Beiträge von SchwarzerFlausch

    Mrs Barnaby

    Danke für deine Beschreibung, wie es bei euch läuft. Es wäre soooo school, wenn wir das irgendwann auch hinkriegen. Aber ich möchte mich da nicht drauf versteifen.

    So ähnlich, wie du es beschreibst, haben ich es mit Kenai lange und ausdauernd probiert. Wir hatten selbst ein "Ende" Signal, kurz bevor Kenai ins Ende der Leine brettert. Mit dem Ziel, dass er dann bremst und eben nicht rein brettert und zieht. Das klappt auch wunderbar, aber nur genau dann, wenn man es ihm sagt. Ansonsten ist es ihm wohl einfach knallegal, dass er voll in die Leine brettert. Funktioniert mit der 20m Schlepp, 5m Flexi und 2m Kurzleine. Und das hat sogar mein Mann mit trainiert. Das haben wir wochenlang auf Anraten der Trainerin trainiert. Deswegen weiß ich einfach nicht weiter.

    Ich habe auch einfach das Gefühl, dass Kenai auf Körpersignale wesentlich besser und mit der Gehirnleistung reagiert. Bei Leckerlis und Futter (in ruhiger Umgebung) dreht er sofort auf und bietet in kürzester Zeit so viele Möglichkeiten, konzentriert sich nicht, ist nicht mehr ansprechbar. Er WILL unglaublich gerne alles richtig machen.

    Wenn ich ihm mit Gesten Richtungen vorgebe oder ihn körperlich blocke und das mit einem Wortbefehl belege, dann funktioniert das Wort bald auch ohne körperliche Signale. Das trainieren wir dann weiterhin. Und sobald er verstanden hat, was er machen soll, wird er bei Ausführung belohnt.

    Wir haben auch mit Markerwort und kleinschrittigen Anleitungen schon Dinge gelernt. Aber es dauert einfach ungleich länger, da wir nach ein/zwei Durchführungen (also 1min) Pause machen müssen bis Kenai wieder mit denkt. Wenn ich ihm Dinge zeige und erkläre, versteht er es viel schneller und er hat es nach ein paar Mal zeigen verstanden. Das waren so Dinge wie (Rückwärts, Hinter, unterschiedliche Raumnamen). Also natürlich dränge ich ihn nicht körperlich in eine Rolle o.ä.

    Laut Trainerin habe ich ein gutes Timing mit meinem Markerwort. Dinge kleinschrittig aufbauen, hat sie mit mir auch erklärt und geübt. Also ich würde sagen, es liegt nicht unbedingt an meiner kompletten Unfähigkeit, was das Thema an geht. (Oder doch? Wer weiß)

    naijra

    Ich verstehe, danke! Zu zweit Gassi gehen ist eher utopisch. Ich werde da aber nochmal drüber nachdenken, ob es eine andere Möglichkeit gibt. Danke für den Denkanstoß. :)


    Mehrhund

    Schreiben wir aneinander vorbei? Ich streite gar nicht ab, dass es unsere Schuld ist. Ich habe aktuell einfach noch keinen Plan und will das Leinenpöbeln nicht unbedarft mal so und mal so angehen. Ich will Kenai ja Hilfe und Anleitung geben. Dafür muss ich nur erstmal selbst einen Plan haben.


    wildsurf

    Danke für deine ausführliche Antwort. Ich glaube, jetzt verstehe ich, was auch die anderen vor dir schon versucht haben mir zu sagen.

    Ich habe einfach nach der ganzen Zeit den Blick fürs Wesentliche verloren und nur noch draußen geübt. Ich werde mir da auf jeden Fall mal Gedanken machen, wie wir da wieder hinkommen. Zuhause ein paar Tricks einüben, die dann für draußen auch passen. Ich wollte auch immer mit dem Dummy Training weitermachen. Das könnte ich auch nochmal aufbauen. Kenai wieder einen Grund geben, zusammen draußen zu interagieren!

    Wenn wir raus gehen, ist Kenai zwar nicht ruhig - können Hüpfdoing eigentlich ruhig sitzen wenn es raus geht oder ist das genetisch unmöglich :grinning_face_with_smiling_eyes:- aber ich kann ihn auf dem Treppenabsatz mit Leine vor seinen Pfoten absetzen und die Tür aufmachen, alleine rausgehen, Dinge rausbringen, und ihn dann irgendwann einsammeln. Das kennt er und macht er wirklich ganz super. Wir haben Potenzial :)

    Eine Futtertube/Käse/Hähnchen/sonstige Goodies funktionieren bei Aufregung leider nicht. Kenai hat dann keinerlei Interesse daran.


