Eine Reizangel ist keine Hetzangel….
Habe ich auch nicht behauptet.
Eine Reizangel ist keine Hetzangel….
Habe ich auch nicht behauptet.
Ist die Reizangel eigentlich auch etwa zum Jagdbedürfnis abbauen? Ich selbst würde es nicht machen, weil ich Angst um die Gelenke meines Hundes hätte, aber vielleicht wäre das was für Potato . Dein Hund schein ja eher kleiner und leichter zu sein.
Für den Kopf ist das allerdings nix.
Hm, so eine Grundfreude am Apportieren sollte der Hund schon aufweisen, sonst ist das frustrierend. Die Nasenarbeit kann man allerdings trainieren. Musst nur das Richtige zum Üben finden. Wir haben auch ganz klein angefangen und nun sucht mein Hund ein ganzes Areal konzentriert ab, wenn er seinen Dummy beim Schnüffeln irgendwo vergessen hat. Ja, er darf ihn (noch) ein Weilchen tragen nach dem Bringen, weil ich ihm die Freude an der Beute nicht kaputt machen will. Ist aber nur dieser eine Pocketdummy, wo er das darf.
Wir benutzen bei all unseren Hunden in der Welpenphase eine Flexi und keiner von ihnen hat je an der Leine gezogen. Auch an der Flexi kann man trainieren, vor allem den Radius. Sehe auch keinen Unterschied zur SL. Wenn ich abends für die Löserunde keine Lust habe 100% aufmerksam zu sein, kommt hier auch manchmal die Flexi ran. Mein Hund zieht null an der Leine.
Habe gerade zufällig einen alten Jäger getroffen, der selbst Weimaraner hat und früher auch fremdausgebildet hat. Der hat mir erzählt, dass RR eher auf Schweiß gehen und weniger auf Wildfährten, das erklärt natürlich einiges. Auch hetzen sie gern (das ist wohl das Windhunderbe). Er war schon in Afrika bei Löwenjagden dabei, inklusive 4 Ridgebacks, einer davon hat überlebt 😢
Danke für den Tip, werde ich direkt morgen früh mal ausprobieren. Ich arbeite ja eh noch nebenher das Buch Dummyfieber durch.
Wir haben gerade das Gegenteil. Schlaaaaaaaafen im Haus, es sei denn jemand isst.
Draußen immer noch recht ruhig und gehorsam, aber deutlich mehr an anderen Hunden interessiert. Aber wir fangen mit der Pubertät auch gerade erst an.
Ich bin absoluter Befürworter von Apportierarbeit, weil die Übungen so vielfältig gestaltet werden können, dass mit Ihnen tatsächlich alle Jagdverhaltenssequenzen bedient werden.
Warum bis Herbst warten?
Zwei schöne, knackige, wohlüberlegte (den bisherigen Fähigkeiten des Hundes angepasste) Apportaufgaben reichen auch aus.
"Das beste Trainingsergebnis erzielt man dann, wenn man aufhört wenn es am Schönsten ist."
Das ist an manchen Tagen halt schon mal nach 2 kurzen Übungen, an anderen Tagen nach 4 (umgangreicheren) Übungen - hauptsache, es wird aufgehört bevor der Hund keine Lust mehr hat.
Habe mich wohl ein wenig dumm ausgedrückt. Nee, ich warte nicht bis zum Herbst. Ich habe eigentlich immer einen Dummy mit und wenn es passt, lasse ich ihn 1-2x suchen. Aber er verliert im Moment schnell die Lust. Vielleicht liegt es am Wetter oder an der beginnenden Pubertät, bzw. An einem Wachstumsschub. Deswegen mache ich das auch nur ganz dosiert und wie du sagst, wenn’s gut klappt, hören wir auf. Komplizierte Sachen machen wir nicht. Nur absitzen, ich werfe, er wartet und geht es dann auf Befehl holen. Wenn mein Mann dabei ist, verstecke ich den Dummy auch schon mal und lasse ihn suchen. Wenn er sich wieder ein wenig besser konzentrieren kann, gehen wir das auch ein wenig professioneller an 😉
Ich finde Dummyarbeit auch passend, weil er sich kontrollieren muss, sich nicht durchs Hetzen die Gelenke kaputt macht und auch Kopfmäßig belastet wird.
Manchmal lasse ich ihn draußen auch nur Kekse suchen.
Wäre eine jagdliche Teamarbeit Dummyarbeit? Das machen wie nämlich, wenn auch im Moment ein wenig eingeschränkt, wegen Hitze und Unlust meines Hundes. Habe aber vor, das in Richtungen Herbst auszubauen, wenn die Hormone mitmachen 😁
Und dein RR ist ja auch noch verdammt jung. Meine Jagdsau hatte als Welpe und bis fast ein Jahr kaum Interesse an Wild. Auch Blätter, Vögel usw waren nie wirklich spannend. Hier ging es erst so langsam los, als er sich auch für die Damenwelt interessiert hat mit ca 1 Jahr und hatte (trotz Training von Anfang an) seinen Höhepunkt mit ca2 Jahren. Jetzt ist er 3 und im letzten halben Jahr wurde er wohl tatsächlich erwachsen, kann sich deutlich besser beherrschen und das wirkt sich auch auf das Jagdverhalten aus. Also bei einem ca halben Jahr alten Hund würde ich mich noch freuen, dass jagdliches Interesse fehlt, aber noch nicht zu optimistisch sein, dass das so bleibt.
