Beiträge von Agamo

    Gestern hab ich jetzt auch die "Zeckensaison" eingeläutet. Noch hab ich keine gesichtet, aber schonmal vorsorglich das Scalibor Halsband an den Hund gemacht (und nochmal ein paar neue Fettlederbänder als Halterung gebastelt, glaube ich habe übertrieben, konnte mich nicht auf 2 oder 3 neue Farben festlegen |)). So langsam wird es hier auch frühlingshaft, da will ich nix riskieren und den Mistviehchern zuvorkommen.

    Ich würde auch nie mehr mit dem Vermieter in einem Haus wohnen wollen. Ich komme ja vom kleinen 1000 Eimwohner Dorf, gewohnt habe ich aber dann in der Stadt im selben Haus wie der Vermieter, das war gar nicht so das Dorfleben/Stadtleben Problem, sondern einfach, dass der Vermieter da halt auch gewohnt hat und meinte im ganzen Haus muss alles so laufen, wie er sich das so vorstellt (also nicht so Kram, der auch normale Mitmieter im Haus stören könnte wie Lärm, Dreck usw).

    Ich versuche es erst gar nicht soweit kommen zu lassen und dazwischen zu gehen, bevor es eskaliert. Hatte neulich erst den Fall, dass sich mein Hund mit einem anderen Rüden, den er kennt, der immer rumprolt bis sonstwohin (wusste nicht dass Labradore wie Bären klingen können, der pinkelt und scharrt und macht Geräusche, da denkt man da steht ein Braunbär hinterm Baum) fast angelegt hätte. Normalerweise steigt er auf das Geprolle nicht ein, sondern ist beeindruckt und läuft in großem Bogen drum rum (oder sucht bei mir Schutz, wenn wir nahe an ihm vorbei müssen). Damals war aber eine läufige Hündin anwesend, die beide Rüden toll finden und meiner hat sich nicht vom Geprolle beeindrucken lassen (wohl weil er jetzt einen Grund hatte dagegen zu halten), als er sich da angefangen hat neben dem Labrador aufzubauen und steif zu werden hab ich meinen einfach am Halsband gepackt und weggezogen, bevor aus dem Drohen ein Kampf entsteht. Die läufige Hündin ist in der Zwischenzeit weitergezogen und als erstmal der Abstand von ca 3-4m zwischen beiden Rüden da war, waren die beiden nicht mehr sonderlich interessiert aneinander, meiner war froh, dass er mit mir weiter gehen konnte. Übrigens sind auch weitere Begegnungen nicht anders abgelaufen wie schon vorher, solange mein Hund halt keinen Grund sieht sich da anzulegen.

    Die andere HH war übrigens von der Rubrik "die sollen das unter sich klären" und hätte aber im Ernstfall auch nicht eingreifen können (sie sitzt im Rollstuhl und der Hund hört null auf sie), kann man wohl schön entspannt mit leben, solange der eigene Hund mit weit über 50 kg sehr oft der körperlich Überlegene ist.

    Ich bleib auch so vernünftig. Bei nem recht wählerischen (zum Glück aber nicht empfindlichen) Hund was Futter angeht reicht eine Box zum neues testen aus. Immerhin kommt sie rechtzeitig raus, dann wird das wohl das Geburtstagsgeschenk für ihn werden.

    Wieso man in diesem Alter nicht in der Lage sein sollte, die Erziehung eines Hundes zu übernehmen, erschließt sich mir auch nicht so ganz.

    Weil dir Tochter selbst im Grunde noch nicht fertig erzogen ist. Weil ihr pädagogische Erfahrungswerte fehlen. Weil sie noch ein Kind ist.

    Und wenn es dumm läuft sieht der Hund im Kind eher sowas wie nen Spielkameraden und nicht die Bezugsperson die er ernst nimmt. Kann auch gut an der Rasse liegen, aber unser Familienhund meiner Kindheit (Appenzeller) war für mich ein super Kumpel, ist eingezogen als ich 8 Jahre alt war. Das war aber der Wunsch meines Vaters und wir Kinder waren natürlich begeistert, meine Mutter musste erst noch überzeugt werden (da von Anfang an klar war, dass eigentlich die meiste Arbeit an ihr wird hängen bleiben, da sie nunmal am meisten zuhause war, abgesehen von uns kleinen Kindern (ich 8,mein Bruder 13 und meine Schwester mit 18 war schon nur noch am Wochenendurlaub zuhause). Dieser Hund hat mich aber nicht wirklich für voll genommen. Er hat mich nicht bedrängt, gemassregelt oder so, war mit mir immer sehr nett und ich hab alle möglichen Tricks mit ihm geübt in meiner Jugend, sowas wie Gassi und er ist bei mir im Freilauf hätte aber nie geklappt, im Ernstfall hätte er einfach gemacht, was er für richtig hält. Bei meinem Bruder sah das tatsächlich schon anders aus, der war einfach ein paar entscheidende Jahre älter, als der so 15/16 war hat der Hund ihn sehr gut akzeptiert und hat bei ihm super gehört. Er war dann nach meinem Vater tatsächlich die wichtigste Betugsperson. Anfangs die Erziehungsarbeit haben aber meine Eltern leisten müssen, uns (meinen Bruder und mich) hätte der Hund da ignoriert.