Beiträge von Ernalie

    Das sieht ziemlich spannend aus, ich bin gerade dabei, das Video zu gucken. Allerdings stoße ich gleich am Anfang auf eine Schwierigkeit. Karla hat nicht "den" Platz, wo sie gerne liegt. Sie liegt auch nicht auf Körbchen oder Decken. Auch nicht auf Sofa oder Bett. Sie legt sich einfach irgendwo auf den Boden und pennt da..

    Wie baue ich das denn da auf?

    Ich nehme an, ihr aktiv einen Platz zuzuweisen ist nicht im Sinne dieser Methode?

    Meinen Hunden geht es genauso. Zumal sie auch immer den Platz wechseln zwischen weich/warm und hart/kühl. Ich habe das mit meiner Trainerin besprochen und sie meinte es geht nicht darum dass der Hund einen Platz hat und sich da nicht weg bewegt. Du kannst einen Platz besonders attraktiv machen wenn du weißt dass sie sich da lieber aufhält als woanders.

    Aber wichtiger ist, dass der Hund sich auf irgendwo hinlegt und entspannt wenn du die Musik an machst. Meine haben z.B. nur einen Raum zur Verfügung und da dürfen sie sich egal wohin legen. Und von da aus fange ich an zu üben.

    Okay, jetzt, wo ich das ganze Video gesehen habe, erschließt sich mir noch nicht ganz, wie ich die Musik mit der "Ignorierzeit" verknüpfe. Denn Ignorierzeit ist bei uns ohnehin total normal. Wenn wir uns um unsere Tochter kümmern oder auch wenn wir nen Film gucken oder am PC sitzen, dann wird Karla grundsätzlich ignoriert und das akzeptiert sie auch ohne Probleme.

    Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie sie das verknüpfen soll, wenn sie ohnehin 10x am Tag ignoriert wird. :ka:

    Wenn ich das richtig gelesen habe, nutzt du dafür den Relaxopet anstatt der Musik? Wie hast du das aufgebaut?

    Vielleicht denke ich aber auch zu kompliziert.

    schau mal, hier ist der Aufbau sehr schön erklärt. Vielleicht hilft es euch ja weiter.

    https://www.hey-fiffi.com/angst-bei-hund…ress-behandeln/

    Das sieht ziemlich spannend aus, ich bin gerade dabei, das Video zu gucken. Allerdings stoße ich gleich am Anfang auf eine Schwierigkeit. Karla hat nicht "den" Platz, wo sie gerne liegt. Sie liegt auch nicht auf Körbchen oder Decken. Auch nicht auf Sofa oder Bett. Sie legt sich einfach irgendwo auf den Boden und pennt da..

    Wie baue ich das denn da auf?

    Ich nehme an, ihr aktiv einen Platz zuzuweisen ist nicht im Sinne dieser Methode?

    Hab ich selbst noch nie erlebt, dass das verwechselt wird. Die meisten kennen "special needs" nichtmal. Was ich aber auch erlebe ist, dass "high need" inflationär benutzt wird. Allerdings gestehe ich den Menschen zu, dass sie das dann auch wirklich als "high need" empfinden, auch wenn Außenstehende das Kind ggf. als normal empfinden. Es ist ja vielleicht einfach auch ein Bedürfnis der Menschen, eine Bezeichnung für das zu finden, was sie erleben. Und am Ende hat die Bezeichnung "high need" ja auch keine Auswirkungen. Ist ja keine Diagnose, die ein Leben lang Bestand hat.

    War es vielleicht das erste mal, dass ihr tatsächlich weg ward und nicht „nur“ hinter der Türe? Fine merkt den Unterschied sofort, daher üben wir jetzt so, wie es real ablaufen würde - mit Wohnungstür abschließen und aus der Haustüre unten raus gehen.

    Nein, wir sind auch öfter schon wirklich raus gegangen.

    Der Unterschied heute war, dass meine Tochter dabei war. Normalerweise üben wir das alleine bleiben, wenn sie schon in der Kita ist.

    Ich habe das Gefühl, dass es auch was damit zu tun hat. Es scheint für Karla ein größeres Problem zu sein wenn sie geht, als wenn wir gehen.

    . Es war viel zu gestresst, um das anzunehmen.

    Das ist eben das, was mich heute wundert. Bisher hat sie es immer sehr gerne angenommen. Heute war sie vom ersten Moment an so gestresst, dass sie es nicht tat.


    Wichtig ist jedoch, sie ist noch klein und sollte noch gar nicht ewig alleine sein müssen. D

    Sie muss auch nicht ewig alleine bleiben. Wir üben es eben gerade. Bei meinen anderen Hunden habe ich das immer vom Welpenalter an angefangen und das hat immer gut funktioniert. Karla ist die gechillteste von allen und aber auch die einzige, wo ich befürchte, dass alleine bleiben problematisch werden könnte.

