auf Hundeplätzen, aber die Einheimischen kann ich da total verstehen, dass sowas nur bedingt tragbar ist und irgendwann seine Grenzen hat.

    Ob ihr Ansatz aufgeht muss man halt gucken, im Buch waren es halt Kekse werfen fürs raus da, muss man halt schauen in wie fern das ausreicht und wenn einem die Zuverlässigkeit die man damit hinbekommt ausreicht, ist doch wie gesagt auch alles gut.

    Das kann ich mir nicht so richtig vorstellen, kenne es von ihr und anderen CumCanlern primär das Barrieremarkern zur Etablierung der Wegtreue. Dann müsste im Buch etwas vollkommen anderes als in den Webinaren und Seminaren stehen.

    Mein Fehler, da hab ich was durcheinandergebracht. Sorry!

    Schreibt ja aber auch niemand, dass alles was sie sagt total doof ist und auf gar keinen Fall funktionieren wird.

    Aus dem Buch erinnere ich

    Mich zum Beispiel dran, dass sie sehr schön erklärt, wieso es sinnvoll sein kann, den Hund auf den Wegen zu behalten und trainiert das doch auch. Ob ihr Ansatz aufgeht muss man halt gucken, im Buch waren es halt Kekse werfen fürs raus da, muss man halt schauen in wie fern das ausreicht und wenn einem die Zuverlässigkeit die man damit hinbekommt ausreicht, ist doch wie gesagt auch alles gut.

    Es bringt ja auch nichts über Sinn und Unsinn zu diskutieren, wenn der eine 100% im Sinn hat und der nächste nur 40%