Beiträge von Massai

    Mein Hund ist nur zu Hunden "doof", die doof zu ihm waren/sind. Sind halt paarmal plumpe Retriever in ihn reingerannt, ist der Ofen jetzt aus, haben ihn zweimal Goldies angegriffen (ja, so ganz "nette" Rüden, die Nullkommanull gehört haben), kann er jetzt nicht mehr leiden. Tja, finde den Fehler.

    Aber um fair zu sein, Aussies kann er auch nicht leiden. Ansonsten spiegelt er nur das Verhalten des anderen Hundes. Nachdrücklich und auf Ridgeback-Art.

    Vielleicht siehst du deine Hunde auch nie von vorn und dir entgehen subtile Drohungen, die andere Hunde durchaus wahrnehmen und RR lassen sich halt nicht gern dumm kommen. Ach ja, mein Hund darf keinesfalls zu Hunden Hallo sagen gehen, nur dass du das richtig verstehst. Ausnahme ist, wir kennen uns und ich weiß das geht klar.

    Ich brauche also andere Hunde, um das Sozialverhaltensrepertoire meiner Hunde so weit wie nötig auszubauen, dass ich eine hohe Kompatibilität mit meiner Umwelt bewirke.

    ....oder ich beschränke hündische Kontakte auf Kompatibles.

    Ich frag mich ernsthaft, wozu (meine) Hunde mit Hinz und Kunz kompatibel sein müssen.

    Und das wird er auch sowieso nicht, egal wie man Hunde dran gewöhnen will. Meiner wird zum Beispiel immer die in seine Augen Unhöflichkeit der Retriever verabscheuen, obwohl er die seit Welpe an kennt.

    Ich finds mittlerweile fast schon ein bisschen lustig, dass hier alle paar Monate ein Kerl reinschneit, gefühlt direkt aus dem Wilden Westen und der weiten Prärie, Cowboyhut, Bisonherden, Backgroundsound von "Der, der mit dem Wolf tanzt" und händeringend nach einem Wolf Hund sucht, dem er beweisen kann, dass er seinen Respekt und Anerkennung wert ist, um dann mit endloser, lebenslanger Loyalität und Freundschaft belohnt zu werden. Nicht böse gemeint, uffwuff aber ich hab so ein Deja-vu. xD

    Optiktechnisch hätte ich jetzt auch direkt an Eurasier, Elo, Wolfsspitz gedacht, wenn es unbedingt was "wolfsartiges" im Aussehen sein soll. Charakterlich könnte vielleicht auch ein Terrier passen, das sind durchaus Hunde, die auch mal "diskussionsfreudig" sind oder öfter mal etwas hinterfragen. "Kerniger" ist hier der Ausdruck. Verstehe ich richtig, dass du einen Welpen möchtest, oder soll es ein adulter Hund aus dem Tierschutz sein? Wenn es ein Welpe sein soll, dann stimme ich den Vorschreibern zu, dass viele Halter die Pubertät absolut unterschätzen. Da zeigt so ein Junghund nämlich gerne mal all die Punkte, die du dir von einem Hund zu wünschen scheinst und das kann, so wie im Junghundthread lesbar, durchaus auch mal anstrengend werden.

    Zu viel Yellowstone und American Primeval geschaut, denke ich :winking_face_with_tongue:

    Man könnte sich ja drauf einigen, dass es eben Hunde(rassen) gibt, die Hundekontakt nicht brauchen. Meiner gehört dazu. Den interessieren max. Hündinnen in den Stehtagen und ansonsten macht er nur auf '"Territoriumsverteidigung". Alles andere ist ihm egal.

    Aber mein erster Rüde war in der Tat verspielt, war tendenziell freundlich und an Artgenossen interessiert. Warum nicht? Da hat sich dann in einem nahen Park ein Grüppchen gefunden, deren Hunde Spaß zusammen hatten und gut ist.

    Was halt ätzend ist, sind die ungefragten Kontakte, die einem aufgedrängt werden, die Rücksichtslosigkeit (Leine an meinem Hund bedeutet, Leine an deinen Hund - was ist daran SO schwer?) und klar, ich persönl. gehe nicht auf Freilaufflächen, aus diesen Gründen (und auch, weil es hier keine gibt).

    Es muss doch nicht immer jeder mit jedem, egal wie. Vielleicht ist das in Stadtgebieten anders, da Hundeballungsgebiet, aber hier halten sich die allermeisten HH an ungeschriebene Regeln. Und wenn nicht, und wenn ich die öfter treffe, wissen spätestens nach dem zweiten Treffen genau, wie ich ticke. Selbst der aufdringliche Labrador von "nebenan" wird inzwischen recht schnell angeleint, wenn sie uns sichten.

    Finde ich nicht.


    Ich finde es eher unnormal, dass mein Hund Kontakt zu jedem Hund haben muss.

    Dieser Satz spiegelt meiner Meinung nach wieder, worum es bei vielen wirklich geht.

    Ich habe nie geschrieben, dass meine Hunde Kontakt mit anderen Hunden haben sollen (und dann auch noch zu jedem), sondern von sich aus gerne hätten.

    Mir ging es in meinem ursprünglichen Beitrag darum, daß hier sehr viele Hunde beschrieben werden, die Probleme/Abneigungen/Angst gegenüber anderen Hunden haben.

    So lange du und deine Hunde dann auch damit klarkommen, die Reaktion aufs Nichterwünschtsein zu bekommen, ist ja alle tutti.

    Meine Erfahrung ist, dass das Geheule dann groß ist, wenn’s paar auf die Fresse gibt, weil eben nicht jeder Hund Bock drauf hat die Nase eines fremden Hundes in den A**** gesteckt zu bekommen.

    Also mein Hund hat sich tatsächlich als Junghund auch schon mal hingelegt, aus Unsicherheit. Das generelle Jagdverhalten kam erst viel später. Darüber hinaus würde ihm nie einfallen anderen Hunde zu jagen. Wenn es zum Jagdspiel kommt, ist er immer der Hase. Ich kenne einige liegende Hunde, ein Großteil von denen ist megaunsicher, ein paar (die meisten Retriever) sind nicht ganz einzuschätzen, springen dann bei Passage aber auf und bollern rum wie doof. So echtes Jagdlauern sehe ich entweder nur bei den Hütehunden oder auch mal bei echten Jagdhunden (eher selten).

    So als ein entspanntes Warten eines größeren Hundes auf einen kleinen, kenne ich das hier nicht. Aber warum soll es das nicht geben? Mein Hund legt sich für kleine Hunde zum Spielen auch schon mal hin (und der macht draußen niemals freiwillig „Platz“).

    Na, es wird ja durchaus von einigen hier so dargestellt, als wäre der Hund unfähig und unsozial, nur weil er eben nicht "nur" fiddelt und Konflikte über Spiel oder Flucht löst.

    Aber vielleicht ist mein Hund durchaus "unsozial", der geht nämlich draußen sehr oft einfach an Hunden vorbei, die er kennt, die ihn aber nicht interessieren. Kein Schnüffeln, kein Blick, nichts. Geht einfach weiter und seinen Geschäften nach. Sozialkompetent heißt ja auch nicht nur, dass man sich nett begrüßt und nicht gleich auf Krawall gebürstet ist, sondern auch, dass man respektiert, wenn ein Hund das nicht will. Und da hapert es leider bei so einigen Hunden (auch, wenn das dann als freundliches Fiddeln benannt wird).

    Ja, ich finde die Ansprüche auch absurd und einfach nicht für alle Rassen/Typen passend. Zum Glück gibts hier so eine Freilauffläche nicht.