Also wachsam bleibe ich definitiv.
Witzig ist, dass mein Hund dann direkt vor dem Tier (nehmen wir mal ein Pferd oder eine Katze) scheut und Meideverhalten zeigt. Das wird noch interessant.
Meine Jagdbegleitung meint immer, Eros weiß gar nicht, was er machen soll. Das würde aber bedeuten, wenn man es ihm nicht zeigt, macht er es nie. Denke aber eher, es ist ein Instinkt, der eben irgendwann hervor bricht. Allerdings hat mein Hund eine ausgesprochen ruhige Art und von Haus aus eine gute Impulskontrolle. Wir können ewig Vögel beobachten, ohne dass er hin will oder fiept o.ä.
Die Damen werden so langsam auch spannender, zumindest braucht er schon länger zum Schnüffeln und Markieren.
Da RR auch äußerst spätreif sind, kann alles natürlich länger dauern.
bei uns gibt es das Futter immer zu Hause, weil ich gemerkt habe, dass mein Hund, wenn hungrig, total unkonzentriert ist und die Nase nur am Boden hat und nach Essbarem sucht. Ich möchte, dass mein Hund in Ruhe frisst, nicht gierig, nicht schlingt. Er soll keine Angst haben, dass er nichts bekommt, wenn er was falsch macht. Zudem gebe ich auch draußen im Training kein normales TF, was er eh im Napf hat, sondern anderes TF, spezielle 🍪, damit er weiß, dass er sich dafür ruhig bisschen anstrengen kann. Klar gibt es dann u.U. Auch abends bisschen weniger TF, wenn tagsüber das Training keksintensiver war. Aber grundsätzlich gibt es hier immer zuverlässig eine relativ gleichbleibende Menge Futter.
Was mich mal interessieren würde, ist Jagd gleich Jagd?
Oder gibt es da hinsichtlich der Beute echte Unterschiede? Ich dachte eben immer, dass ein Jagdhund grundsätzlich alles jagt.
Ich warte ja täglich auf den großen Ausbruch bei meinem RR. Aber da tut sich nichts. Frische Spuren ( ich sah den Hasen noch weghoppeln) = keine Reaktion. Eine Familie Rehe im Unterholz, ca 15 Meter entfernt, nichts. Kein Naseheben, null. Hasen sieht er grundsätzlich nie. Mäuse interessieren ihn auch nicht besonders. Steckt mal die Nase rein ins Loch, das war’s. Keine nennenswerten Buddelansätze.
Da ich noch nie einen Jagdhund hatte, versuche ich weiterhin sein Jagdinteresse zu erkunden, um reagieren zu können, bevor es sich manifestiert. Deswegen habe ich festgestellt, dass Eros eher der Bewegungsreizjäger ist. Immer noch liegen Vögel in seinem Interesse weit vorn. Kleine Vögel, die auf dem Weg sitzen, lässt er bei guter Aufmerksamkeit meinerseits, inzwischen in Ruhe. Da fixiert er kurz, ich sage Nein, er bleibt stehen, dreht sich zu mir und wartet entweder bis ich zu ihm komme oder er läuft zu mir, um sich den Keks zu holen. Der Vogel ist dann meist weg.
Schwieriger sind gerade die größeren Vögel auf den abgemähten Feldern, Krähen, Gänse, Störche, Reiher, alle meist weiter weg. Für Eros aber sehr interessant. Wenn er dürfte, würde er die schon gern aufscheuchen.
Nun habe ich mal gelesen, dass RR auch Vogelhunde waren/vielleicht noch in anderen Ländern sind.
Ich kann mir nur wenig darunter vorstellen und dachte immer, dass es Retriever oder Spaniels sind, die das geschossene Federvieh holen. Kann mich da jemand aufklären?
Also, Eros ist da auch nicht unkontrollierbar, ganz und gar nicht. Ich schreibe es nur, weil es bisher das einzige Jagdintresse ist, was er hat. Wir gehen ja öfter mal mit einem echten Jagdhund in Ausbildung Gassi und wenn der eine Spur hat marschiert er los. Eros bleibt dann nach einer Weile stehen und schaut mich fragend an. Ist nicht seins 😜
Gibt es also so Spezialisten, die sich für andere Beute gar nicht interessieren? So ein Allrounder ist der Ridgeback ja eh nicht. Ich glaube vorstehen kann er gar nicht.
Andere Frage noch. Endet die Jagd immer mit dem Tod der Beute? Ich frage mich das, weil es ja viele Hunderassen gibt, die darauf selektiert wurden das (meist Groß-) Wild nur zu stellen und festzuhalten. Also eigentlich dürften sie es doch gar nicht attackieren, oder? Oder muss man ihnen das beibringen?
Sorry für meine dummen Fragen 🙈