Beiträge von Donna63

    War ein Tipp des Züchters ... Schade

    Auch wenn mich jetzt wahrscheinlich alle steinigen werden: ich finde es nicht schlimm - dieses" Futter abnehmen und wieder geben" trainieren.

    Wenn man es so handhabt, dass man das Futter kurz weg nimmt, und dann zb etwas noch viel Leckereres dazu gibt.

    So dass der Hund merkt : wenn ich das abgebe, werde ich fürstlich belohnt und hab ein gutes Gefühl. Das macht man ja auch, um zb später draussen zu erreichen, dass ein Hund giftige Sachen hergibt und nicht schnell herunter würgt.

    Der feine Unterschied ist, gerade beim jungen Hund oder Welpen, dass das nur die Erwachsenen machen, niemals die Kinder!

    Und dass man natürlich nicht andauernd bei jedem Essen Futter abnimmt, sondern nur gelegentlich oder am Anfang des Fressen einmal.

    Ihr habt bis jetzt trotzdem alles richtig gemacht, und euer Hund ist keine Bestie. Ich kann aber total gut verstehen, das ihr jetzt völlig im Schock seid!

    :streichel:

    Matilda ist 7 Monate alt, kommt langsam in die Pubertät und hat beim Sohn ihre Stellung/ Rangfolge in der Familie ausgetestet. Für sie ist euer Sohn quasi wie ein Bruder, der auch mal eine Ansage von ihr bekommen kann, den sie nicht ganz ernst nimmt.

    Das war bei deinem Sohn eine Verkettung unglücklicher Umstände: eine neue wertvolle Ressource beim Hund, ein nicht Erkennen deines Sohnes von Warnsignalen.

    Erstens müsst ihr allen euren Kindern nocheinmal ganz deutlich machen, dass euer Hund beim Fressen von ihnen nicht gestört werden darf!!!

    Ich hatte früher mit meiner neunjährigen Tochter und meinem 11jährigen Sohn eine ähnliche Situation:

    meine Hündin ( BC-Mix) war ca 6 Monate alt und fing an, die Kinder immer dann anzuknurren und einzuschränken, wenn ich nicht im Raum war. Ich hörte dann aus der Küche ein wimmerndes: "Maaamaaaa" und musste den Hund weg holen. Das wurde richtig blöd und die Kinder fingen an, Angst vor unserer kleinen Familienhündin zu bekommen.

    Damals hatte ich das ganz große Glück, von Günther Bloch einen super Rat dazu zu bekommen.

    Ich hab mich hinter der Tür versteckt, der Hund ahnte nicht, dass ich so greifbar in der Nähe bin. Sie fing wieder an, meine Tochter auf der Wohnzimmercouch anzuknurren, und ich hüpfte abrupt und laut brüllend wie ein Schock-Teufel aus meinem Versteck.

    Ich schrie meinen Hund an: "Was machst du da?! Komm hierher! Bist du bescheuert!!! Und Sitz!" dann müsste sie ein paar kleine Unterordnungs-Übungen machen und wurde anschließend streng aus dem Zimmer geschickt.

    Ich musste so etwas anschließend niemals wieder machen und die Kinder waren von da an absolut sicher.

    Das Ganze hat natürlich nur deshalb funktioniert, weil ich genau im richtigen Moment reagieren konnte. Es ging hier in dem Fall auch nicht um Futter, sondern um Einschränkung/Bedrohen der Kinder durch den Hund.

    Du müsstest also Matilda genau im Moment erwischen, wo sie sich so etwas in Bezug auf deine Kinder gerade erlaubt.

    Nicht wenn sie gerade gemütlich und alleine am Knochen kaut! Sondern wenn sie deine Kinder generell anfangen sollte zu massregeln.

    Ich wurde an deiner Stelle jetzt deinen Trainer dazu holen und das Thema mit ihnen erarbeiten.

    Aber du musst keine Angst haben, das dein Hund plötzlich zum Beißer mutiert - es ist eine neue Phase, und ihr müsst sie in die richtige Bahn umlenken👍

    War es nicht so, dass dein Mann einen ganz schlimmen Welpenblues hatte in den ersten Wochen(Monaten?) und du die Arbeit mit den Hunden mit deiner leider verstorbenen Freki zusammen komplett übernommen hattest?

    Ich finde es merkwürdig , dass er nun so streng und hart zu seinem Hund ist... ob er kompensieren möchte, daß er damals nicht für ihn da sein konnte? Eigentlich scheint dein Mann doch ein ganz sensibler Typ zu sein? Warum diese ungerechte Härte?

    Ist er als kleiner Junge auch so behandelt worden?

    Vielleicht könnt ihr Beide in einem ruhigen Moment darüber sprechen? Vielleicht könnt ihr gemeinsam alleine essen gehen und in Ruhe in einer Paarzeit darüber sprechen?( Wenn man sich in der Öffentlichkeit aufhält, reißt man sich bei einem Streitthema mehr zusammen gegenüber seinem Partner) Oder mit einem sehr guten Freund von euch beiden, der als Mediator funktionieren könnte?

    Es sind schon ganz tolle Tipps gekommen, die dir bestimmt weiter helfen. Ich würde mir einen ganz realen konkreten Handlungs- Plan machen, diesen sogar aufschreiben. Ich würde deinem Mann Lösungs-Vorschläge unterbreiten. Schildere ihm, wie weh dir sein Verhalten tut, behandele ihn trotz allem respektvoll. Gib ihm die Möglichkeit, ehrenvoll nachzugeben, ohne komplett sein Gesicht zu verlieren.

    Du schaffst das!

    :streichel:

    Jetzt sind es eure Hunde, vielleicht sind es irgendwann auch Kinder? Das muss auch irgend wie klappen.