Beiträge von Freaks

    Frodo macht gerne Musik, wenn er gestresst ist.

    Er stupst dann mit der Nase oder der Pfote Gegenstände an und lauscht dem Klang, den die dann machen.

    Kam in unserem alten Haus immer gut...wenn er dort mit den Pfoten aufs Treppengeländer gehauen hat, hat das ordentlich Krach gemacht. Er stand dann mit schiefem Kopf da und hat zugehört. Wenn der Klang weg war, hat er nochmal drauf gehaut.

    Das ist 1. suuuuper lustig, sich das vorzustellen und 2. auch total spannend. Weil... ich frag mich halt oft, wie Hunde Töne überhaupt wahrnehmen. Ich hab aber noch nie gehört, dass ein Hund das Geräusch selbstständig ausgelöst hat.

    Wenn es regnet, pinkelt er lieber auf Asphalt, als in die Wiese zu gehen und glaubt, dass ich das nicht merke, weil ja eh alles nass ist.

    Ich schmeiß mich weg 🤣🙏🏼


    Maaaan, was für Geschichten... ❤️

    - Henri singt. Und zwar (fast) immer. Nur mit Rap Musik kann er nicht soviel anfangen. Weil: Keine Instrumente. Sobald richtig gesungen wird oder Blas - und/oder Saiteninstrumente ins Spiel kommen, geht's los.

    - ausserdem ist er unwahrscheinlich vorsichtig, wenn es um seine Beißgewohnheiten geht. Er könnte eine Orange schälen oder eine Zwiebel häuten, wenn er wollte. Er hat noch nie etwas kaputt gemacht.


    Was können Eure Hunde, was Ihr speziell findet und nicht antrainiert ist?

    Ja, so ein ähnliches Problem hätte ich fast auch einmal bekommen. - Die Hündin kam ebenfalls aus Rumänien... Ich bin ca. 2 Wochen fast jeden Tag 100km gefahren, um sie zu besuchen und besser kennenzulernen, aber ich hatte keine Chance. Sie hatte einfach null Interesse dort rauszukommen (Lebte dort im Rudel). Deswegen habe ich mich schweren Herzens gegen sie entschieden und bin auch heute noch wirklich wütend auf das Tierheim damals, dass sie diese Hunde überhaupt in die Vermittlung geben. Ich bin felsenfest der Überzeugung, dass diese Hunde hier bei uns mit all den Reizen absolut chancenlos sind. DEN Halter muss man erstmal finden...


    Ich wünsche Euch trotzdem alles, alles Liebe... und hoffe, dass Ihr die richtigen Entscheidungen trefft. Vielleicht aber habt Ihr ja Glück und findet jemanden kompetenten, der Euch zur Seite stehen und unterstützen kann. Von meinem Gefühl her ist Euer Hund aber in einem Rudel besser aufgehoben.


    Mein Wunsch wäre aber, dass Du uns auf dem Laufenden hältst und erzählst, wie das weitergeht mit Euch.


    Grüße!

    Also was Territorialverhalten angeht, ist Henri doch eigentlich recht "nett", wenn ich da an meinen Dino denke - der belässt es nicht beim Verbellen, sondern beißt auch. :tropf:

    Ich denke, da seid ihr mit "Platz zuweisen" etc. schon auf nem guten Weg. Aber wenn du dir da unsicher bist, würde ich einen Trainer dazuholen, der auch mit HSH-Mixen Erfahrung hat. Die findet man leider nicht an jeder Ecke und u. U. müssen dann auch weitere Wege in Kauf genommen werden.

    Dank Dir erstmal für Deine Antwort!

