Beiträge von Clover

    Ich würde garnicht so sehr den Fokus drauf legen, dass ein Hund 2 mal die Woche Hundekontakt brauchen.


    Meine bekommen auch regelmäßigen Kontakt. Aber nicht, weil sie das brauchen, sondern weil ich mit meinen Freundinnen spazieren gehen mag.

    Gut ... ich habe 2 Hunde, da haben sie 24/7 Hundekontakt. Ich meine jetzt Kontakt zu Fremdhunden.

    Naja, aber hier geht es doch um einen Hund, der allein gehalten wird. Das ist in meinen Augen schon ein großer Unterschied, ob der Hund ständig Artgenossen um sich hat und Kontakte mit fremden Hunden nur on top kommen, oder ob der Hund vielleicht 2 Stunden pro Woche mal mit einem anderen Hund interagieren kann...

    Klar wird sich das Problem nicht allein durch häufigere Kontakte von selbst lösen, aber es ist mM schon ein wichtiger Baustein.

    Hat er auch regelmäßig Hundekontakt in dem Sinne, dass man einfach mit anderen Hundehaltern spazieren geht und die Hunde frei (bzw. an langer Leine, wenn Freilauf nicht möglich ist) agieren können? Oder ist das eher immer "Rumstehen" in der Gruppe?

    Letzteres ist zumindest bei erwachsenen Hunden meist eher problematisch. "Spielen lassen" in dem Sinne, dass alle auf einem Fleck stehen und eine Meute Hunde durch die Gegend rennt, ist für die meisten Hunde kein wirklich sinnvoller Kontakt zu Artgenossen. In solchen Konstellationen fangen die einen an zu mobben, die anderen lassen den Kontrolletti raus, leben ihren Jagdtrieb an anderen Hunden aus oder fiddeln sich in Grund und Boden. Nettes Spiel gibt es da eher selten.

    Wenn das bisher eher so läuft, könnte ich mir vorstellen, dass ihr da in einer unguten Spirale gelandet seid. Der Hund will auf der einen Seite natürlich Kontakt zu Artgenossen, was zum aufregenden Highlight wird, wenn es so selten passiert. Auf der anderen Seite ist er dann aber in dieser Situation mit vielen anderen Hunden und viel Dynamik überfordert. Wodurch er vermutlich nicht lernen kann, dass man sich über andere Hunde nicht aufregen muss, was es dir vermutlich auch wieder schwer macht, beim Spazierengehen Kontakte zu anderen HH zu knüpfen.

    Ich würde, wenn es mein Hund wäre, für häufigeren Kontakt mit Artgenossen sorgen, aber im Rahmen eines gemeinsamen Spaziergangs mit 1, 2 anderen Hunden. Vielleicht findest du andere HH mit etwas älteren, souveränen Hunden, die dem Jungspund Grenzen setzen können und bei denen er ansonsten lernen kann, dass man einfach gemeinsam die Gegend erkundet und dass andere Hunde nicht immer Stress und Action bedeuten.

    Hmmmm...

    Vll muss ich Lumi auch nen Warm up kaufen...

    Immerhin war sie auch letztens bei 8 Grad im Wasser.... :thinking_face:

    Los, sagt mir ab welchen Temperaturen ist ein Warmup nach einem Bad in der Donau gerechtfertigt :smirking_face:

    Meine kleine Hündin hat es im Sommer bei 35 °C geschafft, zu zittern, wenn wir nach dem Baden noch eine Weile im Schatten saßen :see_no_evil_monkey:

    Ich würde daher sagen, baden bei 8 °C verlangt eindeutig nach einem Warmup Cape... |)

    Grundsätzlich ist sie langbeinig und athletisch, kann so ein Interesse durch veränderte Lebensumstände noch geweckt werden? Das Wichtigste allerdings ist die Kompatibilität mit Ersthund Micki. Legt sich Eifersucht oder kann es sein, dass ich das Aufreiten falsch lese?

    Weißt du denn, wie sich die Hündin verhalten hat, bevor sie so "herumgereicht" wurde? Grundsätzlich kann so eine Situation einen Hund natürlich stark verunsichern, was sich wieder gibt, wenn der Hund dann mal ankommen kann und zur Ruhe kommt. Es kann aber genauso sein, dass es sich um einen unsicheren, wesensschwachen Hund handelt, bei dem das immer ein Thema bleiben wird. Da sollte man dann überlegen, mit wieviel Trubel der Hund zurecht kommen MUSS. Überall dabei sein, mit auf Arbeit gehen, viele andere Hunde treffen, bei städtischer Wohnlage wahrscheinlich auch beim Gassigehen oft viel los, das kann zu viel sein für einen Hund, der keine große Umweltsicherheit mitbringt.

    Zum Verhalten deines Ersthundes, das würde ich eher als Stress interpretieren und das Aufreiten scheint die Strategie zu sein, mit der er versucht, damit umzugehen. Da ist es zum Einen wichtig, das zu unterbinden, um die Hündin zu schützen und zum Anderen, um deinem Hund andere Strategien zu vermitteln, mit diesem Stress umzugehen. Ich würde da tatsächlich auch nicht einfach schimpfen, zumal das auch nicht beim Hund anzukommen scheint. Ich würde eine leichte Hausleine an den Hund machen und wenn er aufdreht und Anstalten macht, den anderen Hund zu rammeln, wegführen und dabei helfen, sich zu beruhigen. Machen Hunden hilft es, wenn man sie festhält und etwas zu ihrem Glück zwingt (also mit Hund aufs Sofa und "Zwangskuscheln", bis er sich beruhigt hat), ruhiges Futter suchen, was zu Kauen kann auch helfen, und solange machen, bis der Hund wirklich runter fährt. Das kann am Anfang etwas dauern, aber mit der Zeit wird er seine Aufregung immer besser kontrollieren können. Das ist anfangs aufwendig und natürlich stört es auch erst mal die liebgewonne Routine, aber meiner Meinung nach profitieren die meisten Hunde davon, wenn sie dauerhaft mit Artgenossen zusammenleben können, auch wenn die keine besten Freunde werden und der Anfang etwas holprig ist.

