Ich frage mich halt, was der Tierschutzverein damit bezweckt. Ich war auch sehr klar und offen, das ich keine Hundeerfahrung habe und einen unkomplizierten Hund suche.
Ich habe auch mehrmals betont, dass ich mit einem Nein leben kann.
Tierschutzvereine suchen doch eigentlich einen Lebensplatz für ihre Tiere. Man hört immer wieder wie streng sie bei der Vergabe sind und wie darauf bedacht, dass es passt zwischen Halter und Hund.
Wusste man es einfach nicht besser?
Aber dann erwarte ich mir doch auch da Ehrlichkeit.
Nach all den Horrorszenarien, die ich hier gelesen habe, sehe ich die Möglichkeit Max wieder abgeben zu müssen, weil wir es nicht schaffen sehr realistisch vor mir.
Aber wir haben Montag oder Dienstag unsere erste Stunde mit einem Trainer, der mir aus meinem Umfeld wärmstens empfohlen wurde.
Er wird sich das einmal ansehen und dann werden wir gemeinsam einen Fahrplan erarbeiten.
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Du musst bedenken, dass die Hunde sich wo auch immer sie im tierschutz untergebracht sind, evtl. Auch ganz anders verhslten können als dann, wenn sie "ankommen".
Bei meinem wurde gesagt er ist ein Angsthund und sehr schüchtern.
Und anfangs war das auch so (also als angsthund habe ich ihn nie gesehen, aber sehr schüchtern, wollte gar keinen kontakt mit einem haben). Da war er anderthalb.
Beim Gassi klebte er am Bein, Schwänzchen immer eingezogen, bei anderen Hunden clownerei und fiddeln und ganz kleine Brötchen backen, null Selbstbewusstsein.
Dass der Hund echt trieb hat, haben die gar nicht raugefunden. Und dass er was arbeiten will.
Das hab ich dann rausgefunden, als wir auf dem Hupla das erste Mal Hürden gemacht haben und er daran Spaß entwickelte und dann kreischend auf dem Platz stand, mich frustriert anbellend und maßregelnd, weil ich seiner Meinung nach nicht schnell genug war. Gleiches beim Canicross. Hysterische Nudel, da packt er den Hüti aus...
Meinen Gesichtsausdruck hättest du sehen müssen, ich war echt: was ist denn jetzt los? Wo ist denn der ruhige, schüchterne, wirklich total stumme Hund von zuhause?
Jagdtrieb hat er entwickelt. Mittlerweile zuhause auch einen Wachtrieb und schützen würde er mich auch wollen.
Und ja, das kam erst alles mit den nächsten 2 Jahren. Die ersten Wochen habe ich mich gefragt, was ich überhaupt mit dem trainieren soll und war fast enttäuscht, dass er so völlig unauffällig war 😅
Als ich in der Organisation, wo er her ust, gepostet habe, wie er sich entwickelt hat und was wir alles so machen, sind die fast vom Glauben abgefallen.
Aber... du scheinst reflektiert zu sein, mit dem Willen zu lernen und auch zu arbeiten an dir und mit dem Hund- da würde ich die Flinte nicht so schnell ins Korn legen und erstmal schauen, wie weit du mit trainerhilfe kommen kannst. Ansonsten erstmal managen, dafür hast du ja schon viele Tipps bekommen.
(Übrigens hat ne Freundin einen Hund aus dem TS, der fast identisch aussieht und das ist ein dackel-schäfi-mix (Eltern in dem Fall bekannt) 😅).
Aber so oder so- du musst damit arbeiten was du hast und erwachsen wird der ja erst noch (da hat sich bei meinem bis er 4 war auch extrem viel getan, gerade was Fremdhunde angeht). Seit er 4 ist würde ich sagen er ist jetzt erwachsen geworden.