    Naja, die Wege wären nicht das Problem, ich finde es schon ganz gut, wenn man hier im direkten Umfeld halt mal den Hund sieht und dementsprechend trainieren könnte. Ich hatte da auch an diese HSH- Koryphäe (Mirjam Cordt) gedacht und dann evtl. online... Mit einem "normalen Trainer komm ich da keinesfalls irgendwo an. Henri agiert wirklich arttypisch wie ein HSH und die alte Trainerin, die ich hatte, hat damals vieles nicht richtig einordnen können. - Deshalb hab ich ja auch so lange gebraucht, bis ich das kapiert hatte.


    "Geholfen" hat der DNA-Test insofern, dass ich sein Verhalten besser nachvollziehen kann bzw. eher, woher ausgeprägtes Verhalten XYZ eventuell kommt. An intensivem Training und je nach Situation auch lebenslangem Management kommen wir aber nicht drumherum - und ja, das Thema Führung ist auch "meine" Baustelle. In vielen Bereichen weiß Dino "joah, der Typ macht das schon", aber es gibt noch viele Situationen, in denen ich an meinen Führungsqualitäten arbeiten muss.

    Genau das. Genau das ist das, was ich sooooo immens schätze an dieser Situation. Einen Hund zu haben, der einen halt echt fordert, an sich selbst zu arbeiten und dann guckt und der Blick sagt: "Danke, haste gut gemacht...". Ich sehe so viele Hunde, die sich selbst überlassen werden. Wo die Halter einfach nicht aufmerksam genug sind, um ihren Hund "zu lesen". Mit dem Ergebnis, dass es Stress gibt und total überdrehte Hunde, die schlecht, bis gar nicht auf ihre Halter achten.


    Ich glaub, ich mach den Test.

    Hm, keine Ahnung, ob ich hier in diesem Teil des Forums jetzt richtig bin oder nicht. Eigentlich wollte ich auch nur mal Eure Schwarmintelligenz bemühen und mir selbst mal ein bisschen den Kopf frei schreiben. Da hat sich eine Menge angesammelt und im Prinzip habe ich auch gar kein richtiges Problem. Ich bin nur... verwirrt, glaube ich.


    Nun ja, Henri lebt jetzt seit etwa 1,5 Jahren bei uns. Als er zu uns kam, war er 1,5. In seinen Papieren steht, er käme aus Ungarn und wäre ein Retriever-Schnauzer-Mischling. Dass da was nicht stimmen kann, weiss ich schon eine ganze Weile, aber es fiel nicht weiter auf, einfach weil seine Affinität zum Suchen und Bringen und Wasser halt einen recht hohen Stellenwert einnimmt. Nach und nach stelle ich aber zusätzlich fest, dass er auch verdammt eigen in seinem Verhalten ist. Interessant wird es nämlich auch, wenn verschiedene Menschen mit ein und demselben Hund spazieren gehen und meiner reagiert 3x anders. Da denkt man zuerst, es hätte mit dem Hund zutun, aber...nein! Das Ende vom Lied ist dann, dass sich irgendwann rausstellt, dass er tatsächlich auf die individuellen Persönlichkeiten der Leute genauso individuell reagiert (Nicht grundlos!)... Ganz schwierig ist es dann mit Hunden, die angeleint sind, die eine potentielle Bedrohung darstellen (totale Unverträglichkeit, starke Dominanz). Da kriegt er sich kaum mehr ein... und regt sich furchtbar auf. Dazu muss ich sagen, er ist unwahrscheinlich gut sozialisiert und aufmerksam, aber halt eben auch verdammt eigenständig.


    Er handelt nicht willkürlich. Einen unsicheren Hund würde er nie blöd anmachen. Ich habe wirklich noch nie erlebt, dass er sich respektlos verhalten hätte. Aber manche Hunde, die er schlecht lesen kann, auf die reagiert er, wenn er frei ist (und der andere Hund ebenfalls) zwar vorsichtig, aber nie aggro. Ist derselbe Hund aber angeleint... mache ich immer einen Bogen.


