Beiträge von Maritze

    Hallo Ihr Lieben,

    ich wollte mal ein kurzes Update geben, denn bei uns hat sich einiges getan.


    Ich war mit Jule bei einem Hundetrainer. Wir haben versucht mein Ömchen bissl zu aktivieren. Aber das hat nicht wirklich funktioniert. Sie hat mir recht deutlich gezeigt, dass ihr das am A.. vorbeigeht.


    Ende Mai hab ich dann, nach ganz viel Denken und Recherchieren, auf mein Bauchgefühl gehört. Emma ist bei uns eingezogen, Labrador, 10 Wochen alt. Jule hat mich tagelang mit vernichtenden Blicken bestraft und sehr klar gemacht, dass sie mit dem Neuzugang nichts, aber auch gar nichts, zu tun haben will. Aber darauf war ich eingestellt.


    Ich hab Emma von einer Züchterin gekauft, die sehr auf Gesundheit und ausgeglichenen Charakter achtet. Das war mir wichtig in der aktuellen Konstellation.


    Mittlerweile ist Emma 7 Monate alt und das "Pubertier" ist erwacht. Aber alles im Rahmen. Sie hat von Anfang an respektiert, dass Jule ihre Ruhe will und sich komplett an mich gebunden. Und mein Ömchen hat gemerkt, dass die Kleine ihr nicht lästig wird und ist geistig wieder deutlich aktiver. Sie nimmt viel mehr Anteil an unserem Leben und zieht sich nicht mehr dauernd zurück. Das freut mich sehr.


    Natürlich muss ich viel Aufwand betreiben, vieles getrennt machen, um beiden gerecht zu werden. Aber das macht auch Spaß, viel Spaß sogar. Ich hatte Glück, eine so tolle Maus zu finden, die so gut zu uns passt.


    Liebe Grüße, Maria mit Julchen und Emma :smiling_face:

    Es tut mir leid, dass du so gestresst bist. Verstehen kann ich das.


    Aber: es liegt mit Sicherheit auch an dir. Zu allererst solltest du akzeptieren, dass du sehr wohl mitverantwortlich bist für die Situation. Wenn du das verstehst, wird dir klar, dass du auch etwas verändern kannst.


    Ich würde auch schnell eine gute und geeignete Betreuung suchen, um die berufliche Situation zu entschärfen. Parallel dazu auch einen guten Hundetrainer, der dir zeigt, was du ändern kannst/musst.


    Im Laufe der Jahre hatte ich 5 Hunde. Davon über 10 Jahre 4 Dogs gleichzeitig. Jeder hatte seinen Charakter. Auf jeden musste ich mich einstellen. Was bei dem einen funktionierte, ging vielleicht bei dem anderen gar nicht. Das musst du dir bewusst machen. Du hattest scheinbar Glück mit deiner ersten Hündin in Sachen Pubertät und Ausgeglichenheit. Also stell dich darauf ein, dass die Situation nun eine andere ist. Zumal du eben nun zwei Hunde hast. Das allein ändert schon vieles.


    Gerade weil du schreibst, dass die Kleine schon als Welpe sehr aktiv war, ist es super wichtig, dass sie lernt zu entspannen, Pause zu haben. Sowas ist essentiell wenn du den Hund mit in die Arbeit nimmst. Das habe ich mit meinem "Pubertier" von Anfang an geübt, als sie mit 10 Wochen zu mir kam.


    Ich habe hier eine 14 Jahre alte Hündin, die nicht mehr sehr mobil ist und viel Ruhe braucht. Und seit Ende Mai lebt Emma mit uns. Sie ist ein Labrador und nun 7 Monate alt. Mir war von vorneherein klar, dass wenn ich eine solche Konstellation eingehe, ich auch die Verantwortung dafür habe, dass es uns allen dreien gut geht. Das braucht viel Energie und Management. Ich muss vieles getrennt (also doppelt) machen. Emma hat natürlich ganz andere Bedürfnisse als mein Ömchen. Aber wenn man sich auf einen zweiten Hund einlässt, dann gehört das dazu. Und auch wenn es manchmal echt anstrengend ist, ich könnte keine der Beiden abgeben. Die gehören sowas von zu mir!

    An sich klingen deine Grundbedingungen doch ganz gut.


    Mach dir aber bewusst, dass es eine Entscheidung für viele Jahre ist. Du solltest also schon darüber nachdenken, was sich in den nächsten Jahren ändern könnte an den Rahmenbedingungen. Und auch, ob es funktioniert wenn dein Hund mal krank ist und nicht mit ins Büro kann. Und natürlich ist es auch mal anstrengend und stressig.


    Außerdem hängt es auch von dem Hund ab, der zu dir kommen soll. Darauf wie gechillt und souverän er ist.


    Unsere Hunde waren/sind immer mit im Büro. Das ging gut bei uns, da uns die Firma gehört. ;). Jeder unserer Hunde ging/geht aber anders damit um bzw. hatte andere Bedürfnisse. Die eine brauchte Rückzug, die andere liegt gerne mitten im Flur und alle Mitarbeiter müssen um sie rumlaufen.

    Ich kann absolut nachvollziehen, dass ein solches Erlebnis traumatisch sein kann.


    Wenn ich es richtig verstehe, dann willst du uns Hundehaltern schildern, wie sich so ein Erlebnis anfühlt und uns dafür sensibilisieren, unsere Hunde zu sichern.


    Das verstehe ich. Nur glaube ich, dass die allermeisten hier eh schon sehr bewusst und reflektiert mit ihrer Verantwortung als Hundehalter umgehen. Natürlich darf es nicht dazu kommen, dass ein Hund unkontrolliert Menschen oder andere Tiere attackiert oder bedroht. Das ist ganz klar.