    Danke für eure ganzen Antworten! Ich werde da jetzt erstmal einen Schritt zurück gehen und nochmal neu überlegen, wie sich die Zusammenarbeit im Gassi mehr lohnt. :smiling_face:

    Mehrhund

    Das klingt ja wirklich schlimm, was deine Hunde erleben mussten :( Kenai wurde zum Glück nie zusammen gebissen. Ich denke, das Problem ist eher gegensätzliches: Er wurde selten in seine Schranken gewiesen. Meistens haben wir das Spiel abgebrochen, wenn die anderen Hunde gezeigt haben, dass sie keinen Bock mehr hatten und versucht haben Kenai zu ignorieren. Jetzt wo ich da so drüber nachdenke, fällt mir tatsächlich nur ein Hund ein, in dessen Beisein Kenai sich auch mal hingelegt hat und auch sonst respektvollen Abstand gehalten hat. Das war ein kleiner grummeliger Hund, der gerne immer seine Ruhe hatte und das auch so kommuniziert hat. Alle anderen haben eher eine sehr stoische Ruhe an den Tag gelegt und sich irgendwo hingelegt und hilfesuchend zu den Menschen geguckt. Das waren alles große bis sehr große Hunde.


    naijra

    Entschuldige bitte, aber ich kann deine Nachricht nicht so richtig entschlüsseln. :/

    Du meinst, der Aufbau war falsch? Ja, wahrscheinlich. Ich habe im vergangenen Jahr so einiges ausprobiert. Immer für mehrere Wochen. Und danach eine längere Pause eingelegt, weil ich frustriert war, ja. Wir hatten auch eine Trainerin, die nicht so richtig zu uns gepasst hat. Das Problem wurde sich nie angeguckt, es kamen immer Anweisungen und Übungen, die ich mit Kenai aber nicht umsetzen konnte.

    Ich lese nichts darüber wie du den Hund managst in Situationen, wo er das strikte Laufen in Position noch nicht leisten kann. Bei dir klappt es so einigermassen, aber wirklich verinnerlicht hat der Hund noch nicht, was das mit der Leinenführigkeit soll. Das ist bei einem so jungen Hund kein Beinbruch, aber wenn man dann sowas wie Zeigen und Benennen, BAT etc probieren möchte, braucht man einen Plan, wie man mit Management aus Situationen rauskommt, in denen ein Training noch nicht sinnvoll ist.

    Stimmt, dazu hatte ich noch nichts geschrieben. Ich weiß, dass bei Kenai viel Lockenwolle auch im Gehirn sitzt und er sich die erstmal freipusten muss, wenn wir raus gehen. Er muss beim Rausgehen nur im Haus strikte Leinenführigkeit einhalten. Draußen kam dann anfangs nur die Flexi dran (ja, ich weiß, auch eine Ursache für unser Problem. Mein Mann liebt die Flexi...) und er durfte sich erstmal ausschnüffeln, alles wichtige erledigen bevor wir mit dem Training an der kurzen Leine angefangen haben. Die Trainingssequenzen haben wir dann immer verlängert. Am Ende kam immer wieder die Flexi dran. An der darf er nach wie vor ziehen. Mittlerweile klappt es auch am Anfang gut und Kenai schafft fast eine ganze kurze Runde durch die Wohngegend. Bei spannenden Gerüchen ist er manchmal noch kurz Out of Order. Dann gebe ich ihm einen kurzen Moment zum schnüffeln und erinnere ihn dann daran, dass er zurück in seine Position kommt. Da reicht es eigentlich, seinen Namen zu sagen für die Aufmerksamkeit. Und wir haben das Signal "Hinter" in einer früheren Einheit antrainiert. Dann hüpft er wieder hinter mich und kann auch gerne weiter schnüffeln und riechen. So richtig gar nicht klappen eben Hundebegegnungen. Da erwarte ich dann gar nichts von ihm. Ich versuche vorher abzubiegen. Wenn das nicht geht, dann mache ich an geeigneter Stelle großzügig Platz. Sobald der Hund vorbei ist, braucht Kenai noch eine Weile bis er wieder richtig ansprechbar ist. Erst ab dem Moment muss er wieder "Hinter" laufen.

    Er hat natürlich auch Freilauf und wir haben einen großen Garten zum Flitzen.

    Er muss auch gar nicht in Position laufen. Kenai kann die 2m nach hinten und zur Seite ausnutzen. Wenn er anhält, halte ich mit an und lasse ihn schnüffeln, markieren, Geschäfte erledigen. Er darf nur nicht an mir vor bei nach vorne. Ich würde ihm das auch gerne ermöglichen, aber da schaltet sein Gehirn einfach ab und ich habe es mit unterschiedlichen Methoden nie hinbekommen, dass er nicht zieht und wild hin und her kreuzt.

