Beiträge von ESMedia24

    Ich hab eine Trainerin, die ich anrufen könnte. Weil bei denen am Platz funktioniert natürlich immer alles vorbildlich, aber auf den gewohnten Strecken dann nicht mehr.

    Ich versuch auch oft, andere Menschen und Hunde zu vermeiden, um in Ruhe üben zu können (zB Schleppleine). Dazu fahr ich dann relativ früh oder zu Zeiten los, wo theoretisch nicht viel los sein sollte. Aber das ist halt fast nicht zu schaffen. Irgendwo ist immer jemand.

    Einmal am Tag muss ich fast mit ihm raus, sonst entfaltet sich seine Energie in eher negativen Aktivitäten. Und da wir in der Stadt wohnen, sind überall Reize vorhanden. Manchmal komm ich super durch, und manchmal ist es wirklich anstrengend. Na ja, werd am Ball bleiben.

    Nackenschütteln und Alphawurf würde ich jetzt nicht gezielt zu Trainingszwecken verwenden. Generell würde ich das Maß körperlichen Einsatzes vom jeweiligen Hund abhängig machen. Gibt natürlich absolut sensible Hunde, wo man schon mit fester Stimme weiterkommt. Gibt halt aber auch die anderen, wo man sich manchmal einfach nicht anders helfen kann.

    Mein Miniatur Bullterrier Rüde ist dominant und triebig, meine Bulldogge (Hündin) stur wie ein Betonpoller. Beide rassebedingt relativ schmerzunempfindlich. Wenn die Dame (9 Jahre) den jungen Herrn (9 Monate) maßregelt, sieht das immer äußerst übel aus. Die knurrt dann und drückt ihn mit ihrem Gewicht runter, legt den Fang manchmal über sein Genick etc., bis er es gerafft hat. Ein fremder Hund (bulliger Retromops), hat das auch mal geschafft. Hat fast 2 Minuten gedauert, bis meiner eingesehen hat, dass er ihm nicht einfach ins Gesicht springen kann. Alle anderen Hunde in der Hundeschule waren dazu nicht fähig, egal wie alt.

    Worauf ich hinaus will, ist, dass manche Hunde einfach grober sind als andere und manchmal eben auch grober gehandelt werden müssen. Die gehen ja auch untereinander grob miteinander um.


    Beispiel: Miniatur Bullterrier zieht im Rahmen einer Futteraggression (über die ich mir vorher nicht bewusst war), die Katze an der Backe von der Couch. Da hab ich natürlich entsprechend reagiert oder soll ich zusehen, wie er sie umbringt. Hab den dann auch am Nacken gepackt (weil es einfach meist die beste Möglichkeit ist, ihn zu erwischen) und ihn runtergedrückt, bis er sich beruhigt hat.

    Meine Hunde nehmen mir solche Aktionen (die wirklich nur selten nötig sind) übrigens nicht übel (kein Vertrauensverlust). Die schütteln sich ab und gut ist es. Empfindlichere oder sensiblere Hunde kann man so natürlich nicht maßregeln. Aber das ist bei denen ja auch nicht nötig.

    Hallo zusammen. Meine Frage richtet sich speziell an Besitzer von Miniatur Bullterriern. Hab meinen Rüden mit 4,5 Monaten bekommen, jetzt ist er 9,5. Er ist dominant und triebig. Hab auch noch eine fast neunjährige Continental Bulldogge (Hündin). Ich werfe weder Bälle noch mach ich sonst irgendwas, was ihn pushen würde.

    In der Wohnung hab ich kein Problem mehr. Bulldogge und Bullterrier kommen gut miteinander klar, wenn es mal zu grob wird oder der Herr auf dicke Hose macht, geh ich dazwischen. Zb Bullterrier knurrt und will Bulldogge nicht auf die Couch lassen (auf Ernst), dann muss er runter in den Korb und dort bleiben, bis ich ihn wieder hoch lasse. Außerdem kommt er 2-3 Mal am Tag in die Box, sonst würd er gar nicht zur Ruhe kommen.

    Nun zum Problem: An der Leine ist er, je nach Schwere der äußeren Reize, eine Katastrophe. In reizarmer Umgebung läuft es ganz gut, da hängt die Leine durch, er wartet auf mich bei Widerstand, lässt sich abrufen, reagiert auf 'Aus', wenn er was nicht vom Boden aufnehmen soll.

    Bei frischen Hundespuren jeglicher Art (egal ob Rüde oder Hündinnen) fällt er allerdings in seinen Terrier-Tunnel, und da bekommt man ihn auch eine ganze zeitlang nicht mehr raus. Dann zieht er wie ein Berserker und reagiert auf gar nix mehr. Den ganzen Stehenbleiben, abrufen, Richtungswechsel-Quark hab ich schon durch. Bei entsprechenden Reizen keine Chance. Manchmal tickt er bei fahrenden Autos aus (die in gewisser Entfernung fahren müssen), manchmal bei im Wind flatternden Fahnen. Grad eben gehabt: Ball spielende Kinder. Da schreit er, als ob er verprügelt würde, weil er nicht hin kann. Was uncool ist, weil es nicht lang dauert, bis der erste Depp ankommt und mich als Tierquäler bezeichnet, obwohl ich den Hund gar nicht angefasst hab. Wenn ich ihn dann wegziehe, ist er so aufgeregt, dass der ganze Spaziergang im Arsch ist und ich abbrechen muss, weil er sich nicht mehr einkriegt.

    War auch kurz in einer Hundeschule. Da haben die die Hunde am Ende immer laufen gelassen. Einer nach dem anderen. Wenn meiner nicht sofort mit durfte (musste mich auf die Leine stellen und ihn zusehen lassen), hat er geschrien, als ob er abgestochen würde. Minutenlang. Der Trainer meinte dann, dass müsse er aushalten (Frustration, Impulskontrolle), hat aber nichts gebracht. Hab dann auch abgebrochen, weil er irgendwann bereits im Auto so geladen war, wenn er gemerkt hat, dass wir zum Hundeplatz gefahren sind, dass er mich während der Stunde gar nicht mehr richtig registriert hat und in seinem Wahn nur noch zu den anderen Hunden wollte.

    Jetzt wollte ich mal anfragen, ob man einige dieser Verhaltensmuster aussitzen muss, heißt, legen sich die, wenn er älter wird? Oder sollte man stets dagegen arbeiten?

    Wir wohnen in der Stadt und manchmal hab ich das Gefühl, dass ihm die Reize zu viel werden (Rushhour etc.), ehrlich gesagt. Auf der anderen Seite kann ich die Wohnung aber nicht woanders hin zaubern. Da muss er sich dran gewöhnen.