Wo besteht da jetzt eine Gefahr für die Gesellschaft?
Ich dachte bisher, die Definition für einen gefährlichen Hund beschreibt einen Hund, der einen Menschen oder ein Tier gebissen hat. (Da weiß ich nichts davon, dass da ein Unterschied zwischen fremden und bekannten Personen gemacht wird.) Hier wurde der Beschreibung nach! durch einen Hund (von dreien) mehrfach gebissen. Ob das so stimmt oder ob noch ein anderer Hund mit zugebissen hat und wie genau die Verletzung aussieht - ist unbekannt.
Ja, es ist eine Ausnahmesituation. Ja, es wurde der eigene Halter gebissen. Aber auch: der Halter wurde krankenhausreif gebissen.
Und ja, es kann sein, dass das ganz einfach dumm gelaufen ist und eine besch.. Stelle erwischt wurde. Aber auf der anderen Seite sehe ich hier einen Hund, der potentiell gefährlich ist.
Die Maus damals, die mich gebissen hatte, wäre glatt durch jeden Wesenstest gekommen. Die Hündin, die meinen C2 gebissen hatte, wäre jederzeit wieder ausgetickt, wenn bestimmte Faktoren zusammentreffen - mit etwas Glück hätte aber auch sie den WT bestanden. Beide ohne vorheriges üben.
Meine Jungs würden (aktuell) den WT nicht bestehen, denke ich, und das ist mit ein Grund dafür, dass ich so sehr darauf achte, dass nichts passieren kann.
Ein Hund, der gegen den eigenen Halter geht, ist keine Gefahr für andere Menschen? Ich dachte bisher immer, dass die Hemmschwelle gegenüber Fremden niedriger wäre als gegen den eigenen Menschen.
(Und ja, ich bin mir bewusst, dass es Hunde gibt, die aus Frust gegen ihren Halter gehen. Und dass es ein schmaler Grat ist. Und dass Hunde, die die nötige Schärfe für z.B. Polizeidienst haben, ja irgendwo herkommen müssen, aber nicht alle Welpen es in den Polizeidienst schaffen.)
Es ist, wie eigentlich immer, nicht einfach. Und die Meldung läßt viel Spielraum für unterschiedliche Szenarien. Vielleicht gibt es ja noch mehr Einzelheiten in den nächsten Tagen.