    Hundebegegnungen sind gerade unser Endgegner, da Kenai ab Hundesichtung nicht mehr ansprechbar ist. Das trainiere ich bisher gar nicht. Ich versuche, (fremde) Hundebegegnungen zu vermeiden.

    Bei melnem Pudel war es eher Frust. Der findet andere Hunde mega spannend. Bei manchen Rüden ist es auch mal einen auf dicke Hose machen, aber Pudel sind eigentlich keine ernsthaften unerträglichen Hunde. Vernünftig zusammen geführt kann ich den Nevio mit anderen Hunden problemlos laufen lassen und der ist nicht auf Stress aus.

    Das beschreibt Kenai auch ganz gut.


    Das Buch werde ich mir mal anschauen. Danke!

    Daraus entsteht (oft-nicht immer) ein Dilemma. Wenn der junge Hund in die Pubertät kommt, finden andere Hunde das plötzlich total blöd und der vorher super nette Hund wird nur noch blöd angemacht und dann muss er er reagieren.

    Euer Hund will andere weg haben, damit er gar nicht in den Konflikt kommt (das ist mein Kopfkino) kann natürlich auch anders sein und euer Hund ist einfach Aggro. Aber meist ist meine Assoziation der Klassiker.

    Ich weiß, dass wir ihm das beigebracht haben. Trotzdem möchte ich das Verhalten jetzt angehen. Ob er uns als Führungsperson akzeptiert, weiß ich nicht. Zuhause haben wir eigentlich keine Probleme im Zusammenleben.

    Also Aggro und Kenai kann man eigentlich wirklich nicht in einem Satz benutzen. Er hat sich letztens selbst vor einem Welpen auf den Rücken geworfen und danach hinter uns versteckt, als ihm auffiel, dass es ein böser Dackelwelpe ist. :upside_down_face:

    Bei den meisten Hundebegegnungen dreht er einfach komplett auf und hüpft, bellt, will hin und rennen. Bei wenigen auserwählten Hunden wird aggressiv gebellt. Diese erwidern das auch ausnahmslos oder fangen sogar an. Und davor stellt er sich Pudeltypisch auf, stocksteif und fixiert.

    Also wenn ich einen anderen Hund gesehen habe, habe ich den mit Start angekündigt und von da an ruhiges Schauen gemarkert. Ende Signal anfangs bevor er eskaliert ist, also konnte auch sein, bevor wir den anderen Hund passiert haben. Sollte dann im Laufe des Trainings möglichst ausgeweitet werden können. Haben es so bei einem Begegnungskurs aufgebaut und ich nutze es weiterhin ab und zu im Alltag, wenn ich merke, die Begegnung wird schwierig für ihn.

    Also sollen Start und Ende die Phase des ruhigen Schauens umfassen? Wie kann ich mir die Signale vorstellen?

    Schwierig ist es leider, dass Kenai nie ruhig guckt. Sobald ein Hund in Sicht ist, steht er stocksteif und fixiert. Je nach Hund und Entfernung geht er dann in aggressives Bellen oder fiddeln/hüpfen/fiepen über. Ich kriege ihn mit nichts (Kommando, in den Weg stellen, weggehen, Leckerlis, geile Leckerlis, Spielzeug,...) aus dem fixieren umgelenkt. Eigentlich möchte ich das nicht bestätigen.

    Edit: Achso, zum Thema Leinenführigkeit... Ja, mein Mann zieht da leider gar nicht am gleichen Strang. Der meckert nur und hat aber keine Lust etwas daran zu ändern. Und er ist leider derjenige, der viele Runden mit Kenai geht...

    Hallo in die Runde,

    ich war schon länger nicht mehr hier im Forum, habe aber immer mal mitgelesen. Jetzt brauche ich doch mal einen Rat.

    Kenai ist ein 3jähriger Großpudelrüde, der als Welpe bei uns eingezogen ist. Er ist ein ganz toller intelligenter, tollpatschiger Känguru-Kanarien-Katzen-Schoßhund :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Leider gibt es bei ihm ein paar Baustellen, die vermutlich zusammen hängen und die ich nicht in den Griff bekomme.

    Leinenführigkeit:

    Mittlerweile geht es Großteils, wenn ich ihn an der kurzen Leine habe. An der langen Leine darf er auch mal ziehen, da orientiert er sich auf Wortkommando ("Ende" der Leine) auch ganz gut um. Nur die kurze Leine ist ein Problem, vor allem, wenn andere ihn führen.

