Ich kann deinen Wunsch sehr gut verstehen, wenn ich aber an meine erste Zeit als Student zurückdenke hätte das bei mir niemals geklappt, zeitgleich mit der Hundehaltung zu beginnen. Klar kann es für andere auch passen, sich genau zu Beginn des Studiums den ersten Hund anzuschaffen, für mich war das aber bisher das Ereignis, das mein Leben am meisten umgekrempelt hat, weil einfach alles so komplett neu war und ich jetzt wirklich komplett auf eigenen Beinen stand und ich mich um alles selbst zu kümmern hatte. Da wäre ein Hund einfach viel zu kurz gekommen, selbst wenn ich das irgendwie hingekriegt hätte. Zusammenziehen mit dem Partner, erster richtiger Job usw war alles nicht mehr so einschneidend und hat das bisherige Leben nichtmehr so komplett umgekrempelt. Ich würde mich jetzt erstmal versuchen gar nicht mehr so konkret mit Züchtern usw zu befassen, sondern schauen, dass ich anderweitig viel Kontakt mit Hunden haben kann, auch wenn das natürlich was anderes ist wie ein eigener Hund. Ich hatte vorm eigenen Hund immer wieder (auch über Wochen) einen Hund von einem Freund bei mir zuhause, das war eigentlich auch gar nicht so schlecht, ich musste meinen Urlaub usw nicht einem Hund anpassen (der Hund war halt nur bei mir, wenn es auch zeitlich gerade gepasst hat bei mir), hatte aber trotzdem viel Hundespass und konnte schon sehr viel lernen. Mein Patenonkel z. B. war über ein Jahr Gassigänger für Hunde aus dem Tierheim, einer davon ist dann am Schluss, als er in Rente gegangen ist bei ihm sogar eingezogen.
Du hast ja geschrieben, dass du das gerne machen würdest, aber die Leute das nicht so gerne haben, obwohl du doch nicht viel am Hund erziehen willst? Hab das nicht so ganz verstanden, willst du Leuten Erziehungstips für ihre Hunde geben oder als Gassiservice arbeiten? Als Gassigänger kann man daran arbeiten, dass der Hund bei einem z. B. nicht an der Leine zieht, wenn einem das zu nervig ist, aber es kann dann natürlich sein, dass der HH von den Methoden nicht begeistert ist usw. Das muss natürlich passen zwischen Dir, dem HH und dem Hund. Es sollte aber trotzdem nicht allzu schwierig sein, auch für einfache nette Hunde wird mal jemand gesucht, der spazieren geht, allerdings sollte der Gassigänger halt auch Wünsche des HH respektieren (z. B. der Hund darf nicht abgeleint werden usw)