Beiträge von StinaEinzelstueck

    Das Problem ist für mich inzwischen der Begriff: „Anfängerhund“, „Anfängerrasse“.

    Er suggeriert, es handle sich um Rassen, welche problemlos erziehbar seien und auch ohne fundierte Basisarbeit zu tollen Hunden werden und es ignoriert häufig auch bei weicheren Rassen die Genetik (in diesem Fall eben die Hütehund-Herkunft).

    Eine frühere Nachbarin von uns hat sich beim ersten Hund für den häufig empfohlenen Labrador entschieden - ein wunderschöner Rüde aus ordentlicher Zucht.

    Sie hat die ersten 1,5 Jahre geflucht, geschimpft und es durchaus auch bereut.

    Der Hund zeigte einfach typisches Verhalten - wollte zu jedem hin, war distanzlos, groß und schwer, … sie hat hart mit Trainer gearbeitet und heute einen tollen Labrador, der fast immer und überall frei läuft.

    Aber auch dieser Anfängerhund war eben nicht so easy going wie zuerst angenommen.

    Wir haben als ersten Hund einen Bearded Collie - augenblicklich mitten in der Pupertät (14 Monate alt).

    Er bringt vieles mit, was wir gehofft haben - ein toller Hund und verzeiht uns viele Fehler.

    Aber er ist momentan in der Hundeschule die Pest - die ersten 8 Monate war er der Klassenprimus und dann kamen die Hormone. 🫣

    Er ist von jedem kleinen Reiz abgelenkt, hat die Nase ständig am Boden, fiept, … und zusätzlich findet er Wiederholungen einfach überflüssig - wenn er etwas zweimal gemacht hat ist für ihn Schluss.

    Bei uns klappt vieles super bei entspannter Gassirunde, aber in Gegenwart von anderen Hunden ist er nur sehr schwer ansprechbar.

    Ja, wir haben auf den WtP vom Hüter gehofft und dabei die Reizoffenheit nicht mitbedacht.

    Ja, wir hatten gelesen, dass sie eher nicht schussfest sind und auch häufig ängstlich reagieren - wir mussten dann aber trotzdem erst lernen damit sinnvoll umzugehen … ihn nicht überfordern, aber die Ängste auch nicht zu verfestigen.

    Wir haben gewusst, dass sie gerne Ihre Familie zusammen halten - was das dann aber konkret bedeutet war uns so nicht bewusst - und deshalb übe ich und die Kinder inzwischen mehrmals in der Woche: wir gehen gemeinsam los und trennen uns dann - er muss dabei einfach neben mir sitzen oder liegen und es aushalten, das die Kinder gehen.

    Klingt nach wenig, ist aber für ihn wirklich schwer.

    Du bist keine Anfängerin, du weißt um die Genetik, du weißt das Hunde Erziehung brauchen, du weißt dass die Pupertät auch beim liebsten Hund mal richtig doof sein kann, du weißt das Hunde gerne auch mal was fürs Köpfchen haben und nicht nur Strecke laufen, …

    Deshalb habe ich keine Zweifel, dass du mit einem Collie glücklich wirst.

    Ich hatte übrigens gerade ein völlig faszinierendes AHA-Erlebnis:

    Mein Erbsenhirn ist plötzlich total glücklich und arbeitswillig, wenn wir kleine Parcours üben: über Hindernisse, um Hütchen und Stangen, … er ist mit voller Begeisterung und tatsächlich fast schon konzentriert dabei - könnt IhrEuch vorstellen, was das Christkind bringt? 😇

    Ich habe hier jetzt wirklich sehr viele Seiten gelesen … aber eine wirkliche Antwort nicht gefunden. Also bitte entschuldigt, wenn es doch schon oft geschrieben wurde.

    Bearded Collie, ein Jahr alt, neigt momentan furchtbar zum verfilzen … ich habe wirklich ständig ein schlechtes Gewissen, weil er ungepflegt wirkt, obwohl wir wirklich dran bleiben.

    Das Problem ist, er kann ja nicht nass gebürstet werden … ist aber häufig nach den Spaziergängen nass und es wäre auch sinnvoll ihn regelmäßig zu duschen … aber es dauert doch recht lange, bis er wieder trocken ist.

    Also wollen wir uns einen Blower gönnen.

    Dieser sollte nicht zu laut sein - Gandalf ist leider recht Geräuschempfindlich.

    Kein zu kurzer Schlauch, da er doch sehr groß ist und ich gerne auf dem Pflegetisch arbeite.

    Trotzdem ordentlich Leistung und wenn möglich unter 200 Euro.

    Welchen würdet Ihr mir empfehlen?

    Fellpflege:

    Kann ich durchaus verstehen - bei den Hunden mit zweitägigen Fell - Unterwolle und harsches Überfell ist angeblich die Fellpflege beim erwachsenen Hund nicht extrem aufwendig … ca. alle zwei Wochen richtig durchbürsten.

    Unser Beardie hat noch Teeniefell und das neigt zugegeben zum verfilzten - wir müssen alle zwei Tage bürsten - ich hoffe also noch auf besseres Fell (die Züchterin meint so mit zwei Jahren wäre es dann richtig gut).

    Dafür haart er gar nicht - und wie toll das ist, merke ich gerade wieder.

    Seit zwei Wochen lebt noch eine Katze hier und plötzlich sind überall kurze Haare - auch nervig.

    Irgendwie würde in meiner Wahrnehmung ein solcher Hund einfach gut passen - auch so wie ich Dich hier bisher gelesen habe.

