Ich schreibe hier mal weiter, nachdem ich auch mal auf der Suche nach Erfahrungsberichten war (@Mods vl könnt ihr den Titel auf "Portosystemischer Shudn" oÄ umbenennen?)
Bei uns wurde der Shunt durch ein CT bestätigt, es handelt(e) sich um einen extrahepatischen Shunt, allerdings leider sehr ausgeprägt. Die Leber wird/wurde bei unserer Hündin kaum bis gar nicht durchblutet, weil das Gefäß zur Leber hin im Vegleich zum Shunt-Gefäß miniklein ist.
Da unsere Hündin noch sehr jung ist haben wir uns für eine OP entschieden und das Shunt-Gefäß wurde nun mit Cellophan umwickelt und soll sich dadurch langsam schließen und dazu führen, dass das Blut durch das andere (aktuell noch sehr kleine) Gefäß in/durch die Leber fließt, was wiederum dazu führen soll, dass die Leber besser durchblutet wird, ihre eigentliche Funktion der Entgiftung erfüllen kann und dass die Maus wieder gesund (oder jedenfalls gesünder) wird. Bis dahin (bzw. schon vor der OP) bekommt sie Leberdiät-Futter und Leavolac (soll das durch die fehlende Leberfunktion entstehende Ammoniak binden).
Die OP fand Anfang der Woche statt und unsere Hündin hat es glücklicherweise gut überstanden. Sie war nach der OP über Nacht in der Klinik, am nächsten Tag konnten wir die müde und noch etwas beduselte Maus abholen. Am Tag nach der OP hat sie erbrochen, das hat sich aber gegeben (wir haben es natürlich sofot sicherheitshalber abklären lassen). Mittlerweile (Tag 4 post-op) hat sie all ihre Lebensgeister wieder und unsere größte Sorge ist eher, wie wir die 14 Tage Schonung bis zum Nähte ziehen gut rüberbringen ![]()
In vier Wochen wird ihr Blut nochmal kontrolliert, um zu sehen, ob sich die Ammonium-Werte nach der Fütterung gebessert haben. Während der OP wurde wohl auch Gewebe aus der Leber entnommen, die Ergebnisse der Biopsie bekommen wir aber erst. Insgesamt zeigt sich erst in frühestens vier Wochen, vermutlich aber erst in einem halben Jahr/Jahr, ob das Ganze erfolgreich war. Das ist für uns natürlich etwas unangenehm, aber wir hoffen mal das Beste :)
Eine Randnotiz noch und ich weiß, das klingt jetzt nach Werbung, ich möchte es aber erwähnen, weil wir sehr erleichtert (und fast positiv überrascht) waren: Die OP Kosten wurden von unserer Versicherung (Agila, Vollversicherung, Österreich) vollständig und ohne Diskussion übernommen, obwohl es sich um eine angeborene Krankheit handelt. Shout out an dieser Stelle, selten so positive Erfahrungen mit einer Versicherung gemacht.