Beiträge von Rumi

    Lusam genau das habe ich 1:1 mit meinem Husky Bernersennen Mix erlebt. Sogar das gleiche Bein.

    Ich würde mich auch nie wieder drauf verlassen, daß es nicht weiter schlimm ist, weil nur ein Lipom.

    In kleinem Zustand lässt es sich noch entfernen, je größer desto komplizierter, bis unmöglich.

    Es fehlt letztendlich schlicht und ergreifend die Haut, um die OP Wunde zu verschließen und man müsste eine Hauttransplantation machen.

    Schmerzen hatte der Hund nicht, aber ab einer gewissen Größe hängt da schon ein ziemliches Gewicht am Bein.

    Mal eine ganz andere Frage: trinkt der Hund genug?

    Meine kleine Rumänin kam mit ca. 4,5 Monaten zu mir und war überhaupt nicht stubenrein.

    Ich bin oft mit ihr raus, trotzdem ging oft was ins Haus.

    Ich musste bei ihr feststellen, daß sie quasi nie trinkt. Ich habe alles mögliche probiert, sie zum Trinken zu animieren, aber nix.

    Dann habe ich begonnen, Wasser in ihr Nassfutter zu mischen. Ich glaube, erst dadurch konnte sich ihre Blase so richtig füllen und sie konnte ein Gefühl dafür entwickeln. Es hat natürlich noch ziemlich gedauert (und gab entsprechend größere Pfützen), bis sie zuverlässiger wurde. Sie zeigt nicht wirklich an, sondern glotzt mich nur an. Aber sie hält jetzt eben auch mal Druck auf der Blase aus und lässt nicht gleich laufen.

    Trinken will sie immer noch nicht und bekommt deshalb eben gewässertes Nassfutter.

    Sie ist jetzt zwei und wenn ich nicht völlig "versage", ist sie zuverlässig stubenrein.

    Vor ziemlich genau zwei Jahren musste ich meinen knapp 16 jährigen Husky Bernersennen Mischling einschläfern lassen.

    Er hatte einen sehr großen inoperablen Tumor am Bein und der war einige Tage zuvor an einer kleinen Stelle aufgegangen. Ab da war es klar, daß nicht mehr viel Zeit bleibt - ich wusste da aber schon lange, daß seine Zeit sehr begrenzt ist.

    Ich habe ihm einen Schutzverband gemacht, den ich täglich gewechselt habe.

    Ansonsten ging es dem Hund noch ausgesprochen gut und ich habe nichts extra verändert in unserem Tagesablauf. Er liebte seinen Garten und konnte viel draußen sein. Nach fünf Tagen brach der Tumor großflächig auf und damit konnte ich ihn nicht mehr herumlaufen lassen. Ich hatte auch den Eindruck, daß es ihn ab diesem Zeitpunkt zum ersten Mal gestört hat, denn er hatte den Verband (der ihn zuvor nicht interessiert hat) abgerissen.

    Ich habe beim Tierarzt einen Termin ausgemacht und hatte dann noch ein paar Stunden mit ihm.

    Mein Mann war im KH zur Chemo; so habe ich meine Tochter angerufen, damit sie uns begleitet.

    Meine Nachbarin wollte ihn nochmal sehen und wir heulten dann natürlich beide.

    Der Hund lief noch im Garten umher und durfte Leckerchen fressen soviel er wollte.

    Es war schwer, daß er eigentlich noch fit, trotzdem keine Chance mehr hatte.

    Aber ich hätte ihm diese Situation keinen weiteren Tag zumuten wollen. Es war eben der Punkt erreicht, an dem man schweren Herzens diese Entscheidung für das Tier treffen muss.

    Angsthund - gibt's eine genaue Definition?

    Ich könnte meine Kleine auch Angsthund nennen, eben weil sie vor sehr vielem Angst hat.

    Wenn Besuch kommt, würde der u.U. den Hund überhaupt nicht bemerken, weil sie in ihre Kiste abhaut.