    Hier im Wohngebiet muss er leider an der kurzen Leine gehen. Da führt kein Weg dran vorbei. Bei mir klappt es einigermaßen, aber ich muss trotzdem viel korrigieren. Er muss an der Leine hinter mir laufen (hat logistische Gründe). Das habe ich mit körperlichem Blocken, verbalem Abbruch und positiver Bestätigung (Leckerlis,Lob) aufgebaut. Rein mit Futter kommt man bei Kenai leider nicht weit, da er mitmacht, solange er gerne was haben will. Dann geht er lieber seiner Wege und macht zwischendurch kurz mal wieder mit, wenn Futter wieder spannender ist. Selbst Futter, dass er total geil findet, ist nach einer Weile langweilig. Auf die körperlichen Signale reagiert er sehr gut. Daher habe ich eine Mischung aus beidem angewendet.

    Nur klappt das bei anderen so gar nicht. Schönes Beispiel: Wir waren zu viert (Mann, Hund, Kind und ich) Gassi. Mann hatte den Hund an der Leine und Kenai zieht wie wild in alle Richtungen. Ich kriege die Leine kurz mal in die Hand, als mein Mann den Haufen einsammelt. Kenai guckt durch die Gegend, sieht "Frauchen hat die Leine!" und sprintet hinter mich. Gab natürlich ganz viel Lob auch wenn ich das gar nicht erwartet hatte. Also er differenziert da ganz klar die Menschen. Auch andere Leute, die ihn mal ausführen (alle Hundeerfahren) kriegen ihn nicht unter Kontrolle. Also ich würde das gerne auch alle anderen übertragen, hänge aber irgendwie fest und weiß nicht weiter. Irgendwie verstehen andere nicht die körperliche Komponente. Die loben dann zu spät/falsch. Blocken nicht oder zu spät. Und am Ende ist der Hund verwirrt und macht was er will.

    Habt ihr Ideen? Muss ich das anders aufbauen? Alles andere, was ich bisher funktioniert habe, hat (für mich?) nicht funktioniert. Wir basteln da schon fast von Anfang an (nicht durchgängig) dran rum und meine jetzige Methode ist die erste, die Erfolge zeigt.


    Außerdem ist Kenai ein fieser Leinenpöbler. Das macht das Gassi hier im Wohngebiet und in den meisten Gassigebieten echt unentspannt. Da habe ich noch keinen richtigen Ansatzpunkt, da er auf unterschiedliche Hunde unterschiedlich reagiert. Ich denke, das haben wir am Anfang vergeigt. Er durfte anfangs immer zu allen Hunden hin, wenn es für die Besitzer in Ordnung war. Er kommt auch mit Gasthunden im Haus oder bei anderen Hunden in deren Haus schwer zur Ruhe. Egal wie gut er die Hunde kennt. Da wäre ich auch für Anstöße dankbar. Wichtiger fände ich erstmal die Leinenführigkeit.


    Abschließend möchte ich noch sagen, dass Kenai mein erster Hund ist. Meine Vorstellung von Pudeln war von alten, ruhigen Pudeln geprägt. Mein Mann wollte unbedingt einen Pudel und ist auch derjenige, der mit Hunden groß geworden ist. Ich denke, wir haben uns (und Kenai) mit so einem intelligenten Hund als Ersthund keinen Gefallen getan und einiges vergeigt. Ich versuche jetzt, dass wieder hinzubekommen und bin da für Tipps aller Art dankbar.

    Eine Hundeschule und Trainerin hatten wir bereits. Hier im Nirgendwo gibt es leider nicht so viel Auswahl.

    Wir müssen drei Stufen überwinden. Die Rampe sollte einfach und schnell an und abbaubar sein. Ggf zur Seite klappbar? Das wäre schöner als immer zwei Stege hin- und wegzuräumen. Möglichst geringes Eigengewicht, da sie auch von der Oma bedient werden soll.


    Gibt es günstig sowas? Gibt es eine gute Selbstbaumöglichkeit?

    Wenn ihr die Möglichkeit habt an der Seite an einer Wand Scharniere anzuschrauben, würde ich ein leichtes Brett mit rutschfester Auflage nehmen. Dies an der Seite mit Scharnieren befestigen und oben einen Haken ran um sie fest zu klemmen wenn sie nicht genutzt wird.

    Ich muss mir die Wand da mal angucken. In die Ziermauer daneben würde ich ungern bohren. Aber vor allem deswegen, weil sie nicht mehr sooooo stabil aussieht.

    Das wäre aber natürlich die einfachste Lösung. :)