Beiträge von Anirac

    Ich vergleiche auch nichts. Das war keine Absicht damit. Es war so gemeint das es nicht bei allen funktioniert und eher nach hinten los gehen kann.

    Ich möchte damit nur sagen das man nicht mit jedem Pferd Das und Dieses machen kann und das immer zum Erfolg führt. Es kann auch eher das genaue Gegenteil bewirken das man möchte.


    Schläge sind, aus meinen Erfahrungen, nie eine Lösung.

    Lg
    Sacco

    Ich habe ja auch nicht gesagt, dass man das, was bei Picasso notwendig war, 1:1 auf alle Pferde übertragen kann. Aber da du mich ja zitiert hast, habe ich mich natürlich angesprochen gefühlt. Und ja, wenn man mir dann - zwischen den Zeilen, aber deutlich genug- unterstellt, ich würde mein Pferd schlagen, ist für mich auch mal Ende.

    Ah, kenne ich. Der hätte dich bei so einer Situation verprügelt. Bei ihm musste man immer außer Reichweite von seinen Hufen sein.

    Bei unserem Hengst habe ich dabei gesehen das ich außerhalb von Reichweite seiner Hufe bin und dann deutlich gemacht habe das ich es nicht toll finde was er da gerade machen möchte. Musste man am anfang auch immer auf der Weide so machen.

    Auch heute kann man ihn z.B. nicht einfach so mit Fliegenspray einsprühen. Letzten wollte er doch tatsächlich mich treten, er hat jedenfalls gebockt und hinten ausgeschlagen, als ich ihn für den Hufschmied abholen wollte. Es gab eine mündliche Verwarnung und gut war.

    LG
    Sacco

    Jo. Hat meiner aber nicht, der war 4, grün hinter den ohren und hats halt mal versucht. Das nennt man dann erziehung.

    Meine stute, Picasso Mutter, wurde auch so "erzogen". Sollte mit 4 schon zum Schlachter, weil unreitbar. Sie biss, sie trat ( beim hufeauskrstzen war ihre spezialiät, einen zwischen sich und dem anbindeplatz einzuquetschen und dann zu treten), sie stieg und buckelte. Einfach an der Vorbeigehen war nicht. Ansonsten war sie einfach nur hysterisch. Es hat mich viel Zeit, Nerven und Tränen gekostet, bis sie das Pferd wurde, das sie von Anfang an hätte sein können. Sie hatte viele Jahrelang einen richtig üblen Ruf. An den weiteren Ställen, an denen wir dann waren, konnte kaum einer die Geschichten über sie glauben.

    Anscheinend bin ich da doch anders. Unser Hengst hat mich in den Finger gebissen. Ich hatte einen schwarzen Fühstrick in der Hand und schwarze Handschuhe an. Er wollte den Strick und hat meinen kleinen Finger mit erwischt. Den wollte er ganz sicher nicht erwischen. Die Narbe/Hügel habe ich bis heute aber er hat dafür auch nie ärger bekommen. Warum auch, er wollte den Finger nicht erwischen.

    Und das ist doch auch kein vergleich. Wenn was unabsichtlich passiert, gibts sicher keinen Ärger. Um solche beispiele gehts doch gar nicht.

    Es kommt vermutlich immer auf das Pferd ( wie auch auf den Hund an) an was man wie machen muss.

    Ich bin eher so das ich mit dem Pferd zusammenarbeiten möchte und nicht das Spiel machen " Wer ist der Boss".

    Ich glaube nicht, dass das hier jemand anders sieht.

    Aber sorry, beim rüpeligen 4jährigen, der so gezielt auf einen geht, nur weil ihm gerade nicht in den Kram passt, dass er rechts laufen soll statt links (nein, in dem Fall kein gesundheitlicher grund) lass ich das nicht laufen oder mich aus dem weg scheuchen. Und ich habe ihn auch sicherlich nicht verdroschen, aber meinen Standpunkt, dass das nicht geht und er abstand von mir zu halten hat, musste ich in dieser Situation klarmachen. Sonst hätten wir in Zukunft sicher richtig Spaß miteinander gehabt...

    Das hat nix mit Spiel "wer ist hier der Boss" zu tun.

    anderen tut dann eine Pause gut.

    Eine Pause ist auch nicht per se schlecht, aber sie muss auch so gestaltet werden, dass es eben nicht zu noch mehr Frust kommt (und Pausen waren für so einige Hunde auf den Hundeplätzen wo ich war, mit das frustrierenste am ganzen Aufenthalt dort).

    Und man geht damit nur auf die Symptome ein, aber in erster Linie muss man sich dann überlegen, wo liegen die Ursachen und wie muss ich mein Training anpassen.

    Ja klar- da bin ich voll bei dir.

    Ich bin super froh über diese kleinen Herausforderungen, die uns eine Chance auf ein Erfolgserlebnis geben und nicht nur gleich den Supergau aka vor der Nase wegspringendes Reh 😄

    Aber dass er sich da jetzt so gut kontrollieren kann, zeigt ja, dass wir da auf dem richtigen Weg sind. Letztens ist er ja auch dem wegrennenden Eichhorn nicht hinterher, sondern kam auf mein Rufen. Man merkte richtig wie er zögerte und überlegte und sich dann für mich entschied. Vor anderthalb Jahren hätte das anders ausgesehen 😅

    Steter Tropfen.. 😊