Beiträge von Donna63

    Glücklicherweise habt ihr schon nächste Woche einen Trainertermin, das ist ja schon mal gut! Hoffentlich hat der Trainer nicht nur Ahnung von Welpen, sondern auch vom HSH.

    Für die Zeit bis dahin: habt ihr eventuell die Möglichkeit, euch ein Kindertürschutzgitter anzuschaffen oder schnell auszuleihen?

    Damit würde ich das Kinderzimmer der Kleinen abtrennen, denn da sollte der Welpe nicht rein und die Kleine fühlt sich da zumindest schonmal sicher.

    Es gibt auch Welpenausläufe, in die man (kurzzeitig) den Welpen rein setzen kann.

    Dann würde ich mir die Tochter nehmen, mich mit einer Tasse Kakao zusammen mit ihr hinsetzen und ganz ruhig und kindgerecht erklären, wie man sich einem Hund und einem Welpen ggüber benimmt. Dass der Hund in seiner Box oder in seinem Körbchen niemals gestört wird (so wie sie in ihrem Zimmer). Dass der Kleine ja genauso auch Angst vor ihr hat- er versteht ihre Sprache ja nicht und er ist erst eine Woche da! Wie würde sie sich fühlen, wenn sie auf einmal in einer neuen Familie in China gelandet wäre? Etc pp.

    Ich würde mir zb zeitnah ein gutes Kinderbuch zu dem Thema kaufen und mit ihr zusammen durchlesen.

    Sie kann vielleicht ganz kleine hundgerechte Spiele mit dem Welpen zusammen machen, unter deiner Anleitung. Niemals alleine! Und sie sollte niemals alleine mit dem Welpen sein!

    Viel Glück!

    .....................

    Und dann für den Geist: das komplette Junghund-Training muss gemacht werden: Das darfst du und das nicht, Sitz und Bleib, Rückruf, "raus da", "hier lang", wie benimmt mit man sich eigentlich überhaupt in verschiedenen Situationen. Dafür braucht ihr unbedingt einen Trainer, das bekommt man als Anfänger nicht gut genug hin, denke ich. Kleine Schnüffelspielchen, viel Kuscheln.

    Und dann - viel später - ein gutes Hundehobby, welches man so ein bis zwei mal die Woche ausübt.

    Sorry für den fürchterlich langen Text :ops:

    Zitat "Muss gemacht werden"? Nee, muss nicht. Und für normale Alltagsdinge braucht man auch keinen Trainer, wenn man keinen Problemhund hat, dass ist völliger Blödsinn.

    Da hat du sicherlich recht.

    Aber anscheinend hat der Besitzer von Tony ja momentan Probleme und ist unsicher. Ich denke schon, dass ein Trainer da hilfreich.

    Zumindest für en Anfang, bis man Routine hat.

    Eben beim Spaziergang mit meinem Hund hab ich nochmal über Tony so vor mich hin sinniert :winken::denker:;). Ihr steht quasi da, wo ich vor anderthalb Jahren mit Donna war...

    Erst Neu-Besitzer- Glück und totale euphorische Begeisterung(ziemlich kurz :muede:) , dann Entsetzen und Frust über das, was mein Hund so auspackte. Dann -so nach ca 3 oder 4 Monaten- der kurze Moment, wo ich dachte:" Mist, so hab ich mir das aber nicht vorgestellt", und wir fast aufgegeben hätten...

    Und dann auf den Hosenboden setzen und gradlinig ein Problem nach dem anderen anpacken.

    Ich kann dir nur Mut machen: es lohnt sich, denn du bekommst unendlich viel von deinem Hund zurück!

    Hier ist das, was ich noch so vor mich hin gedacht hab:

    Ihr müsst jetzt natürlich nicht für alle Zukunft mit Tony permanent nur "langweilige" Leinespaziergänge machen und ihn nur schonen. Das ist jetzt nur erstmal die Zeit des " Runterkommens".

    Euer Hund braucht quasi drei "Lebenssäulen" von euch, auf denen er sein Leben stabil aufbauen kann: er braucht Auslastung für Körper, Seele und Geist.

    Also muss er natürlich auch mal die Beine strecken und toben und spielen und all das, was einen Junghund glücklich macht :cuinlove:. Aber da euer Rückruf (noch) nicht funktioniert, müsstet ihr Tony zb später über eine längere Zeit nur mit Schleppleine laufen lassen (Achtung: Handschuhe anziehen!). Und er darf sich dabei nicht komplett weg ballern, da müsst ihr drauf achten und vorher schon nach Hause aufbrechen.

    Für Tonys Seele ist euer sicheres und geborgenes Zuhause notwendig und dass er lernt, dass er euch vertrauen darf. Hier braucht es viel Ruhe und Schlaf und viel Lächeln von euch im Gesicht für seine Spierenzchen, aber auch klare Regeln.

    Und dann für den Geist: das komplette Junghund-Training muss gemacht werden: Das darfst du und das nicht, Sitz und Bleib, Rückruf, "raus da", "hier lang", wie benimmt mit man sich eigentlich überhaupt in verschiedenen Situationen. Dafür braucht ihr unbedingt einen Trainer, das bekommt man als Anfänger nicht gut genug hin, denke ich. Kleine Schnüffelspielchen, viel Kuscheln.

    Und dann - viel später - ein gutes Hundehobby, welches man so ein bis zwei mal die Woche ausübt.

    Sorry für den fürchterlich langen Text :ops:

    "am Halsband hochgehoben" :shocked: !

    Der arme andere Hund!

    Achwas - das schafft keinen Vertrauensbruch zwischen Tony und dir , das sind Situationen, die ( leider !) immer mal vorkommen.

    :streichel:

    Ich schließe mich unbedingt meinen Vorschreibern an und hoffe, dass einer aus eurer Ecke vielleicht noch Jemand mit einem guten Trainertipp kommt?

    Ruhe reinbringen ist wichtig, ganz viel Alltagsroutine mit vielen, vielen gleichen Wegen und Abläufen. Ganz wenige feine kleine ruhige! zb Suchspiele. Lass deinen pfiffigen Tony ankommen, gib ihm Sicherheit durch Alltagsgeborgenheit, Ruhe, liebevolle Konsequenz.

    Zuhause einen festen Ruheplatz, wo er gut runterkommen kann.

    Und wenn er völlig übers Ziel hinausschießt, muss eben auch mal ein klarer Abbruch kommen.

    So eine Sorte von Hundeschule kann man sich tatsächlich sparen, da habt ihr vollkommen recht.

    Manchmal kann Jemand hier im Forum einen guten Trainer in eurer Nähe empfehlen, wenn ihr euer ungefähres Wohngebiet angebt.

    Oder gibt es einen Hundeverein in eurer Nähe? Oder Rettungshundestaffel oder so was?

    Ich denke, bei Tony müsstet ihr viel an den Basics arbeiten. Und er müsste einerseits ein gutes Abbruchsignal auftrainiert bekommen (unter Profianleitung!) und andererseits Alternativverhalten angeboten bekommen.