Beiträge von Martin82

    Mein Beileid!


    Bei uns ist es nun 3 Wochen her das wir unseren Hund haben einschläfern müssen. Die erste Woche war der Horror,ich dachte das ich nie drüber hinweg kommen würde. Er fehlte einfach überall,und tut es natürlich immer noch.

    Die Zeit halt alle Wunden sagt man,der Spruch trifft vielleicht nicht ganz zu. Eher lernt man mit der Zeit neue Wege zu finden diese bedrückende Situation zu bewältigen.

    Es gab in der kurzen Zeit bisher sogar Tage wo es mir sehr gut ging, dann gab es auch Tage wo ich nur hätte heulen können. Die Abstände zwischen den Gefühlswelten werden auch immer größer,aber sie werden einen noch lange begleiten befürchte ich. Wichtig wird sein sich davor nicht zu verschließen. Und vor allem wird Ablenkung wichtig sein. Zu Hause sitzen und trauern ist wichtig, darf aber nicht das Leben bestimmen. Jeden Tag eine Kleinigkeit außer Haus vornehmen um auf andere Gedanken zu kommen hat mir zu Beginn sehr geholfen.


    Ich wünsche dir ganz viel Kraft!!!!

    Hallo an alle. Am Samstag kam der Tag vor dem ich am meisten Angst hatte. Wir mussten unseren geliebten Terrier-Mischling Teo einschläfern lassen. Ganz begreifen kann ich es immer noch nicht,es ist alles so surreal.

    Samstag morgen war ich mit ihm unterwegs und alles war so wie immer. Bis wir an einem Haus vorbeikamen indem Katzen wohnen. Ab und an zeigt sich auch eine draußen und er regte sich dann immer fürchterlich auf. So auch diesmal. Er bellte,knurrte und war angespannt. Nachdem wir das Haus passiert hatten blieb er plötzlich stehen und brach ein. Dann stand er wieder auf und brach wieder ein. Hab ihn geschnappt und bin mit ihm nach Hause gerannt und zum nächsten Tierarzt gefahren. Dort lag er dann nur noch nach Luft schnappend auf dem Behandlungstisch. Die Praxis ist eine Außenstelle einer größeren Praxis und wie sich herausstellte war dann keine größere Diagnostik möglich weil dort einfach keine Geräte vorhanden sind. Zwischenzeitlich kam dann meine Frau mit unserem kleinen Sohn dazu und wir sind zur nächsten Tierklinik gefahren.

    In der Klinik wurde er untersucht und es stellte sich heraus das er eine beidseitige Kehlkopflähmung hatte. Eine OP war so gut wie aussichtslos da er es aufgrund seiner kaum vorhanden Atmung nicht in die Narkose geschafft hätte. Desweiteren hätte vorher noch eine weitere Untersuchung stattfinden müssen um einen Tumor auszuschließen der auch dafür verantwortlich sein könnte, also für die Kehlkopflähmung. Dafür wäre er in Rückenlage gebracht worden und dies hätte er angeblich auch nicht überstanden. Als er dann zu uns ins Behandlungszimmer kam regte er sich kein bisschen. Wir standen nun also vor der Entscheidung eine OP zu riskieren wo er evtl erstickt oder ihn einschläfern zu lassen. Dieser Moment war die schrecklichste Erfahrung bisher in unserem Leben. Wir haben uns dann dafür entschieden ihn gehen zu lassen. Nun quälen uns die Gedanken ob es das richtige war. Es kam alles so plötzlich,ohne Vorwarnung. Er war fit,war nie krank, lief große Spaziergänge. Im Sommer sogar noch am Fahrrad. Was er rückblickend hatte waren kurze Hustenanfälle mit an und zu kleinen Luftschnapper bei Aufregung,nicht bei Anstrengung. Wenn wir jetzt darauf blicken hat sich die Krankheit aufgebaut ohne das wir es registriert haben. Aber er hat sich selten aufgeregt und wie gesagt,er war trotz seiner 11 Jahre fit. Ich begreife es nicht wie er dann auf einmal im Sterben liegen kann,bekomme es nicht in meinen Kopf.

    Er war so lieb, freundlich und kommunikativ. Die Lücke die er hinterlässt ist nicht zu schließen und die nächste Zeit wird verdammt schwer werden.


    LG Martin