Bei uns im Tierheim sitzen 80 % Listenhunde. Ich dachte bis jetzt das das eine Ausnahme ist bis hier jemand den Link von seinem Tierheim gepostet hat. Und aus Interesse hab ich mal auf die Seiten vom Hamburger und Münchner Tierheim geschaut.
In jedem davon weit mehr als die Hälfte Listenhunde. Überall Beissvorfall, Maulkorbpflicht, nur in erfahrene Hände zu vermitteln, ohne Kinder, ohne andere Tiere, an Einzelpersonen..ect. pp.
Wieso ist das denn so? Sicher nicht weil 80% der in Deutschland gehaltenen Hunde generell Listenhunde sind.
Weil man Listenhunde so schwer vermitteln kann? Weil sie in Bayern eingezogen werden und auch über diesen Weg im Tierheim landen. Weil sie eben Listenhunde sind. Weil man diese nur in die wenigen Bundesländer vermitteln kann, wo diese auch erlaubt sind.
Tierheim Cham, nur ein Listenhund.
Und trotzdem finde ich keinen einzigen der unproblematisch ist. Alle erfüllen deine genannten Kriterien.
Ich hab mal im Tierheim München wahllos auf die Beschreibung der nicht Listenhunde geklickt. Und auch hier:
Nur erfahrener Halter, schnappt, Ressourcen aggressiv, keine Kinder, ....
Aber da diese Hunde in Bayern vermittelt werden dürfen, haben sie somit eine größere Chance wieder ein Zuhause zu finden.
Irgendwie steht bei fast jedem größerem Hund dabei ohne Kinder. Die meisten Hunde die es auf die Homepage im Tierheim schaffen scheinen erfahrene Hände zu brauchen. Die wenigsten Hunde landen im Tierheim weil sie so brav und nett und selbsterziehend sind.
Und nochmal die Frage:
Wie definiert man denn einen "normalen" Hund?
Ich bin zu alt für diese Welt.
Wenn wir nur noch Haustiere erlauben wollen, die zu Menschen immer nett sind, die keine Probleme mit Artgenossen haben und immer lieb und flauschig sind, dann sollten wir wohl Hunde generell verbieten und auf Schafe umsteigen.