Meine Donna - Bordercollie (Mix?)- ist aus Slowenien und war eine Woche in Hessen auf einer Pflegestelle, bevor sie im Alter von ca 8 Monaten zu uns kam.
Ich lese hier sehr interessiert mit, denn zb diese öfters erwähnte Geschichte mit dem " sich nicht gerne anfassen lassen wollen" und "von den freiwilligen Helfern quasi dazu gezwungen zu werden" ist bei Donna sehr prägnant gewesen. Sie wirkt auf Fremde freundlich, hübsch und devot, sie geht sogar freiwillig schwanzwedelnd immer wieder zu den Menschen hin und tut so, als ob sie sich unbedingt streicheln lassen wollte. Aber da ist irgendwas schief bei ihr. Es ist, als ob sie früher gelernt hat, dass es ihre Pflicht sei, diese Nähe zuzulassen, aber das angefasst werden selbst kann sie kaum ertragen. Als ich das noch nicht so deutlich erkannt hatte, gab es ziemlich häufig Schnapper und blaue Flecken für mich.
Vor Fremden hab ich sie immer beschützt. Nach über zwei Jahren bei mir kam es trotzdem zu einer Situation, wo Donna zu meiner größten Bestürzung eine gute Bekannte in die Nase geschnappt hat, weil diese sie einen Moment zu lange bedrängt und gestreichelt hatte. Donna schafft es nicht, sich dann zu entziehen und weg zu gehen, sie geht dann nach vorne.
Dieses "Autistische" ist also für immer in meinem Hund drin und sie wird nun von mir für immer geschützt werden vor Kontakten.
Ich kann meinen Hund zwar mit zur Arbeit nehmen, aber nur, weil sie dort absolut sicher vor Streichlern ist.
Das bedeutet für mich , dass ich eigentlich fast immer auf Unverständnis oder Ablehnung stoße, weil Niemand auf den Gedanken käme, dass mein Hund so tickt. Sie sieht einfach nur gut erzogen, gesund und freundlich aus - wie ein Bordercollie aus der Werbung.