Beiträge von Freesendeern

    Ich muß es mir hier mal von der Seele schreiben. Unserer kleinen Omi (13,5 J.), chronische Niereninsuffizienz, mag nicht mehr richtig fressen, trinkt viel und pinkelt viel, hat Arthrose in den Pfoten und das Gehen fällt ihr schwer, nimmt aber noch am Leben teil und motzt auch nochmal unsere zwei anderen Hunde an, aber sie hat die letzten zwei Wochen doch sehr abgebaut. Ich bin mir einfach nicht sicher ob es schon Zeit ist sie gehen zu lassen und warte auf diesen "Ich kann nicht mehr Blick", aber nichts. Nun kommt morgen Abend unsere TÄ vorbei, sie hat die nächsten zwei Wochen Urlaub und ich möchte ihre fachliche Meinung zu unserer Situation hören, da ich nicht weiss ob ich den richtigen Blick vielleicht verloren habe, da sich alles langsam immer mehr verschlechtert hat. Wir haben die letzten male schon immer Schwierigkeiten gehabt bei der Blutabnahme, Venenkatheter lag aber es kam kein Blut. Was passiert bei einer Euthanasie wenn kein Venenkatheter gelegt werden kann? Kann man die Narkose auch in den Muskel spritzen und ist das vielleicht schmerzhaft für den Hund? Und was ist dann mit der zweiten Spritze? Ich habe solche Angst und möchte nicht das mein Seelenhund Schmerzen dabei hat, die habe ich schon in meinem Herzen.

    Ich weiß garnicht wie oder was ich schreiben soll. Ich glaube wir sind kurz vorm Ziel oder anders gesagt, wir sind am Ende eines Hundelebens angekommen. Anfang April hat sich das Blatt nochmal gewendet und wir hatten dann noch 5 schöne Monate, bis unsere Omi jetzt wieder anfing wegen der Niereninsuffizienz mäkeliger zu fressen. Sie ist auch schwächer geworden, bedingt durch die kräftezehrende Krankheit, sie schläft viel, aber sie kläfft am Zaun auch noch fremde Hunde an und doch merke ich das nicht mehr lange so weiter geht. Heute hat sie noch garnichts gefressen, das war so noch nie der Fall. Gestern Abend hat sie noch ihre Portion gefressen. Es zerreisst mich, war sie doch nicht gestern noch ein Welpe und hatte den Schalk im Nacken und heute so alt und gebrechlich. Sie ist für mich ein ganz besonders besonderer Hund, meine Seele, mein Leben. Ich kann mir ein Leben ohne sie garnicht vorstellen.

    Wir haben auch solche Sorgen. Unserer Omi ging es bis letzte Woche wirklich gut, mal abgesehen von der Arthrose. Sie hat trotz ihrer sehr schlechten Nierenwerte bis vor ein paar Tagen sehr gut gefressen. Nun geht es wieder los wie im April, als sie kaum noch und wenn nur ungesundes Zeugs gefressen hat. Die TÄ meinte heute zu mir das viele nierenkranke Hunde mit dem heissen Wetter zu tun hatten, aber sie sagte auch, das es jederzeit kippen könnte und man sie dann erlösen sollte. Sie meinte, das man es nochmal mit infudieren versuchen könnte, das mal die ganzen Giftstoffe ausgespült werden. Sie wollte es mir einmal zeigen und dann könne ich das zuhause machen. Ich weiß nicht, ob ich mir das zutraue, meinen Hund eine Nadel unter die Haut zu schieben und ob es dann auch wirklich was bringt und für wie lange.

    Entspannend ist ein so alter Hund definitiv nicht... Ich gehe emotional gerade seit Wochen an meine Grenzen und frage mich wirklich, wie lange ich an diesem ganzen Mist zu knabbern haben werde :frowning_face:

    Das kann ich so nachfühlen. Auch bei uns ist es ein auf und ab, immer Angst vor das was der nächste Tag bringen wird. Ich kümmere mich trotzdem gerne um unsere Omi und würde es auch ewig so weiter machen wollen, wenn ich sie dafür bei mir behalten könnte.