    Ich denke, dass es durchaus funktionieren kann mit der Hündin, würde allerdings ohne große Erwartungen an die Sache gehen. Also eher als gute Tat, diesem Hund ein neues zu Hause zu geben, auch wenn es sein kann, dass sie nicht der aktive, lustige Hund wird, den man sich eigentlich gewünscht hat.

    Klar, ohne Video kann man nicht mit Sicherheit sagen, was genau da gelaufen ist. Aber wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Rüde in diesem Alter total souverän irgendwas durchsetzen will?

    Geprolle, wer hat den Größten, kann ich nicht vielleicht mein Ego am anderen aufpolieren etc. finde ich da deutlich naheliegender... Sicher ist das alles noch relativ gehemmt, noch nicht 100% ernst, vermutlich noch mit einer gewissen Unsicherheit gepaart, aber ich sehe da durchaus Potential, dass das mit zunehmendem Alter noch ernster wird und dann nicht mehr so glimpflich ausgeht. Und das Ganze dann noch mit einer Rasse, die einfach für ein sehr problematisches Sozialverhalten bekannt ist (was nichts mit Vorurteilen zu tun hat, sondern einfach Fakt ist).

    Das wäre mir viel zu brisant, um da einfach mal zu schauen, was das nächste Mal passiert. Klar kann es sein, dass man dem Bulli damit Unrecht tut, aber für Experimente wäre mir das Risiko für meinen Hund zu hoch.

    Aber nach aktueller Lage, wo Groomer aufgrund von Bildern angezeigt werden, wird es doch nie im Leben eine Studie geben, wo der Zustand "gekürzte" Vibrissen untersucht wird.

    Naja, in Tierversuchen (und nichts anderes wäre eine solche Studie) wird das Tierschutzgesetz ja nun regelmäßig in deutlich drastischerem Ausmaß verletzt, als das hier der Fall wäre. Das ist ja nicht vergleichbar mit einer Privatperson, die etwas tierschutzrelevantes tut. So einen Versuch genehmigt zu bekommen, wäre daher wirklich das kleinste Problem an der Sache.

    Auch das Studiendesign sollte jetzt so kompliziert nicht sein, es geht dabei ja nicht um Leid/kein Leid, sondern rein darum, welche Funktion Vibrissen beim Haushund erfüllen. Die Interpretation dieser Ergebnisse steht ja wieder auf einem anderen Blatt.

    Ich sehe das Problem eher bei der Finanzierung, ob man für sowas eine Förderung bekommt, ist mehr als fraglich.

    Ich kenne dieses Umschalten auf ernsthafte Beschädigungsabsicht innerhalb einer Sekunde von AmStaffs und Bullterriern bzw. Mixen diesen Typs und das hat wenig mit sich nicht grün sein, nicht so verträglich zu sein o. ä. zu tun. Die kippen einfach schnell und ohne Vorwarnung in dieses Verhalten und dann kann man nur noch schauen, dass man die Hunde so schnell wie möglich getrennt bekommt, bevor es zu massiven Verletzungen kommt.

    Ich gehe Begegnungen mit solchen Rassen mittlerweile aus dem Weg, weil mir die einfach zu unberechenbar sind und es im Fall des Falls idR nicht bei bissel Geprolle und vollgesabbertem Fell bleibt.

    Mit dem Bulli hätte mein Hund nur noch Kontakt, wenn der mit Maulkorb und Leine gesichert ist. Oder man lässt die Hunde gar nicht zueinander, wenn man sich trifft.

    Hm. Könnt ihr das wirklich anhand von Fotos beurteilen, ob das Gewicht/die Figur passt?

    Ich finde das ehrlich gesagt eher Kaffeesatzleserei... Klar, klatschfett oder völlig abgemagert kann man bei nem kurzhaarigen Hund sicher anhand eines Fotos beurteilen, aber ganz sicher nicht, ob der Hund nun leichtes Über - oder Untergewicht hat. Selbst bei sehr kurzhaarigen Hunden macht es so einen extremen Unterschied, wie man fotografiert (Winkel, Beleuchtung, wie viel Körperspannung hat der Hund grad, atmet er grad ein oder aus usw.), sobald dann auch nur ein bisschen Unterwolle dazu kommt, kann man gar nix mehr sagen.

    Und auch sowas wie Ausprägung von Taille oder Bauchlinie sind halt sehr individuell, gibt Hunde, die haben z. B. keine ausgeprägte Taille, auch wenn die sehr schlank sind. Oder Hunde, die eine stark aufgezogene Bauchlinie haben, auch mit Übergewicht.

    Für mich ist das hier reine Spielerei :ka:

    Ich sehe hier beides, HH, die man nur selten sieht, weil sie zu Unzeiten gehen oder raus fahren, und solche, die tatsächlich nur im unmittelbaren Umkreis der Wohnung unterwegs sind. Allerdings bunt gemischt durch alle Rassen und Größen, letzteres auch oft bedingt durch den Gesundheitszustand der Halter, der keine großen Runden zulässt.

    In Bezug auf die Kurznasen kenne ich auch sowohl Halter, die selber gern unterwegs sind und es schade finden, dass der Hund das grad bei höheren Temperaturen nicht mitmachen kann. Und solche, die froh sind, dass der ja nicht so viel laufen "will".