Beiträge von LUKE13

    Es ist in meinen Augen durchaus richtig, dass Schäferhunde sehr kluge und treue Familienhunde sein können (wie eigentlich jede andere Rasse auch).

    Allerdings werden sie dies nicht automatisch, sondern durch Erziehung und einer hundegerechten Auslastung.

    Es stimmt auch, dass junge Boxer oft noch ein wenig stürmischer und clowniger sind, als junge Schäferhunde.

    Trotzdem bleibt ein junger Hund ein junger Hund. In diesem Alter kann der Kommandos noch gar nicht so zuverlässig ausführen, wie du dir das vermutlich vorstellst.

    Auch kennt er euch noch nicht. Der Vorbesitzer hat ja bereits eine Beziehung zu Henry aufgebaut. Und wenn er da im Freilauf gut gehört hat, auch keine schlechte. Aber ihr seid neu, euch testet Henry auch neu, ob denn die alten Regeln bei euch auch gelten. Und wie es aussieht, habt ihr da einfach nicht richtig reagiert und er hat sich somit mehr Freiheiten erlaubt.

    Wenn Hundeschule zeitlich schwierig wird, dann wird auch das ganze Projekt Hund schwierig. Denn ein (Schäfer-)hund wird immer auch Zeit für sich brauchen und läuft, wie du gerade erkennst eben nicht einfach so problemlos nebenbei mit.

    Und das er aus allen ein Spiel macht ist normal. Der ist jung. Meiner ist jetzt 15 Monate und dem fällt immer noch wunderbar viel Blödsinn ein, und versucht mich mittels Spiel gütig zu stimmen, wenn er bei verbotenen Sachen ertappt wird.

    Ich habe im übrigen kein Problem mit Hunden in Außenhaltung.

    Wenn! Der Hund daran gewöhnt ist. Bzw. langsam daran gewöhnt wurde. Sprich er kann solange sicher in dieser Umgebung ohne Stress alleine bleiben. Sprich er hat das passende Fell für die aktuellen Temperaturen.

    Und wenn er trotzdem genügend Ansprache und Beschäftigung bekommt. Sprich, Hunde sind hochsoziale Lebewesen.

    Könnt ihr uns Tipps geben wie wir ihn wieder in die Familie einbringen können und er aufhört Mist zu bauen?

    Ihn als das sehen was er ist:

    Ein junger Gebrauchshund der gerade in eine neue Familie kam und nun seinen Platz darin sucht.

    Erkennen, dass ein Hund mit 10 Monaten jung und verspielt ist, und Grenzen testet und mit viel Geduld erzogen werden muss.

    Die Leine wirklich am Hund lassen, bis obige Erziehung zuverlässig greift. (Und doch, das geht auch wenn man Kinder mit dabei hat, ist nur nicht ganz so einfach und entspannt)

    Ihm mit Liebe und Geduld Grenzen setzen, zeigen was er darf und was er nicht darf. Akzeptieren, dass er trotzdem immer mal wieder Blödsinn macht, wie Kinder halt auch.

    Dir Gedanken über eine richtige Beschäftigung/ Hundesport machen. Wenn er vernünftig ausgelastet ist, fällt ihm auch weniger Unsinn ein.

    Gerade Gebrauchshunde brauchen oft ihre Arbeit, sonst werden sie gerne seeehr anstrengend.

    Dafür Sorgen, dass er genügend Schlaf bekommt. Er wird in einem turbulenten Haushalt vermutlich nicht alleine zur Ruhe kommen. Das muss man aufbauen, und ihn anleiten.

    Kinder nie, wirklich nie mit Henry alleine lassen. Und die Kinder im Umgang mit dem neuen Hund sehr genau anleiten!

    Das wären so spontan die ersten Punkte die mir einfallen, um mit Henry einen netten gehorsamen Familienhund zu bekommen.

    Hundebär

    Ich kann verstehen, wenn hier die meisten schreiben 'lass die Finger davon '.

    Ich selber möchte eine solche Mischung auch nicht Geschenkt haben.

    Auch, da es oft sehr schwer ist, eine solchen Hund wieder abzugeben, falls es eben nicht funktioniert.

    ABER:

    Der Hund existiert ja schon, und wenn man ihn nicht einschläfern lassen will, wird er auch irgendwo leben müssen.

    Er ist bereits 10 Monate alt, somit wird auch nicht der Depp unterstützt, der eine solche Mischung in die Welt gebracht hat.

    Insofern schau dir den Hund an. Und Überlegunge einfach gut, ob du mit diesem Hund leben kannst. Meine diesbezüglichen Überlegungen wären:

    Wohnst du sehr ländlich? Mit geringer Hunde und Menschendichte?

    Bekommst du viel Besuch?

    Kannst du einen großen und schweren Hund halten, sollte er sich nicht gesellschaftskonform verhalten?

    Kannst du damit leben, wenn sie nur noch mit Maulkorb und Doppelsicherung raus kann?

    Hast du Zeit und Energie zwei Hunde getrennt zu beschäftigen?

    Hast du ein großes sicher eingezäuntes Grundstück?

    Kannst du damit leben wenn der Hund mehr Schäferhund als HSH ist? (Optik sagt bei Mischlingen nicht zwingend etwas über den Charakter)


    Und dann musst du für dich, und evtl deine Familie entscheiden.