Beiträge von Donna63

    12.02.: Was ist momentan dein größtes Hindernis?

    Corona.

    Die Arbeitseinschränkungen wegen Corona beeinflussen mein Leben seit Beginn der Pandemie und haben mein Berufsleben negativ beeinflusst. Ich habe das Gefühl, dass mir diese Pandemie einen wichtigen Teil meines Berufes geraubt hat, auch weil ich zu alt bin, um mich wieder hoch kämpfen zu können. Corona ist ein Hindernis, welches ich nicht wegräumen oder besiegen konnte.

    Ich hab schon als 12-Jährige bei meinem 1. DSH gelernt bzw. gesagt bekommen, dass man einen Hund in Ruhe lässt, der gerade "seins" (egal ob Spielzeug oder Kaukram) hat und ihn nicht provoziert - wie es beim Husky/DSH-Mix gezeigt wurde.

    Bei solchen Aktionen hätten 3 meiner 4 DSH fast genauso reagiert.

    Allerdings haben hier alle gelernt, dass sie auf Kommando davon ablassen und dann konnte ich sie zu mir rufen.

    Ich persönlich finde das Verhalten daher eher normal für diese Hunde"rasse".

    Ich denke auch gerade so drüber nach, dass Donna im Vergleich eigentlich auch so ein Problemfall - so eine Unvermittelbare- wäre.

    Bei zu sehr bedrängenden Menschen würde sie die Zähne zeigen, auch abschnappen, weswegen ich sie immer bei mir halte und vor Fremden schütze. Und wenn ein fremder Hund an ihre Ressourcen gehen würde, würde sie sehr ungemütlich.

    Aber ich empfinde sie als gar nicht so schlimm, anscheinend bin ich schon ziemlich abgehärtet.

    10.02.: Wenn dieser Tag ein Tier wäre, welches wäre es?

    Bisher liegt der Tag wie eine riesige, in viele Wülste und Bögen gelegte Boa über der Stadt. In den Straßen und zwischen den Häusern füllt er mit seinen Windungen jeden Kubik Raum aus und bewegt sich ganz langsam gleichzeitig in unterschiedliche Richtungen. Der Zug, der dabei entsteht, schiebt und treibt die Menschen durch das Stadtsystem - irgendwie unfreiwillig und nicht widerspenstig.

    Wer das Haus verlässt, wird vom weichen Mahlwerk des Schlangenkörpers mitgezogen und irgendwo anders angespült. Die Boa wird sich bis 21 Uhr sichtbar bewegen, mal schneller, mal langsamer, Menschen mit Einkaufstüten lassen sich bergab, Menschen mit Pfandtüten bergauf drücken, Menschen mit Hunden schieben sich ziellos um den Zentralwulst, die heimische Immobilieninsel, und dann kommt sie langsam oberflächlich zur Ruhe und Abschnitte des dicken, wechselwarmen Leibes verschließen sorgfältig die meisten Türen von außen, schieben sich in jeden Spalt vor und füllen jede Dehnungsfuge aus.

    Aber vielleicht kommt alles auch ganz anders.

    Das Bild kann ich mir gerade unheimlich gut vor meinem inneren Auge vorstellen. Das müsste man eigentlich malen. Hast du toll beschrieben, du bist wirklich eine Künstlerin! :gott:

    10.02.: Wenn dieser Tag ein Tier wäre, welches wäre es?

    Ich erwarte, dass dieser Tag immer zwischendurch wie eine emsige und sich hart abrackernde, unter Zeitdruck stehende Ameise wird, die ohne Unterlass von einer Aufgabe zur nächsten rennt. Immer, wenn sie am nächsten Arbeits- Haltepunkt angekommen ist, verwandelt sich die unermüdlich marschierende Ameise blitzschnell in einen gemütlichen und gelassenen Erklärbär mit viiiiieeel Zeit und Geduld.

    Heute Abend, wenn die Tages- Ameise zum Feierabend das Zuhause erreicht hat, mutiert sie zu einer gefräßigen Hyäne, die alle toten Reste aus dem Kühlschrank und dem Süßigkeiten - Fach in sich hineinschlingt. Wer sie daran zu hindern versucht, lebt gefährlich!

    Am Ende des Tages verwandelt sich der Ameisen-Tag ein letztes Mal: zu einem Faultier, das mit unendlich langsamen Bewegungen Richtung Schlafplatz wankt.