Beiträge von Anne_Boleyn

    Ich hab durch den Thread viel gelernt. Mir war früher gar nicht bewusst, wie gefährlich Kühe werden können. Mit Hund bin ich bisher noch nicht über Weiden gelaufen, aber früher ohne Hund im Urlaub in den Bergen regelmäßig. Ich hab mich immer über die Kühe gefreut und sie oft gestreichelt 🙈 Tut mir heute leid. Heute bin ich da schlauer, aber damals hab ich mir dabei nichts gedacht und hab die Kühe gerne geflauscht und mich abschlecken lassen.

    Das würde ich so definitiv nicht mehr machen. Aber jetzt ist mir erst bewusst geworden, wie gefährlich das gewesen ist.

    Emma ist unter der Woche fast täglich 6 Stunden alleine. Und in der Zeit pennt sie und ist tiefenentspannt. Bin ich im Home-Office ist sie viel gestresster und hat Angst was zu verpassen. Aber sobald sie merkt, dass ich ohne sie gehe, haut sie sich aufs Sofa und man kann richtig sehen, wie sie runter fährt. Ihr tut das wirklich gut.

    Und dass du es schade findest dass es "nur am Geld scheitert" find ich echt schräg.

    Ja, das finde ich schade. Gerade jetzt wo die Tierheime dank Coronahunden so überfüll sind, suchen so viele händeringend nach einem Zuhause. Dem Hund ist egal ob du reich oder arm bist. Natürlich muss man für Futter aufkommen können und für eine gewisse Ausstattung. Aber man muss ja keine Designer Halsbänder kaufen oder teure Lederleinen usw. Bettchen und Decken gibt es für ein paar Euro.

    Man muss einfach nur wollen. Für mich klingt es nach Ausrede zu sagen "Joe, sorry Töchterchen, wir sind zu arm für einen Hund". Ich denke dass die Mutter einfach keine Lust auf die Verantwortung hat und sie das auch ein Stück abgeschreckt hat.

    Wow :pouting_face:

    Nein dem Hund ist nicht egal, ob du arm oder reich bist. Der möchte wenn er krank ist nämlich trotzdem adäquat behandelt werden, auch wenn gerade Ende des Monats und das Geld knapp ist. Es stimmt, teure Leinen oder Halsbänder sind Luxus. Aber die Möglichkeit zur tierärztlichen Versorgung ist eine Grundvoraussetzung. Und nein, man kann nicht alles schaffen, wenn man nur will. Wo kein Geld ist, da ist eben kein Geld beim tierärztlichen Notfall. Die wenigsten Kliniken rechnen noch direkt mit Versicherungen ab und man muss das Geld erstmal vorstrecken können. Man bekommt auch nicht nachts um 2 einen spontanen Kredit von der Bank, falls man keinen entsprechenden Dispo hat. Ich bin dankbar für jeden, der so reflektiert an das Ganze herangeht wie die TE.

    Und was den Border Collie angeht, ist dein Hund ja nun wirklich keine gute Werbung für die Rasse.


    Edit: Sorry, hab den Post von SheltiePower erst zu spät gelesen.

    Zu den Kosten kann ich sagen, dass Emma (wird im August 2 Jahre alt) bisher ca. 6000 Euro Tierarztkosten verursacht hat. Sie ist zum Glück krankenversichert. Aber so eine Versicherung kostet auch monatlich zwischen 60 und 90 Euro anfang, Tendenz steigend. Klar, dass muss nicht so kommen und es gibt viele Hunde, die den Tierarzt die ersten Jahre nur zum Impfen sehen. Aber man sollte im Hinterkopf behalten, dass es auch anders laufen kann. Ein Hund kann auch Allergien haben oder Futtermittelunverträglichkeiten, sodass das günstige Trockenfutter nicht vertragen wird und die Futterkosten unerwartet höher ausfallen als geplant. Der Anschaffungspreis von 1500 bis 2500 Euro ist da noch das kleinste Problem.

    Ich hab mir im Alter deiner Tochter auch sehnlichst einen Hund gewünscht und wäre überglücklich gewesen, wenn mir der Wunsch erfüllt worden wäre. Von daher verstehe ich deine Tochter gut. Aber es muss eben auch finanziell drin sein.