Beiträge von Cave Canem

    Weil zitieren im Moment nicht klappt.

    BieBoss, so ist der WT in Bayern definitiv nicht.

    Der läuft exakt so ab, wie sich viele den Hundeführerschein erträumen.

    Es geht wirklich um das Verhalten des Hundes zuhause und im Alltag.

    Also keine gestellten Angriffsszenen oder künstlich provozierte Situationen.

    Aber Verkehrstauglichkeit in geballt und wirklich alle Situationen, die draußen vorkommen können.

    Dauert ja auch einige Stunden.

    Und Freilauf (wenn gesagt wird, dass der Hund auch offline läuft) wird natürlich auch getestet und das Ergebnis im Gutachten eingetragen.

    Bei Nichtbestehen gibt es Auflagen (Leinen- und/oder Maulkorbpflicht).

    Über den ganzen Test gibt es dann ein seitenlanges Gutachten, wo alle Situationen mit Ergebnis aufgelistet sind.

    Der WT kostet Geld, muss von einem vereidigten Gutachter/in abgenommen werden und ist halt hier in Bayern mit Kat.II Hunden Pflicht.

    Dafür habe ich die offizielle Bestätigung, dass mein Hund als absolut alltagstauglich geprüft wurde und allen Situationen gewachsen ist.

    Genau das, was eigentlich jedes Hund-Haltergespann leisten können sollte!

    Na ja - die andere Seite der Medaille ist, dass genau diese Cane-Corso-Normalhundehalter vor einem Missbrauch dieser Rasse durch Vollhonks geschützt werden.

    Und warum nicht dann auch Rassen der gleichen FCI Sektion wie Riesenschnauzer, Bullmastiff, Boxer, Deutsche Dogge, Bordeauxdogge usw.?

    Bullmastiff, Bordeauxdogge, Presa Canario, Dogo Argentino, Rottweiler, Fila, Mastiff, stehen in Bayern auch auf Liste Kat.II, müssen also auch WT absolvieren.

    Sind somit auch als potentiell gefährliche Hunde eingestuft.

    Der RR war mal auf der Liste, wurde aber runter genommen.

    Trotzdem taucht der Schnauzer nirgendwo als potentiell gefährlicher auf!

    Es tauchen doch alle Rassen mindestens irgendwo in einer Beißstatistik auf. Irgendwelche Exoten evtl. mal ausgenommen.

    Nein, ich meinte auf einer Rasseliste.

    Der Riesenschnauzer hat auch sehr viel Schutztrieb und wird durchaus auch ungemütlich.

    Aber er zieht halt kein Klientel an, der ihn halten will, um's Ego aufzupolieren.

    Ich habe eine Rasse, die in einigen BL auf der Liste steht, aber in keiner einzigen Beissstatistik auftaucht.

    Warum wird sie als potentiell gefährlicher als andere Rassen eingestuft?

    Eine mögliche Erklärung ist, dass dieser Hundetyp den in der Beißstatistik gesondert aufgeführten Hunderassen dermaßen ähnlich ist, dass ohne besondere Auflagen ein bestimmtes Klientel auf diese Rasse ausweichen würde - mit den gleichen Folgen unsachgemäßer Haltung und Erziehung, wie bei den anderen Rassen.

    Tja, in den falschen Händen hätte der CC durchaus Potential, das stimmt.

    Aber ihn deshalb prophylaktisch als potentiell gefährlicher einzustufen finde ich schon sehr ungerecht, weil damit auch alle "Normalhundehalter", die diese Rasse lieben, vorverurteilt werden.

    Danke, habe ich nicht gründlich genug gelesen.

    Das rechtfertigt meiner Meinung nach keine Aufnahme in eine Liste.

    Aber die Begründung, warum sie z.B. in Bayern drauf steht, ist eh nicht ernst zu nehmen:

    Die Bevölkerung ist an den Anblick solcher Hunde nicht gewohnt!

    Muss ich nicht verstehen, zwei WT bestanden, also wird sie jetzt wie ein "normaler" Hund behandelt.

    Trotzdem taucht der Schnauzer nirgendwo als potentiell gefährlicher auf!