Limetti
Ich verstehe worauf du hinaus willst und der VDH ist sicherlich NICHT immer der Goldstandard der er vorgibt zu sein (hier wird bei einigen Rassen ja zb auch sehr deutlich zur Dissidenz geraten)
Aber (potentiell) krank + (potentiell) krank ergibt halt nicht gleich gesund. Dass Mischlinge in Summe gesünder sind ist ja auch nicht bewiesen (der komplette Straßenmix aus 20 verschiedenen Rassen ist natürlich "gesünder" als ein Standardmops, klar).
Also ich verstehe nicht ganz warum ein Doodle erstrebenswerter sein sollte wenn in deinen Augen die zwei (reinrassigen) Ausgangsrassen schon nicht gesund / überzüchtet sind.
V.a. wenn das irgend n Vermehrer ist der ohne Untersuchungen etc Hunde aufeinander lässt und denkt "ja ist doch n Mischling also gesund".
Projekten wie dem Elo oder dem Niemandsländer stehe ich durchaus sehr positiv gegenüber (außer diese utopischen Versprechungen was das Wesen angeht, das ist bei so jungen "Rassen" logischerweise noch sehr uneinheitlich).
Natürlich gehört die komplette Hundezucht überarbeitet, aber das macht andere Hunde aus anderer Herkunft nicht gleich weniger krank.
Die (offizielle) Zucht gänzlich zu verbieten würde auch blöd enden, da die Nachfrage nach (Rasse)Welpen deshalb nicht abklingen würde, ergo wird halt weiter im dunklen Kämmerlein produziert.
Spoiler anzeigen
In einer vollkommen utopischen Welt gäbe es gar keine extra produzierten Tiere die nur "zu unserer Belustigung" herhalten - klar. Das Konzept Haustier per se ist schon irgendwie abstrus wenn man nur lang genug drüber nachdenkt.
Und dieses "aber andere Rassen sind ja auch krank" ist halt das übliche Totschlagargument was einem entgegengebracht wird wenn man versucht über Bully und Co aufzuklären. Es gibt für mich schon einen deutlichen Unterschied ob ein Hund gewollt(!) behindert (Brachycephalie) zur Welt kommt oder nicht.