    Ich hoffe, du verarbeitest das Erlebnis, ohne nun alle Hunde und deren Halter über einen Kamm zu scheren.

    Hallo Ihr Lieben,

    vielen Dank für eure Gedanken und Berichte. Das hat mir sehr geholfen.


    Ich bin nun auch eher der Meinung, dass ich ihr gerechter werde, wenn wir zu zweit bleiben. Ich weiß nicht, wie sich ihr Zustand in den nächsten Monaten und (hoffentlich) noch Jahren verändert. Was da alles noch kommt. Sie hat verdient, dass ich dann ganz für sie da bin.


    Wir werden uns aber Rat holen bei einem Fachmann. Wie ich die alte Lady fit halte, ohne sie zu überfordern. Wir haben Mitte April einen ersten Termin mit einem Hundetrainer, der hier in unserer Gegend einen sehr guten Ruf hat. Mir geht es natürlich nicht mehr um Erziehung oder Agility .. bitte nicht falsch verstehen .. sondern eher um schonende Beschäftigung und Förderung für das Julchen.


    LIebe Grüße an euch, Maria (mit Julchen)

    Hallo piaaischa,

    danke für deine Antwort.


    Ja, das ist meine Hoffnung. Dass es dem Julchen guttut.


    Wir hatten ja früher mal über etliche Jahre 4 Hunde zur selben Zeit. Alle paar Jahre kam einer als Welpe dazu. Jule war "Nr. 3". Als dann nach ihr Maja kam, hat sie das sehr gut gemacht mit der Kleinen. Wir haben das damals natürlich gut beobachtet und waren in der ersten Zeit immer dabei. Nun ist das, da geb ich dir voll recht, nochmal anders. Weil sie mehr Ruhe braucht und ich da aktiv helfen muss, Grenzen zu setzen.


    Mir ist sehr wichtig, dass das funktioniert. Ich weiß noch, wie toll ich es fand, den Hunden zuzusehen, wie sie miteinander kommunizierten und interagierten.

    Hallo liebe "Dogfories",

    ich würde mich sehr über eure Erfahrungen und Infos freuen.


    Es geht um Folgendes: ich lebe zusammen mit meiner 13,5 jährigen Mischlingshündin Jule. Wir wohnen sehr dörflich in Bayern, im eigen Haus mit großem Garten. Julchen ist ihrem Alter entsprechend nicht mehr topfit. Sie hat seit Jahren eine Schilddrüsenunterfunktion, ist aber medikamentös eingestellt und tierärztlich überwacht. Sie ist mittelgroß, also schon in einem fortgeschrittenen Alter.


    Für mich steht fest, dass ich auch wenn Julchen nicht mehr ist, mit einem Hund leben will. Also, dass wieder eine Fellschnauze bei mir einzieht. Ich dachte bisher, dass das nach ihrem Tod ein Thema wird. Nun ist es aber so, dass ich Jule nur noch sehr begrenzt zu Aktivitäten animieren kann. Gassigehen dauert genau so lange wie Jule will. Dann bleibt sie stehen und will zurück (ca. 15min). Sie schläft hier sehr viel und lässt sich auch nicht mehr wirklich zu Suchspielen oder dergleichen animieren.


    Vor meiner Trennung von meinem Mann lebten wir mit bis zu 4 Hunden zusammen. Ich bin also sehr erfahren in Mehrhundehaltung. Die beiden Zwerge sind schon tot. Aber unsere Tornjakhündin (10 Jahre) lebt noch bei meinem Mann. Wir haben zusammen eine Firma und führen diese auch nach der Trennung sehr harmonisch zusammen. Wenn Jule und ich ins Büro kommen, dann lebt sie zusammen mit unserer anderen Hündin regelrecht auf. Sie bewegt sich mehr, und ist deutlich interessierter und aktiver. Auch bei gemeinsamen Spaziergängen ist sie viel aktiver, interessierter und hält länger durch. Und auch danach wirkt sie zufrieden und "glücklich".


    Nun frag ich mich, ob es ihr vielleicht helfen würde und guttun würde, mit einem Zweithund zu leben. Welche Erfahrungen habt ihr in einer ähnlichen Konstellation gemacht. Ich würde mich sehr freuen, über eure Inputs.

    Ich glaube, jeder Hundehalter kennt Situationen oder Tage, an denen es stressig ist oder zuviel oder man ein schlechtes Gewissen hat.


    Grundsätzlich ist aber das Gefühl wichtig, dass der Hund kein "Stressfaktor, Fremdkörper im eigenen Leben" ist. Sondern einfach ein Familienmitglied, mit eigenen Bedürfnissen, die man in der Regel gerne teilt und erfüllt. Es sollte sich schön und bereichernd anfühlen, zusammen zu leben und Dinge zu erleben.


    Vor meiner Trennung hatte ich zwei Hunde, die auch immer mit im Büro waren (das war easy, da die Firma mir gehört ;) ). Die Jüngere ist ein Herdenschutzmischling und hat großen Bewegungsbedarf. Natürlich war ich manchmal müde nach Feierabend und musste mich aufraffen, aber die Freude, wenn ich die beiden dann draußen beim rumstromern beobachten konnte, hat mir selber sehr geholfen beim Stressabbau.


    Was ist ich dir raten würde: versuch für 4 Wochen keine Ausweich- oder Fremdbetreuung zu vereinbaren, sondern verbring diese Zeit ganz intensiv und bewusst mit deiner Hündin. Wenn du danach immer noch so distanziert und gestresst bist von dem Leben mit ihr, dann such ihr einen wirklich guten Platz, an dem sie ihr restliches Leben verbringen kann. Es ist auch für deine Hündin wichtig, dass sie sich angenommen fühlt. Sie spürt deinen Stress.