Beiträge von StinaEinzelstueck

    Nur zur kurzen Erklärung:

    Ich hatte mich mit 26 für Kinder entschieden - mein damaliger Partner und ich haben zwei Jahre gewartet, dann Kinderwunschklinik - das volle Programm, endlich nach einigen Versuchen schwanger mit Zwillingen, Fehlgeburt, Depression … da habe ich dann erstmal gestoppt.

    Mit 30 bin ich dann ohne medizinische Unterstützung von diesem Partner sehr unerwartet doch noch schwanger geworden - mein erstes Kind nach 5 Jahren unerfüllten Kinderwunsch.

    Leider war die Beziehung aber eigentlich schon lange nicht mehr glücklich, trotzdem haben wir noch ein paar Jahre versucht als Familie gut zu leben - bis ich nicht mehr konnte und ausgebrochen bin - mit Ende 30.

    An weitere Kinder habe ich in diesem Alter nicht mehr gedacht (obwohl ich ursprünglich immer gerne eine große Familie wollte), war froh immerhin ein Kind zu haben.

    Dann habe ich meinen heutigen Mann wieder getroffen (wir kannten uns aus unserer Jugend) - wir hatten das Glück, trotz unseres Alters völlig problemlos schwanger zu werden und ich hatte absolut unkomplizierte Schwangerschaften.

    Ich kenne leider auch die nicht so schöne Seite des Kinderwunsches und die Verzweiflung, welche teilweise damit verbunden ist.

    Bitte seid mir nicht böse - aber dieser Mythos vom zu alt ist wirklich überholt.

    Es ist völlig okay, dass ein Paar für sich selber keine Kinder mehr möchte und sich vielleicht auch „zu alt“ fühlt … aber dies ist einfach nicht allgemein gültig und Frauen gegenüber, die eher später Kinder bekommen auch nicht fair - diese müssen sich immer rechtfertigen und mit Vorurteilen leben.

    Ich komme z.B. aus einer Familie, in welcher es schon seit Generationen späte Kinder gab:

    Meine Großmutter hatte 6 Kinder - davon 3 mit über 40 (beim Letzten war sie 46).

    Meine Mutter hat 3 Kinder - davon eines spät mit 42.

    Ich habe 4 Kinder - davon 3 spät (40, 41 und 43).

    Sind wir jetzt zu alt gewesen?

    Was bedeutet das dann?

    Sind wir deshalb schlechtere Mütter/ Eltern?

    Ich freue mich wirklich für jeden, bei der das Leben so glatt läuft, dass sie auch im „optimalen“ (nach gesellschaftlichen Normen) Alter Kinder bekommen - aber es gibt so viele gute späte Eltern … es ist nicht fair, sie auf zu alt zu reduzieren.

    Ich habe es tatsächlich in der Steigerung 😂

    Kind 1 - absolutes Anfängerkind, ruhig, entspannt, … selbst heute mit 16 ist er sehr umgänglich und „brav“ - aber er ist eher faul und schlängelt sich so durch - er wird wohl nie Berge versetzen 😂

    Kind 2 - sehr selbstständig und mit klarem eigenen Kopf … schon von Baby an, heute ist sie unglaublich beliebt und sozial - Zuhause kann sie schon mal richtig ausrasten, sie macht Ihren Weg

    Kind 3 - braucht sehr viel Nähe und Zuwendung, Emotional sehr wechselhaft, sehr sensibel, aber sehr ehrgeizig und sehr Clever … ein Kind, das viel Rückhalt braucht und hoch hinaus will

    Kind 4 - sie ist so stur und dickköpfig, dass es sowohl uns wie auch die Erzieherinnen manchmal sprachlos macht und an unsere Grenzen bringt. Aber sie ist auch eine absolute Zuckerschnute 😍

    😂 … jetzt weiß ich endlich, weshalb ich meine Kinder gar nicht so anstrengend finde im Vergleich zu dem was andere Mamas immer erzählen.

    Melone wird bei mir in 10 Minuten in Stücke geschnitten und nicht eine Stunde geschnitzt, Kuchen ist Marmorkuchen, Apfelkuchen oder höchstens mal eine Sachertorte … aber kein aufwendig dekorierter Motivkuchen …

    Irgendwie machen diese gefotoshopten Instagram-Bildern vielen Familien das Leben schwer.

    Ich wünsche mir für meine Kinder, das sie später nicht irgendwelchen künstlichen Vorbildern nacheifern; also versuche ich es auch immer zu hinterfragen.

    Bitte nicht angegriffen fühlen - ich meine niemanden hier … aber weniger Stress kann teilweise auch durch weniger Streben nach Perfektion erreicht werden.

    Natürlich gibt es aber auch einfach sehr anstrengende Momente im Familienleben und sicher auch sehr unterschiedliche Kinder - meine sind auch nicht super pflegeleicht; aber genau deshalb musste ich lernen nicht auch noch mehr Stress zu haben, weil ich mir (oder anderen) unbedingt noch beweisen muss wie klasse ich das alles mache.

    Beispiel:

    Beim ersten Kind habe ich fürs Kindergartenfest noch Laugengebäck selber gebacken - Teig, Lauge, ….

    Beim zweiten habe ich schon etwas weniger aufwendiges gebacken - Muffins.

    Beim Dritten gab es Laugengebäck aus dem TK aufgebacken.

    Beim Vierten die 10 Minuten Melone.

    Ich würde sehr gerne die letzte Zeit vor dem Einzug des Welpen nutzen, um etwas Spielzeug selber herzustellen.

    Dachte an Zergel aus Jerseyresten, Schnüffelteppich, …

    Gab es hier nicht schon ein Thread zu diesem Thema? Ich finde ihn leider gerade nicht wieder - kann mir jemand helfen?

    Natürlich freue ich mich auch sehr über Links zu guten Anleitungen und über Erfahrungsberichte von Euch.

    Schwierig 😥 … wir hatten mit Geburt des zweiten Kindes auch das Problem, dass die Wohnung deutlich zu klein und zu eng wurde.

    Haben dann ein Haus gekauft, welches wir in ca. 10 Monaten renoviert haben … die Zeit war sehr anstrengend und belastend - habe teilweise mit Kind im Tragetuch Steine geschleppt, Wände gestrichen, neue Stromkabel verlegt, …

    Heute nach Kind Nummer 4 ist unser Haus leider wieder zu klein und wir sind seit ungefähr einem Jahr wieder auf der Suche … aber es gestalten sich sehr schwer was groß genuges und bezahlbares zu finden … wir werden wenn, wohl wieder sehr viel in Eigenleistung machen müssen.