Beiträge von pinkelpirscher

    Ariodante

    Das versteh wiederum ich.

    Dass man's dann überzeichnet.

    Denn zu sagen: gibt es nicht, macht umgekehrt kopfschütteln.

    Spezialist ist mir persönlich mittlerweile ja das neue reizoffen. Sind wirklich so viele Hunde Spezialisten und sonst nix?

    Ich erlebe das tatsächlich anders. Also sehr wohl in die Richtung, dass man bestimmte Verhaltensweisen durch die ursprüngliche Verwendung des Hundes ableiten kann, ja. Aber dass er nicht nur das allein ist. Und eine Vielzahl von Hunden/Rassen ja auch - offensichtlich - relativ normal im Alltag mitleben können. Mit Abstrichen da oder dort vielleicht.

    Aber der Bogen zu Französischen Bulldoggen und Co etwa erschließt sich mir auch nicht. Das war ja der Aufhänger.

    Denn zb artgenossenkompatibel sind auch die kurznasigsten Bullrassen nicht immer, oder super einfach erziehbar oder so.

    Also im Sinne von: wenn man sowas möchte, hat ja auch der Bullykäufer eigentlich keine Wahl, denn es gibt ja nix passendes.

    Es gibt halt keinen Ersatz zu Kurzköpfen und Nichtnasen, also die Optik, aber ohne Probleme. Auswahl in Sachen halbwegs moderater, umweltkompatibler Rassen jedoch sehr wohl.

    @Cindychill

    Wo genau liest Du das alles?

    Ich hab das ehrlich gesagt ähnlich gelesen.

    Dass man ein Depp ist, wenn man "einfach nur" einen Hund will? Und dass es keine kurzhaarigen, mittelgroßen Rassen gibt, die man auch ohne 300 Jahren Erfahrung und Hundesport halten kann, weil sie so super speziell sind?

    Echt?

    Ich kann mich täuschen, aber auch hier im Forum sind ja nicht ausschließlich Hundegurus unterwegs und eigentlich haben - oder wollen viele hier einen Mitlaufhund und Alltagsbegleiter.

    Ist halt nicht jeder Alltag gleich. Meine Mitlauffamilienhunde passen vielleicht nicht jedem und umgekehrt würd mich der Familienhund von nebenan fürchterlich nerven.

    Was ein "einfacher" Hund ist, hängt auch vom Menschen und seinem Umfeld ab, aber es gibt nicht soooo wenige Hunderassen/Typen die recht einfach sein können.

    Menschenbezogen, oft Radius recht nah beim Menschen, von Größe und Gewicht her gut zu händeln, wachsam oder auch nicht, aber alles ohne allzu arge Schärfe. Artgenossenkompatibel. Ein Nervenkostüm, das Stadt und Land und modernes Leben packt.

    Nicht jagen bei einem, wenn auch domestizierten, Raubtier ist per se ein Wunsch, der hm...am Hund als solchen ja doch ein bissl vorbei geht. Manches Jagdverhalten merkt man halt nicht. Oder es ist überschaubar. Selbst im FCI Begleithundebereich kann Dir immer mal wieder einer doch abhauen und jagdlich motivierter sein, als man meinen würde. Aber bei manchen Typen ist halt die Wahrscheinlichkeit höher, dass es eh im Rahmen bleibt (Den auch wieder jeder bissl anders definiert)

    Oh, es gibt keinen perfekten, mittelgroßen, anspruchslosen Hund, der eigentlich weder Fellpflege noch Training noch sonstwas braucht und keinerlei Veranlagungen hat, außer mit seinem Mensch mitzulatschen. Das schockiert mich jetzt aber schon.

    Klingt zwar ironisch, aber...

    08/15 Labrador oder ein Whippet würde doch gehen? Oder zählen die nicht als mittelgroß? :denker:

    Beim Whippet gibts die Tendenz in manchen Linien zu dröge dahin latschen und schlimmer noch: nicht laufen.

    Also anspruchslos und langweilig. Aber die Exenplare sind der Negativauswuchs.

    Hitzetoleranz ohne den Faktor Luftfeuchtigkeit zu diskutieren is insgesamt wenig zielführend.

    Zum Arbeitseinsatz: ich hab ne Vertreterin einer Rasse, der hohe Hitzetoleranz nachgesagt wird und aktuell kann ich das durchaus bestätigen. Sie ist bei Hitze länger und mehr aktiv bei weniger sichtlicher Anstrengung, als die anderen beiden.