    Komisches Knacksen im alten Haus, ein Räuspern etc. lässt sie zusammenzucken. Notfalls flüchtet sie in ihre Kiste.

    Sie kam 2021 mit 4,5 Monaten zu mir und hatte anfangs vor allem Angst, auch draußen. Im Haus war sie zwei Monate quasi ausschließlich in ihrer Kiste.

    Draußen: Autos, Mülltonnen, Menschen - alles ganz schreckliche Dinge.

    Ich hatte keinerlei Anforderungen an sie, bin anfangs nur an der Leine in den Garten mit ihr.

    Angsthund würde ich sie trotzdem nicht nennen. Sie war extrem unsicher, schreckhaft, teils panisch und kannte einfach nix.

    Jetzt, nach 20 Monaten hier bei mir, ist sie draußen in der Natur ein absoluter Top Hund. Sie läuft frei, bleibt auf den Wegen, schaut nach mir und kommt angerast, wenn ich sie rufe.

    Sauber ist sie zum Glück inzwischen auch, hat etwas länger gedauert bei ihr.

    Im Haus hat sie ihre Routinen und ist immer noch ein "Grottenolm" - ihre Kisten sind ihr eben absolut wichtig.

    Auf belebter Straße ist sie gestresst und ich könnte mit ihr keinesfalls über einen Markt o.Ä. gehen.

    Sie hat sich m.M.n super entwickelt, aber ein "cooler" Hund wird sie vermutlich nie.

    Ein Freundin bei der wir neulich mal wieder zu Besuch waren meinte: eine beruhigende Wirkung hat dieser Hund eher nicht. :rolling_on_the_floor_laughing:

    Hat sie allerdings doch, aber nur Zuhause, wenn sie mit mir alleine ist.

    Ich glaube, es ist gut, bei so einem Hund erstmal keinerlei Erwartung zu haben und sich über jeden kleinen Fortschritt zu freuen.

    Dazu braucht es verschiedene Voraussetzungen, wie Geduld (viel), die passenden eigenen Lebensumstände, das Hinnehmen von "Unzulänglichkeiten" beim Hund etc.

    Zucchini hätte auch einfach ängstlicher Hund schreiben können, oder sehr unsicherer Hund, das hätte an ihrem Post nix weiter geändert, als diesen etwas schwammigen Begriff wegzulassen. Völlig egal also, wie man das benennt - kommt im Endeffekt aufs gleiche raus.

    Ich nenne meine einfach Hosenschisser. :upside_down_face:

    Die TE sollte sich klar werden, was es heißt, für ein Lebewesen zu sorgen. Das ist immer mit Aufwand, Geld und persönlicher Einschränkung gepaart.

    Wenn man das möchte, ist es machbar; hat man ganz andere Vorstellungen davon, sollte man es lassen. Viel Glück wünsche ich dem Hund, daß was passendes bei der Entscheidung rauskommt.

    Mein letzter Hund hatte mal etwas ähnliches. Plötzlich hatte er einen dicken Knubbel unterhalb vom Auge.

    Kam wirklich innerhalb eines Vormittages.

    Bin zum Tierarzt, dachte es wäre vielleicht ein Stich, oder was auch immer.

    Wurde zuerst mit Salbe behandelt, ging kurz darauf auf, siffte und heilte nicht zu.

    Kurz: letztlich war es ein Zahn, der an der Wurzel kaputt war, sich entzündet hat und die Entzündung sich einen Weg durch den Knochen nach außen gesucht hat.

    War garantiert sehr schmerzhaft, nur leider hat man dem Hund absolut nichts angemerkt.

    Zahn wurde in der Klinik gezogen, alles gereinigt und ist anschließend ziemlich flott verheilt.

    Ob es so etwas bei euch sein könnte, weiß ich natürlich nicht.

    Viel Glück und gute Besserung für den Hund!