    Der Plan ist grundsätzlich schon, dass wir beide uns um den Hund kümmern und nicht nur meine Frau, wenn sie dann in Mutterschutz und Elternzeit ist. Heißt, dass z. B. bei den erwähnten Spaziergängen schon meistens einer den Kinderwagen und einer den Hund nehmen kann. Natürlich kann und wird es vorkommen, dass das nicht immer klappt.

    Unser erster Hund zog ein, als die Jüngste 4 Jahre alt war.

    Ein Bearded Collie Welpe - wir wollten auch keinen ganz kleinen Hund.

    Jetzt ist er 1 Jahr alt, mitten in der Pubertät, wiegt ca. 22 kg auf ungefähr 55 cm Höhe.

    Wir hatten uns auch vorgestellt, gemeinsam als Familie einen Großteil der Spaziergänge/ Wanderungen zu machen.

    Das ist aber in Wirklichkeit fast immer anders - erzählen auch alle, mit denen ich darüber gesprochen habe.

    Meist findet auf den Spaziergängen eben auch Training und Erziehung statt … das ist deutlich angenehmer, wenn ich nebenbei nicht auch noch auf die Kinder achten muss oder von einem Gespräch abgelenkt werde - also hier haben mein Mann und ich festgestellt: jeder von uns geht sehr gerne einfach in Ruhe alleine mit dem Hund.

    Es ist nicht wie ursprünglich geplant, aber auch sehr wertvoll, da so jeder mal ein bisschen Auszeit hat (wir haben 4 Kinder).

    Wegen der Größe vom Hund:

    Manchmal wäre etwas kleiner und zierlicher schön.

    Unsere beiden Mittleren (7 und 9 Jahre) können unseren Jungen, stürmischen Hund einfach nicht halten - es wäre aber schön, wenn dies manchmal klappen würde (natürlich trotzdem in Begleitung).

    Einige Freunde/ Freundinnen haben leider Angst vor Hunden … das wäre sicher einfacher zu managen, wenn hier nicht so ein großer, quirliger Quatschkopf zuhause wäre.

    Uns ist es wichtig, dass die Kinder auch die Möglichkeit haben, sich immer mal wieder am Nachmittag mit anderen Kindern draußen zu treffen, ohne dass irgendwelche Eltern involviert sind.

    Das geht hier sehr gut, da wir in einem ruhigen, kleinstädtischen Wohngebiet leben (ohne Kinder wäre ich viel mehr aufs Land und in die Einsamkeit gezogen).

    Kleines Mädchen (5 Jahre): 3 mal bis 16.30 Uhr Kindergarten, einmal Handballtraining

    Die Handballabteilung in unserem Sportverein macht eine wirklich tolle Kinderarbeit - Minigruppe ab 4 Jahre, spielerisches Heranführen an Ball, Spiel, Mannschaft, Motorik, kleine „Wettbewerbe“ (ohne Sieger, aber schon mit Spieltagen mit anderen Vereinen und gemeinsamen Parcours).

    Ich selber bin keine Ballsportlerin, aber mir gefällt es, dass die Kinder sich früh in einer Mannschaftssportart ausprobieren, da ich das sehr sinnvoll finde.

    Kleiner Junge (7 Jahre): 1 mal Tennis (er würde gerne mindestens 2 mal … da sind wir gerade am überlegen, ist auch eine finanzielle Frage), einmal Handball - er ist ein begeisterterer Sportler und würde gerne soooo viel ausprobieren, hat auch wirklich viel sportliches Talent, er würde wohl gerne auf freie Nachmittage verzichten für Training … momentan stoppen wir noch, aber da kommt sicher mit zunehmendem Alter noch einiges dazu.

    Großes Mädchen (9 Jahre): 1 mal Mittagschule, 1 mal Reiten, 2 mal Handball, vor einiger Zeit noch 1 mal Turnen - das hat sie aufgegeben, da sie lieber mehr Zeit für Handball wollte … sie wäre ohne Zeit für Freunde und einfach draußen sein absolut unglücklich.

    Hast du den Clicker immer versteckt, so dass der Hund das Geräusch gar nicht zuordnen kann? Ist oft kontraproduktiv. Der Hund muss die Chance erhalten, die Geräuschquelle abzuchecken und als harmlos einstufen zu können.

    Ja, ich hatte ihn in der Hosentasche.

    Inzwischen ist mir auch aufgegangen, dass dies wohl eher doof war - würde in Zukunft tatsächlich erst zeigen und beschnüffeln lassen … war zuwenig überlegt.

    Ist manchmal echt doof, als Anfänger hauptsächlich aus der Literatur zu arbeiten. 🙁

    Den Clicker wollte ich, da er nur bei mir sein kann.

    Wenn ich ein Markerwort nutze, dann besteht hier das Risiko, dass die Kinder es auch probieren und deshalb entwerten … das Problem habe ich auch beim klaren Abbruch; „Tabu“ hatte klasse geklappt und jetzt kämpfe ich immer, dass die Kinder es nicht inflationär nutzen.

    Geräuschempfindlich:

    Ja, leider ist er dies sehr extrem - wurde an anderer Stelle auch schon durchdiskutiert.

    Er ist ein Bearded Collie, da ist es nicht unüblich … aber eigentlich war es in letzter Zeit sehr gut.

    Sogar Gewitter und Feuerwerk konnte er ohne Panik im Urlaub aushalten - unsicher und ängstlich ja, aber immer gut ansprechbar und auf uns Menschen konzentriert.

    Nachdem er so deutlich reagiert hat, bin ich wirklich unsicher ob Softclicker was bringt? … der vorhandene Clicker ist aber tatsächlich recht laut.