    Gerade bei ihm verstehe ich total, wie ungeheuer wichtig meine eigene Führung, mein eigenes Verhalten und unsere Bindung für einen Hund wie ihn ist (Nicht, dass das nicht für jeden Hund wichtig wäre... Aber bei ihm merke ich, das er durch seine Eigenständigkeit Verantwortung übernehmen MUSS vom Wesen her). .

    Dass er sich eben nicht aufregen muss. Dass ich alles im Griff habe. Dass ich ein super Partner bin, auf den er sich zu 100% verlassen kann.


    Momentan bin ich dabei auszunutzen, dass er (GsD) sehr häufig meinen Blick von selbst sucht. Und meistens bin ich auch sehr schnell vor ihm in der Lage, schwierige Situationen voraus zu sehen... und ihn umzulenken. Aber manchmal halt einfach nicht. Und es gibt Situationen, die ihn echt verunsichern. Zum Beispiel, schnell herankommende Rollerfahrer (ratterratter, trettret) und auf ihn zu rennende Hunde (wenn er angeleint ist). Klar, das mögen die wenigsten Hunde. Vor allem letzteres... Wenn er von der Seite ruhig beobachten kann, ist das alles kein Problem, aber von vorne: NoGo.

    Ich habe viel an seiner Impulskontrolle gearbeitet und ich möchte auch unbedingt mit ihm Deckentrainig machen, sobald es jetzt wieder kuscheliger wird draussen. Ich merke genau, wie sehr ihn verschiedene Situationen stressen und wie dankbar er Hilfe annimmt und wie rasch er das checkt, dass er entlastet werden soll. Aber so als Hund, der total entspannt am Spielplatzeingang liegenbleibt, wenn Skaten und Roller und schreiende Kids an ihm vorbeirattern kann ich ihn mir beim besten Willen nicht vorstellen.


    Deswegen frage mich halt auch, in wie weit da seine eigentlichen Gene eine Rolle spielen und ob da vielleicht dann doch ein HSH mit drinsteckt. Ich hab jetzt mal geguckt, das passt schon vom Verhalten her, aber in wie weit kann ich z.B. territoriales Verhalten umlenken? Das scheint soso tief in ihm verankert... Ich schicke ihn jetzt immer auf seinen Platz und das klappt auch recht gut. Er darf nicht ohne mein OK durch die Tür und auch immer nur nach mir. Aber, aber, aber... Paketboten... etc... ein Graus. Er verbellt zwar nur, aber geht sehr nah ran und ist auch nicht mehr ansprechbar. Und jemand, der halt mit Hunden nicht soooo auf Du und Du steht. :unamused_face: Glaubt mir, ich kenne das so nicht. Henri ist jetzt mein 3. Hund und sogar Kira, ein Schäferhund-Husky-Mix hat in den 11 Jahren, in denen sie bei uns gelebt hat, nie so ein Theater gemacht.


    Ich arbeite jetzt halt weiter dran, dass er verstehen lernt, dass wir Situationen für ihn managen und er sich locker machen kann. Eigentlich müsste hier max. 1x die Woche hier jemand gezielt zum Üben kommen. Aber es ist wirklich so krass: Die Leute, die wir kennen und mögen, die erkennt er sofort als das was sie sind und ist total entspannt. Nur Leute, die halt nicht hier ein und ausgehen... Ach man.


    Meint Ihr, ein DNA Test könnte da helfen? wenn wir wüssten, was da tatsächlich für Anlagen in ihm stecken?


    Hoffentlich war das jetzt nicht zu viel und zu wirr. Und bestimmt hab ich auch was vergessen... Achso, ich schätze, dass ein Mioritic in ihm stecken könnte. Er kommt aus Ungarn. Andere Hundebesitzer hier aus dem Ort haben auch einen und es ist unfassbar, wie harmonisch die beiden miteinander umgehen. :smiling_face_with_heart_eyes:


    Hier zum bessern Verständnis 2 Bilder von ihm




    Herzliche Grüße!


    PS: Henri ist übrigens kastriert.