Beiträge von Cave Canem

    Vielen Dank, schöne und interessante Geschichten.

    Unser erster Hund war auch ein Ups-Wurf bei Freunden und wir wollten auch nur mal schauen gehen.

    Vater war ein blonder Labrador, Mutter ein mittelgroßer, heller und lustiger Mischling.

    Wir konnten natürlich nicht widerstehen und haben den einzigen gestromten Rüden ausgesucht.

    Tja, aus Diego wurde ein 40kg Hund, der temperamentvoll, arbeitswillig und die ersten Jahre echt anstrengend war.

    Von seinen Eltern hatte er definitiv nicht viel geerbt!

    Aber er war verträglich, gutmütig, witzig und für jeden Spaß zu haben!

    Er war so toll und wir mussten ihn letztes Jahr mit 13 Jahren gehen lassen. Ich denke jeden Tag an ihn und vermisse ihn unendlich!

    Da ich immer schon einen Molosser wollte, habe ich mich ein paar Jahre nach Diegos Einzug mit CC und Bullmastiff Züchtern in Verbindung gesetzt.

    Von der Rassebeschreibung und Optik genau mein Beuteschema.

    Naja, bevor ich mich für einen Züchter entscheiden konnte, wurde bei meiner Hundetrainerin eine vier Monate alte CC Hündin abgegeben, da der Ersthund massiv Stress gemacht hatte.

    Da sie wußte, dass ich auf der Suche war, hat sie mich kontaktiert. Wir wollten nur mal schauen gehen.....

    Also wir wußten definitiv beim Frühstück noch nicht, dass wir zum Abendessen einen CC im Haus haben würden.

    Dieser Hund musste einfach zu uns, es sollte so sein!

    Wilma hat meine Erwartungen und Vorstellungen übertroffen!

    Ich will danach keinen Hund mehr, weil ich so etwas niemals wieder bekommen werde!

    Immer wenn ich Hunde mit ihren Halter*innen treffe, frage ich mich, warum sie ausgerechnet diesen Hund gewählt haben.

    Ganz besonders interessiert mich natürlich, warum es ausgerechnet diese oder jene Rasse geworden ist.

    Und bei Mischlingen, warum ausgerechnet die Wahl auf diesen speziellen Hund gefallen ist.

    Wenn ihr Lust habt, schreibt doch bitte, warum ihr euch für euere Rasse oder diesen bestimmten Hund entschieden habt.

    Und ob er auch euere Vorstellungen und Erwartungen erfüllt hat, oder ob alles ganz anders gekommen ist.

    Hoffentlich gibt es dieses Thema nicht schon.

    Vielen Dank an alle, die meine Neugierde befriedigen.

    Hat deine Mutter schon einen Pflegegrad?

    Wenn nicht, beantrage eine Begutachtung bei der Krankenkasse.

    Dann gibt es Pflegegeld und du kannst einiges bzgl. deiner Mutter outsourcen.

    Das würde dir viel Stress und Arbeit abnehmen und du könntest auch mal wieder schöne Sachen mit deiner Mutter und evtl. den Hunden machen.

    Du musst auch an dich denken und dir Hilfe suchen, wo es geht.

    Ich habe diesen Tipp wegen meiner dementen Mutter von meinem Hausarzt bekommen und das hat mir sehr geholfen.

    Selbstoptimierung

    Ohne das geht es ja scheinbar eh nicht mehr.

    Bei der Ernährung, Work-Life- Balance, Sport, etc.

    Überall soll man sich selbst optimieren und verbessern.

    Genauso in der HH.

    Die Ansprüche und der Druck sind enorm gestiegen, seit die Hundedichte so groß ist und der Optimierungszwang alle Bereiche erfasst hat.

    Viele können und wollen es sich schlichtweg nicht mehr leisten, Fehler zu machen, oder sich einzugestehen, dass irgend etwas nicht so läuft, wie sie es sich vorgestellt haben.

    Dass dabei aber noch ein Lebewesen involviert ist, das sich eben nicht so optimieren lassen kann oder will, wird dabei oft vergessen.

    Die Anforderungen an den Hund sind massiv gestiegen. Der Hund muss überall funktionieren und soll möglichst nicht auffallen.

    Das erhöht den Druck auf den HH und schon ist man in einer Spirale aus Unzufriedenheit und Optimierungszwang.

    Und das verändert natürlich auch die Haltung, die man in der Hundeerziehung an den Tag legt.

    Schön, wenn es da gelingt etwas locker zu bleiben und eine "Leck mich am Ar..."- Haltung zu behalten.

    Ich gebe zu, mir fällt das nicht leicht!

    Ich kenne das Gefühl, bei "solchen" Rassen alles perfekt machen zu wollen und jegliche vermeintliche "Aggressivität" im Keim ersticken zu wollen.

    Dein Welpe ist 12 Wochen alt und vielleicht knabberaffiner als andere Welpen.