    Macht euch einen Plan B, den sollte man sowieso immer haben. Wer versorgt den Hund, wenn ihr krank seid? Noch besser, macht einen Plan B-F, dann seid ihr auf jeden Fall abgesichert. Familie/Freundeskreis, Dogsitter, HuTa...

    Wir haben ausreichend Pläne dafür, wenn spezielle Situationen eintreten. Meine Eltern nehmen sie jederzeit (die wohnen allerdings 60km weit weg). Auch haben wir einige Hundemenschen im Freundeskreis. Aber das geht ja nicht jeden Tag, wenn man das Kind zur Kita bringt. Mein Mann arbeitet dauerhaft zu Hause. Sie braucht niemals alleine bleiben, weil wir arbeiten. Aber eben doch irgendwann auch Mal für kurzes einkaufen, einen Arztbesuch, etc.

    Ernalie also ich persönlich finde den Schritt von wenigen Sekunden und 15 Minuten extrem groß. Wir haben auch mit Sekunden angefangen. Also wirklich nur Türe zu und sofort wieder auf. Und das quasi in 5 Sekunden Schritten auf eine Minute ausgeweitet. Würde jetzt mit 20-30 Sekunden Schritten weiter machen.

    Wir haben nicht von wenigen Sekunden auf 15 min gesteigert. Das waren wenige Sekunden, dann eine Minute, dann 2,3,4,5, etc.

    Ich interagiere (und auch oft nicht), ich streichle auch mal, ich trainiere

    Ich hab erst gelesen, dass du interagierst, aber nicht oft :see_no_evil_monkey: Bin da auch erst drüber gestolpert bis ich noch mal langsam gelesen habe. :nerd_face:

    😂 Ja okay. Wenn man das so versteht verstehe ich das Entsetzen.

    Natürlich interagiere ich mit dem Hund. Aber der Hund weiß eben auch, dass er auch Mal abgemeldet ist. Nichts anderes meinte ich damit.

    Ich wundere mich ein wenig drüber, warum mein Beitrag hier anscheinend für Entsetzen sorgt, flying-paws aber genau das gleiche schreibt und das anscheinend okay ist. |)

    Der Kommentar wirft auf mich das Bild, als ob du sehr wenig Kontakt (allgemein, unabhängig vom Spiel) mit dem Hund hast. Versteh ich schon, dass das auf die Hunde-Fanatiker, die wir hier sind, schon -nennen wir es mal- interessant wirkt. Du hast es, finde ich, insgesamt distanzierter ausgedrückt, als eine flying-paws.

    Wobei ich nicht denke, dass du es so gemeint hast, sondern einfach nur echt unglücklich ausgedrückt.

    Ah nein. Ich habe definitiv nicht sehr wenig Kontakt mit meinem Hund. Es gibt durchaus noch andere Wege, Kontakt mit dem Hund zu haben als nur mit Spielen. 🤔

    Ich schließe mich wohl auch an.

    Karla ist an sich ein sehr entspannter Hund. Sie rennt uns auch nicht hinterher und geht auch alleine in andere Räume. Dennoch findet sie es anscheinend richtig doof, alleine zu sein.

    Wir haben ganz kleinschrittig angefangen. Zur Verfügung hat sie nur das Schlaf, das ist ja ohnehin mit Ruhe verknüpft. Wir haben direkt als sie zu uns kam (vor einem Monat, sie ist jetzt 13 Wochen alt) angefangen Mal eine Sekunde die Tür hinter uns zu schließen und auch alleine auf Toilette zu gehen. Sie hat auch im Alltag nicht permanent Zugriff auf uns. Den Großteil des Tages läuft sie nebenher. Wir haben das ganz langsam, mit Kong, Leckmatte, etc. gesteigert bis wir auf einige Minuten kamen.

    Bisher hat sie sich zwischendurch auch immer Mal wieder abgelegt und wirkte nicht sonderlich gestresst. Hat auch ihr Futter währenddessen gegessen. Dennoch hat sie hin und wieder Mal kurz gejammert.

    Heute Morgen hat mein Mann unsere Tochter zur Kita gebracht und war 15 min lang weg. Karla hat die ganzen 15 min lang gejault. Die Leckmatte, die sie sonst liebt, hat sie nichtmal angeguckt. Ich denke, wir können jetzt bei 0 anfangen. Aber wie? Noch kleinschrittiger geht ja fast gar nicht mehr.

    Mir macht das, obwohl wir ja noch ganz am Anfang sind,.total Sorgen. Ein Hund, der nicht alleine bleiben kann (langfristig zumindest) funktioniert für unser Leben einfach nicht. Sie muss jetzt definitiv noch nicht alleine sein. Aber wir wollen ja vielleicht auch Mal mit unserer Tochter schwimmen gehen oder was auch immer, wo der Hund nicht mit kann.

    Hat jemand einen Tipp?