    Allerdings: gejagt wird im Ursprungsland dann, wenn die Beute aktiv ist - und das sind nicht die Hitzestunden des Tages, sondern morgens und abends.

    Bei den anderen beiden, die beide der selben, aber einer anderen Rasse angehören, ist es unterschiedlich. Die helle friert weniger und verträgt auch mehr Hitze als die schwarze Hündin, wobei in Sachen Hitze über den Sommer bisher eine Anpassung stattfand.

    Sportveranstaltungen finden durchaus auch bis etwa 30 Grad noch statt, es gibt keine klar definierte Grenze.

    Wir sprechen hier von 2-3x (mit mindestens 20min Pause) max 25 Sekunden Höchstbelastung.

    Nach einem Sprint haben die schnellen Rassen mit der Sprintermuskulatur grundsätzlich erhöhte Körpertemperatur und eine veränderte Stoffwechsellage. Problematisch wird es bei schlecht trainierten Hunden und: bei hoher Luftfeuchtigkeit.

    Schwüles Wetter ist wesentlich riskanter, als trockene Hitze, dass die Hunde Rhabdomyolyse entwickeln und andere Muskel- und Hitzeprobleme.

    persica

    Ja, klar unterscheiden die sich alle optisch etwas. Immerhin sind es eigenständige Rassen.

    Ich behaupte ketzerisch: aber nicht genug, dass man das so eng sehen muss. Es ist trotzdem eine relativ ähnliche Suppe, aus der sie gekocht sind.

    Ich hatte ja eine Weile einen Bodeguero Andaluz. Super netter, unkomplizierter, sehr cleverer Allroundhund.

    Ist auch nicht FCI anerkannt. Aber Terrier in der Art gibt es ja mehrere. Japanische, Brasilianische.

    Manchester Terrier.

    und das sind dann pflegeleichte Familienhunde ohne viel Jagdtrieb? Und ich dachte immer, den Terrier macht das "kernige" aus, auch eine gewisse Unverträglichkeit mit seinesgleichen, den Hang zum eigenen Denken und Handeln.

    Sind Bulldoggen und Möpse noch im Hunde/Tierkampf und Bullenbeißen aktiv?

    Sind Yorkshire Terrier noch kernig unverträglich?

    Gibt es überhaupt den One size fits all Familienbegleithund?


    Was mir spontan auch noch einfiele, obgleich wie der österreichische Pinscher, nicht ganz kurzhaarig: der Cesky strakaty pes.

    Bodeguero

    Wird halt in Deutschland nicht gezüchtet, gibt's lediglich über den Auslandstierschutz.

    Damit ist die Rasse bzw die Rassen für viele schon raus, die einen Welpen von Züchter wollen.

    Ist auch nicht FCI anerkannt. Aber Terrier in der Art gibt es ja mehrere. Japanische (okay, die sind dann eher im Bereich klein) Brasilianische.

    Manchester Terrier.

    Und eben nicht FCI anerkannt wär die Welt noch bunter.

    Zitat

    Wer einen netten, kurzhaarigen, harmonischen, mittelgroßen nicht Spezialisten möchte, findet bei den Rassehunden keinen.

    Diverse moderate Terrier wie Bodeguero oder Brasileiro, Pinscher (deutsche und österreichische), abgesehen von ein paar Jagdbesonderheiten: Whippet. Etc

    Intercanis Brno

    Sensationelle (und das mein ich so) 3 Hunde waren gemeldet.

    Red Ed machte das BOB.

    Obwohl die 2 Sizilienimporte von DEM Showzüchter stammen und von wirklich guten Leuten vorgeführt wurden. Ich dagegen torkle ja relativ unbeholfen durch den Ring und hab keinen wirklichen Spaß daran.

    Ich hab es a) nicht verstanden, war ja alles auf tschechisch und b) nicht geglaubt. Aber tatsächlich.

    Hab mir dann sogar noch eine Runde Ehrenring gegeben, zu Übungszwecken. Aber nein, muss ich nicht haben.

    Meine persönliche Sonderfreude: BOB wurde der Hund mit dem mit Abstand niedrigsten Inzuchtskoeffizienten. Das ist ja sonst oft umgekehrt.