    Ich würde auch das Programm massiv runterfahren und dem Hund Ruhe, Ruhe und noch einmal Ruhe beibringen.

    Arbeiten tun die meisten Rottis eh mit Leidenschaft, da ist es schnell zu viel

    des Guten.

    Also Entspannung reinbringen, klare Signale, bewußte Spielsequenzen und konsequent Ruhe einfordern.

    Unser Rüde wollte nie getragen werden, war bei 40kg irgendwann auch nicht mehr möglich.

    Wilma, obwohl 43 kg, würde liebend gerne Trage- oder Schoßhund sein!

    Viel Spaß mit deinem Welpen!

    OT: Als unsere Wilma mit vier Monaten meinte, mich verteidigen zu müssen, habe ich auch kurz Panik geschoben, weil ich dachte, dass ich ihren Wach- und Schutztrieb nicht in den Griff bekommen würde.

    Aber sie geht nur ihren Rasse- und Zuchteigenschaften nach, also lag es an mir, das in von mir gewünschte Bahnen zu lenken.

    Es gibt aber durchaus auch verschiedene Vorstellungen und Herangehensweisen an die Hundehaltung.

    Es gibt Menschen, die holen sich bewußt einen schwierigen Hund aus dem Tierschutz. Dann sind die Erwartungen so, dass es klar ist, dass eine lange Zeit oder vlcht. das ganze Hundeleben gearbeitet werden muss.

    Dann stimmt die Haltung und die Einstellung, jeder kleine Fortschritt wird gefeiert, Rückschläge nicht tragisch genommen und weiter geh's!

    Dann gibt es dir HH, die einen unkomplizierten Begleiter wollen und diesen sorgfältig auswählen. Die dann gestresst bis überfordert sind, wenn sich diverse Baustellen entwickeln oder herausstellen.

    Die müssen ihre Haltung überdenken und mehr an sich arbeiten, bis sie mit dem Hund dahin kommen, wie sie es sich vorgestellt und erwartet haben.

    Manchmal gelingt das gar nicht, dann muss die eigene Vorstellung und Haltung zum Hund komplett neu definiert werden.

    Es prallen einfach zwei Lebewesen aufeinander und es ist sowieso erstaunlich, dass es so oft funktioniert.

    Deshalb ist auch nicht immer das Ende der Leine schuld, wenn es halt nicht so harmoniert und der Hund "schwierig" bleibt.

    Aber auch die Akzeptanz ist eine Haltung, die nicht jeder hat oder so ohne weiteres lernen kann.

    Ich denke mir bei vielen Hunden, die ich kenne, ob ich mit ihnen leben können würde oder wollte.

    Und stelle immer wieder fest, wie hohe Ansprüche ich habe.

    Weil der Hund ist jeden Tag da und braucht jeden Tag adäquate Bewegung und Beschäftigung. Er soll bei mir in den Alltag passen und ich will gerne mit ihm unterwegs sein.

    Es ist mein Hobby und da will ich mich nicht "ärgern".

    Wieviel Einschränkungen wäre ich also bereit zu akzeptieren?

    Und wenn es eben nicht so laufen würde, wie ich es gerne hätte, hätte ich wahrscheinlich große Schwierigkeiten meinem Hund gegenüber jeden Tag die richtige Haltung zu haben.

    Und da jeder Hund Klarheit braucht, sollte man jeden Tag gleich konsequent und klar sein. Das verlangt uns Menschen schon viel ab.

    Ich bewundere alle HH, die sich jeden Tag mit ihren "schwierigen" Hunden auseinandersetzen und Situationen so akzeptieren können, wie sie einfach sind.

    Und die Fähigkeit der radikalen Akzeptanz ist ja ein großes Thema in der Psychologie und eben nicht so einfach.

    Nicht nur bei der Hundehaltung.

    Ein ganz wesentlicher Punkt ist auch, was für Erwartungen habe ich an meinen Hund und was soll (muss) er leisten.

    Das beeinflußt das eigene Verhalten und die Einstellung natürlich auch.

    Diego war der perfekte Hund, nur sein Leinenpöbeln bei manchen Hunden hat mich gestresst.

    Das hat nie länger als ein paar Sekunden angehalten und ansonsten gab es nicht eine Baustelle oder Probleme.

    Da ein bisschen mehr Lässigkeit rein zu bringen ist mir auch in 13 Jahren nicht gelungen.

    Ich wollte ihn halt auch in dieser Beziehung "perfekt" haben.

    Jammern auf hohem Niveau, aber es war halt mein Wunsch und Diego hat meine Unsicherheit gnadenlos ausgenützt.

    Bei Wilma habe ich natürlich auch hohe Ansprüche: sie ist ein Listenhund und ich will (und darf) nicht unangenehm auffallen.

    Sie ist sogar noch perfekter!

    Da habe ich gar keine Baustelle und dementsprechend entspannt bin ich unterwegs.

    Sie achtet auf mich und findet mich souverän und klar agierend.