Alles anzeigenDas klingt ganz toll < 3
Wir machen grad auch den ersten Schritt. (Vielleicht bald mein eigener) Pflegi wurde nach einigen Ausbrüchen (Traktoren & Autos mit Anhänger waren plötzlich ganz böse) nicht mehr oft nach draußen gebracht. Also nur Offenstall einige Monate, ich hab dann mit Vertrauensarbeit und Führtraining auf dem Platz angefangen in den letzten Monaten) Er ist halt immer noch ein kleiner Rüpel. Zweimal war ich zum Kennenlernen mit ihm und der Besi spazieren, man kann ihn schon halten, aber sicherheitshalber trägt er ein Kappzaum.
Jetzt schleichen wir uns langsam von Hof. Ich merke, dass er nicht wirklich Bock drauf hat. Wenn er schlecht drauf ist, hat er sofort Kräusel um's Maul. Momentan laufen wir also entspannt nur in der Ausfahrt rum, riechen am Trecker, es gibt Möhrchen für jeden Meter Richtung Ausgang, bei dem er nicht mit Kopfschlagen anfängt. Aber wir machen wirklich laaaaaangsam. Wir erweitern das Führtraining quasi vom Platz runter in den Hof. Und wo es auf dem Platz eigentlich toll läuft, fangen wir auf dem Hof bei Null an.
Gestern war aber grundsätzlich auch ein schlechter Tag, er war nicht gut drauf. Erschreckte schon beim gehen in die Putz-Halle zweimal und die Kräusel waren auch direkt da. Er hatte keinen Bock.
Manchmal bin ich unsicher - die Besitzerin würde einfach rausgehen. Augen zu und durch. Ich probiere es jetzt gerade mit der rohen Ei Methode. Ich glaube nämlich nicht, dass wir einen entspannten Spaziergang haben würden, wenn er meckert, drängelt und nicht ansprechbar ist. Ich glaube aber auch, ich müsste das öfter machen, als nur ein zwei Mal die Woche, wie momentan, damit es einen Effekt hat.
Weiß gar nicht was ich hören will, irgendwie mussten die Gedanken nur mal raus ^^
Nach Picassos Umzug an den jetzigen Stall war er lange Zeit furchtbar. Spazieren gehen wie vorher war kaum mehr möglich.
Panik, dadurch steigen und versuchen heim zu rennen.
Selbst auf dem Hof war er völlig durch, im Stall bei der herde total gechillt.
Ich habe es dann genau so gemacht. Erstmal nur Auf dem Hof spaziert. Dann Kette auf und die ersten Meter vom Stall weg. Bevor er Anzeichen gezeigt hat, wieder zurück. Und nochmal, nen Meter weiter, gut war.
So haben wir uns an den waldeingang gearbeitet. Da war es besonders schlimm und da hatten er gerne Ausraster (er war da 5).
Also auch hier. Richtung waldeingang, kurz vorher wieder umgedreht, große Vorteile gegangen, wieder in die Richtung, Meter weiter etc.
Und nach 3 Wochen war das Thema durch und wir konnten wieder normal spazierengehn.
So hab ich es auch mit den Kühen gemacht, die plötzlich an beiden Seiten, wo wir in den wald gehen, standen. Annähern, Rückzug, annähern, Rückzug. Viel los. Gucken lassen, wieder in ne volle auflösen. Immer wieder zurück, bevor er zu viel Angst bekommt oder panisch wird. Das hat super funktioniert.
Ne andere hat es mir der "hau drauf-methode" probiert mit dem Ergebnis, dass ihr Pferd panisch in vollen um sie herum rannte (und auf beiden Seiten des Weges stromzaun, DAS war saugefährlich).
Ich wurde zwar von manchem etwas belächelt, aber wir hatten keinen Stress, keine Diskussionen und keine blöde Situation.