Die Frage, die ich mir stellen würde ist die: Bist du selbst ein so innerlich ruhiger Mensch, dass du nicht deinen möglicherweise vorhandenen Stress auf den Hund überträgst? Viele sensible Hunde, die eng mit ihrem Menschen zusammenarbeiten wollen, sind sehr empfänglich für die Stimmung ihres Halters.
Mein Hund ist auch so ein Fall. Bin ich angespannt und gestresst, ist er es automatisch auch. Dafür muss ich eben nicht nur am Hund, sondern auch viel an mir selbst arbeiten.
Ich würde sagen, in Situationen, in denen der Hund, mit dem ich viel Zeit verbracht habe, gestresst ist, bin ich ruhig und kann aber gleichzeitig gut nachvollziehen, dass der Hund gestresst ist, weil ich die Reize durchaus wahrnehme. Ich bin keine ängstliche Person und generell eher ruhig (ich weiß, mit ADHS verbinden viele etwas anderes, aber das ist bei Mädchen/Frauen und im Erwachsenenalter etwas anders), außer ich bin im Aktionsmodus, im Sinne von: Aktivitäten, die mir Spaß machen, dann bin ich eher übermotiviert.
Gestresst bin ich eher dann, wenn es mir insgesamt an einem Tag einfach zu viel wird... zu viele Aktivitäten oder vor allem Dinge, die nicht geplant waren,... da fand ich es gesellschaftlich ganz angenehm zu sagen: Dem Hund ist es zu viel, wir können heute nicht mehr kommen. Aber ja, wenn ich das selbst lese, dann wird mir eh bewusst, dass ich dafür keinen Hund bräuchte sondern einfach mal meine eigenen Gefühle äußern könnte...
Wie gesagt, es war ein Gedanke, den ich teilen wollte. Das heißt nicht, dass ein Border Collie bei uns einzieht.