Beiträge von LUKE13

    Ich weiß nicht, ob ich es hier in diesem Thema oder woanders schon mal geschrieben habe.

    Ich habe aktuell zwei Pferde.

    Und ja, die sind teuer im Unterhalt und auch die Tierarztkosten sind hoch.

    Und obwohl ich ja behaupte, Pferde gehören zum Glück dazu, ist es doch den Meisten klar, dass sich nicht jeder ein Pferd leisten können muss. Es ist also in der Allgemeinheit durchaus akzeptiert, dass Pferdehaltung ein Privileg der "Besserverdienenden" ist.


    Und auch, wenn sich einen Hund wesentlich mehr Menschen leisten können, ist doch eigentlich auch klar, dass man trotzdem ein gewisses finanzielles und auch zeitliches(!) Budget braucht.

    Und trotzdem muss man nicht auf die Tierhaltung verzichten. Es gibt ja durchaus Tiere, die sowohl im Unterhalt als auch beim Tierarzt weniger Kosten verursachen. Unsere Wasserschnecken sind z.B. sehr pflegeleicht kostenarm und haben noch nie einen Tierarzt gesehen.

    Klar, ganz ohne Geld geht es nicht mit einem eigenen Tier. Aber unterschiedliche Tierarten verursachen durchaus unterschiedlich hohe Kosten. Und man kann z.B. im Tierheim Gassi gehen, meine Reitbeteiligungen mussten auch noch nie Geld bezahlen, .....


    Und Geld alleine sagt meiner Erfahrung nach, nichts darüber aus, wie gut ein Tier im Alltag versorgt und gehalten wird.

    Ich bin einfach nicht sicher, ob diese Überinformation und Rassesuche nach rein objektiven Kriterien wirklich immer das Maß der Dinge ist.

    Hätte ich in meinem Leben alles so gemacht, wie es nach ordentlicher Analyse, Information und Beratung objektiv sinnvoll gewesen wäre, ich hätte sehr viel Spaß und Freude verpasst.

    Es wäre kein Welpe zu meinem 20. Geburtstag eingezogen, schon gar kein Mali.

    Das junge angerittene Kaltblut als Reitanfänger? Niemals.

    Auch den Welpen im neunten Monat schwanger, hätte mir niemand empfohlen.

    Die Tochter würde nicht mit ihrem Pony glücklich durch die Gegend flitzen. Denn alle haben mir von dem frechen jungen Huzulen direkt aus Polen abgeraten.

    Auch der aktuelle Schäferhund hält keiner objektiven Rasseberatung stand.

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    Ich bin sogar sicher kein Dating Portal dieser Welt hätte ein Matsch zwischen mir und meinem Mann festgestellt.

    Also ich für mich persönlich bin echt froh, so selten auf die Vernunft sondern immer viel auf mein Herz gehört zu haben.


    Und diese Suche nach dem perfekt passenden Hund vom perfekten Züchter habe ich tatsächlich erst hier im Forum kennengelernt.

    In meinem Umfeld kenne ich viele Hundehalter. Da ist vom Tierschutz über Kleinanzeigen und Hobby-Züchter bis zum VDH Rassehund alles dabei.

    Und die Kompatibilität würde ich unabhängig der Herkunft des Hundes einer Gaußschen Normalverteilung zuordnen.

    Es gibt einige wenige Totalkatastrophen, der größte Teil der Hundebesitzer lebt recht zufrieden mit seinem Vierbeiner zusammen und arrangiert sich mit der ein oder anderen Macke. Und dann gibt es nochmal einen kleinen Teil die einfach perfekt mit ihrem Hund harmonieren.


    Und dieser Satz von KayaFlat spricht mir aus ganzem Herzen:

    Wichtiger als alle Informationen im Vorfeld ist für mich die Bereitschaft, sich auf das einzustellen, was dann in Wirklichkeit vor einem sitzt. Sich zu hinterfragen, wenn es nicht so läuft wie erwartet und dazu zu lernen.