    Ich mache mir gerade wieder große Sorgen um unsere Hundeomi. Anfang April wollte sie wegen ihrer chronischen Niereninsuffizien so gut wir garnichts mehr fressen. Dann hat sie sich aber wieder berappelt und fraß die letzten Monate ganz normal ihr Futter. Jetzt fängt es schon wieder an. Sie frisst noch, aber nicht mehr alles, genauso fing es im April auch an. Sie bekam und bekommt noch SUC, Phosphatbinder, Ulmenrinde, Zeel, Cortisan von Inuvet und Librela. Nun weiß ich nicht was sonst noch helfen kann. Eine Bekannte empfahl mir noch Pronefra, sie nimmt das bei ihrem nierenkranken Kater. Blutwerte werde ich nicht mehr untersuchen lassen, es ändert ja eh nichts an der Situation.

    Unsere alte Hündin bekommt für die Nieren und die Leber SUC von Heel oral eingegeben und gegen die Arthrose Zeel die Ampullen auch oral, die helfen wesentlich besser als die Tabletten. Und sie bekommt noch Cortisan von Inovet und 1x im Monat Librela. Novalgin bei Bedarf, anderes Schmerzmittel kommt wegen der Nieren/Leber nicht infrage. Ein Kombipräperat für alles, das gibt es meiner Meinung nach nicht.

    Panzer hat das auch gemacht. Der stand manchmal vor der Wand und hat einfach die Wand angestarrt. Mit Karsivan ist das ein bisschen besser geworden.

    Mir bereitet Erna Sorgen… Der immer so verfressene Hund, der alles geil fand, frisst nicht mehr und wenn, dann nur sehr ausgewählte Sachen. Wir experimentieren hier also mit tausend Futtersorten, waren zwischendurch auch im Urlaub, wo das noch komplizierter war. Dazu kommt, dass sie viele der Experimente nicht vertragen hat, Durchfall hatte oder auch mal was wieder ausgekotzt hat. Angefangen hat es nach ihrer Blasenentzündung und der TA bestätigte gestern meine Vermutung, dass ihr das wohl die Darmflora gekillt hat. Sie bekam eine Spritze gegen Schmerzen und eine gegen Übelkeit, das sollte auch schnell wirken, aber fressen wollte sie heute wieder nicht. Das Pulver für die Darmflora findet sie scheiße, das habe ich also vorhin nicht unters Futter (mit Liebe gekochte Schonkost) gerührt, sondern in Quark und es ihr Finger für Finger ins Maul geschmiert. Ich hoffe, sie kommt bald wieder auf die Beine :no:

    Bei alten Hunden die nicht fressen wollen würde ich auch mal die Nieren- und Leberwerte checken lassen. Sind die schlecht ist den Hunden auch übel.

    Lara004 Bei uns sieht es genauso aus und Anfang April hatte ich schon einen Termin mit der TÄ abgemacht, so schlecht sah es aus. Aber dann hat sich das Blatt nochmal gewendet und es ging wieder bergauf. Klar merkt man der Omi das Alter an, sie hat Arthrose, CNI und hört auch nicht mehr gut, aber sie hat noch Freude am Leben und das ist das was zählt. Wenn sich das Blatt wendet, was ja bei der CNI jederzeit passieren kann, dann müssen wir den letzten Schritt gehen. An den Tag mag ich garnicht denken.

    Aber noch mal zum Fall hier: Mich interessiert nach wie vor, was unter höherer Dosis zu verstehen ist und was der Hund für eine Diagnose hat. Ich könnte mir auch vorstellen, dass direkt nach Wirkeintritt von Librela Sachen zu sehen sind, die Hunde aufgrund der höheren Muskelanspannung bei chronischen Schmerzen vorher kaschieren.

    Meine Omi 13J. bekommt schon seit ca 2J. Librela alle 4Wochen 15mg. Ich hatte das Gefühl bei ihr das es nicht mehr ausreicht und die TÄ hat die Dosis auf 20mg alle 4Wochen erhöht. Sie hat Arthrose in den Zehengelenken, Arthrose in der Hüfte und im vor 7J. operierten Hinterbein (TPLO).

    Es mag ja auch sein das es reiner Zufall war, das es nach der letzten Spritze auftrat. Sie war mir zwei Tage vorher auf dem Laminat hinten weggegrätscht als sie von unserem Bruno angerempelt wurde.

    Schmerzmittel gebe ich nur nach Bedarf wegen ihrer Niereninsuffizienz. Sie bekommt ausserdem noch Cortisan von Inuvet und seit 10Tagen noch Zeel Ampullen. Und morgen dann wieder Librela.