Beiträge von Donna63

    Als Halterin eines Hunds, bei dem genau das der Fall ist, fühle ich mich durch solche Aussagen hier wirklich tief getroffen - gerade hier im Forum. Dass ich in meiner Umgebung bei relativ hundeunerfahren Leuten immer wieder erklären muss, dass Lilly kein Leckerchen von Fremden nimmt, sich nicht anfassen lassen mag und am Liebsten auch keinen Kontakt aufnehmen mag und das auch in 3 Monaten nicht - das schlaucht zwar manchmal ein wenig, aber daran habe ich mich gewöhnt. Die Leute meinen es ja nicht bös. Aber hier ist das nochmal was Anderes.


    Und dass ich meine Sechzehnjährige leicht demente Oma nicht aus ihrer gewohnten Umgebung reißen würde, ist, hätte ich gedacht, an sich auch selbsterklärend. Dass das nun heißen soll, dass ich mich als unersetzlich wahrnähme - nun - da muss ich schon erstmal schlucken. Ganz gewaltig :( :

    Lieb Phonhaus, gerade dich - die ich unglaublich schätze- verletzt zu haben mit meiner Frage, das tut mir wirklich leid und ich entschuldige mich sehr herzlich. Nichts liegt mir ferner, als Jemanden zu kränken!

    Ich meinte nicht diese Fälle: die ganz Alten oder die ganz Scheuen oder die Besonderen.. Es ist doch völlig klar, dass die am Besten zu Hause versorgt sind und man sie nicht fremd versorgen lässt! Ebenso wie man auch keinen bissigen oder gefährlichen Hund "verleiht".

    Sieht der doch gar nicht- da fängts ja schon an. Der sollte den Hund doch ganz sicher nicht frei laufen lassen, wenn er allein mit ihm ist? :face_screaming_in_fear:


    Also bei meinem Hund muss man auch auf Zack sein, wenn er an der (Schlepp)Leine ist

    Du hast mir das Wort aus dem Mund ( Tastatur) genommen :lol:


    Donna ist kein easy Hund, die kann in die Leine knallen, die kann blitzschnell hinter deinem Rücken Blödsinn machen. Wenn sie Langeweile oder Stress hat, fängt sie an, Lichtpunkte zu hüten. Sie mag es auch nicht, zu viel und zu lange von Fremden angefasst zu werden, sie schnappt ab bei Leinenkontakt - aber das habe ich natürlich vorab mit den Leuten kommuniziert. Im besten Fall haben die "Ausprobierenden "das Alles auch bei den gemeinsamen Spaziergängen schon gemerkt: sie ist eben ein typischer BC.

    Trotzdem ist sie ein guter Hund und reagiert freundlich auf Freundlichkeit.

    Anderes Thema: Ich denke gerade darüber nach, wie viele Leute sich als unersetzlich für den Hund wahrnehmen, so in dem Sinne: nur ich allein weiß wie es geht und Niemand außer mir kann mit dem Hund richtig umgehen, nicht mal ein Familienangehöriger .. Ich kann gar nicht glauben, dass es tatsächlich so viele Hunde gibt, die in den Händen anderer Menschen total unglücklich, verstört oder unerzogen wären? :thinking_face:

    Aber hier geht es ja um unerfahrene Menschen die einen Hund ein Wochenende ausprobieren möchten

    Hab ich auch so verstanden.

    Ich finde es trotzdem sinnvoll, weil man sich als Nicht- Hundemensch überhaupt nicht vorstellen kann, wie das Leben mit Hund wirklich ist. Wieviel Aufmerksamkeit ein Hund tatsächlich braucht und wie wahnsinnig viel er verändert, wie viel Haare er verliert, wie häufig er Wasser oder Futter verschlabbert,etc pp. Beim Bordercollie zb: wie sehr man auf Zack sein muss draussen.

    Da ist es für manche vielleicht eine heilsame Erfahrung, wenn sie ein Wochenende mit einem Hund verbracht haben?

    Ich sehe den Punkt: was hat mein Hund davon, wenn er zb ein Wochenende woanders verbringt?

    Ausgehend davon, dass man die Person einige Male mit zum Spaziergang genommen hat, sich unterhalten hat, Anleitungen für "Do" und "Don't" gegeben hat. Vielleicht hat man die Leute schonmal einen Nachmittag besucht, die Person plus Kind ist also offensichtlich kein Massenmörder oder Psychopath.

    Sie würden bei Donna auf jeden Fall typisches Borderverhalten sehen, denn sie ist reizoffen und schnell. Sie wäre sicherlich zunächst in der Wohnung unruhig und würde ständig zum Spielen auffordern, würde ein bisschen nerven. xD Sie wäre sicherlich anstrengend, aber liebenswert.

    Donna würde lernen, dass die fremden Menschen nett sein können, dass sie sie um den Fingern wickeln kann. Sie lernt ein bisschen auf eigenen Füßen zustehen, das würde ihr Selbstwertgefühl stärken. Sie würde neue menschliche Freunde finden und positive Erfahrungen machen. Ich freue mich für Donna, wenn sie ihr Herz öffnet und viel Zuneigung bekommt. Das täte ihr gut, denke ich. Ich wäre sowieso immer erreichbar, wenn Fragen wären. Man begleitet sowas ja auch und lässt die Leute nicht komplett alleine herum wurschteln.

    Und Donna weiß, dass sie immer wieder zurück nach Hause kommt.

    Ich sehe es also nicht so pessimistisch wie Einige hier, sondern - wenn es gut begleitet und vorbereitet ist - eher als eine Win-Win- Geschichte.