Beiträge von Agamo

    Das declawing (also das Entfernen von Zehen!) ist definitiv eindeutig verboten UND eine Amputation und zusätzlich auch ein Verstoß gegen das TSchG im Hinblick auf die Betäubung.

    Sowohl die Daumen (vorne), als auch die fünfte Zehe hinten (fälschlicherweise Wolfskralle, Afterkralle oder wie auch immer genannt) dürfen bei keinem Welpen in keinem Alter von niemandem entfernt werden, 10 Mal nicht ohne Schmerzausschaltung.

    Ganz unabhängig vom Thema Qualzucht.

    Und da sowas ja je nach Rasse durchaus gängige Praxis ist (wie gerade gelernt selbst von den vereinsinternen Kontrollinstanzen der seriösen VDH Vereine) und von sehr vielen als total normal angesehen wird (sonst könnte man doch wohl in einem Verein etwas dagegen unternehmen, wenn man das als grössere Gruppe innerhalb des Vereins wollte) kommen dann jetzt so Sachen wie mit den Vibrissen raus, wenn von externer staatlichen Stelle angefangen wird durchzugreifen und leider nicht so richtig viel Ahnung dabei ist.

    Und was man bei Jagdhunden auch nicht vergessen sollte, dass die Wahrscheinlichkeit je nach Rasse doch deutlich erhöht ist, dass man dem Hund nur mit viel Erziehung oder auch nie ungesicherten Freilauf gewähren kann. Für den Fall sollte man einen guten Plan haben, wie man das seinem Hund dennoch ermöglichen kann ab und zu richtig die Haxen zu strecken. Sehe ich gerade wieder hier in der BuS, wenn er jetzt die Möglichkeit hat zu rennen wird das voller Freude und intensivst genutzt, weil es nicht ganz so oft vorkommt. Muss er ansonsten unterm Jahr mal für wenige Tage mit Leinenspaziergängen auskommen ist die Freude beim nächsten Freilauf lange nicht so gross wie aktuell.

    Das heisst zwar nicht, dass daran unbedingt jeder Spass hat, aber ein halbwegs gesunder, erwachsener Mensch und Hund die daran gewöhnt sind sollten das relativ problemlos schaffen. Selbst ohne Training schafft das doch jeder (gesunde) Mensch, nur ohne dran gewöhnt zu sein hat man dann evtl ein paar Tage mehr oder weniger Probleme (Muskelkater usw). Würde sogar soweit gehen und sagen wenn das ein Erwachsener Mensch nicht schafft, ist er nicht gesund. Dass man zu sowas keine Lust hat, nicht die Zeit usw kann ich total nachvollziehen, aber wirklich nicht schaffen halt nicht.

    Ich glaube in dem Zusammenhang wird unsportlich oft mit faul gleichgesetzt (Klingt halt besser, wenn man über sich sagt ich bin nunmal unsportlich oder kann das gesundheitlich nicht leisten wie wenn man sagt ich hab halt keine Lust mich großartig mit dem Hund zu beschäftigen ausser kuscheln) . Ich kenne einen Rollstuhlfahrer (älteres Semester, auch nicht Typ "Sportler im Rollstuhl") der körperlich echt wenig machen kann, aber trotzdem kann er sich richtig sinnvoll mit seinem Hund beschäftigen, geht mit ihm langsam Gassi, bringt ihm Tricks bei, lässt apportieren usw.

    Wenn man will und sich etwas bei der Hundewahl gut informiert, kann man doch auch einem Hund gerecht werden, der keine komplette Couchpotato ist, selbst wenn man körperlich kein "Spitzensportler" ist.

    Ja kann ich nachvollziehen, wie man das als "Katzenmensch" auffassen kann, auch wenn das so nicht gedacht war.

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    Was mich aber tatsächlich interessiert, wenn man auf dem Dorf (mit vielen Freigängerkatzen) eine Freigängerkatze hält ist das auch nicht artgerecht oder finden sich dann im "Freigang" Katzen die sich mögen und sozial interagieren oder sind das nur Konkurrenten die man am liebsten auf den Mond schießen würde und so Katze nix von hat?

    Es geht um Zeit für Beschäftigung und wie ich hier im Forum gelernt habe sollte man bei Katzen ja mindestens 2 halten, denke dann ist man da als Halter deutlich weniger zeitlich in die Bespassung der Katze involviert wie beim Hund (auch wenn man sich sicherlich mit seiner Katze auch beschäftigen kann und die das dann auch gut findet). Zumindest fällt da das Gassi raus und ich habe tatsächlich z. B. noch nie davon gehört, dass man für Katzen einen Sitter braucht, weil man 8h arbeiten ist. Weil Katzen damit locker klar kommen und lange nicht so auf Menschen angewiesen sind wie Hunde.

    Das hat doch nix mit Haustier 2. Klasse zu tun sondern mit dem Zeitaufwand den man hat um den Tieren ein artgerechtes Leben bieten zu können.

    Aber gerade das Argument ich kann körperlich eh keine 20 km Wandern und so ein Hund, der das dann auch nicht will/kann, passt dann einfach super, finde ich halt schräg, dann holt euch doch ein Haustier, das sowas nicht braucht (da fallen nunmal Katzen drunter)

    Also hier gibt es normalerweise auch Barf, aber wir sind recht häufig für ein paar Tage unterwegs (allerdings in der warmen Jahreszeit dann mit Kühlbox die ich im Hotel ans Stromnetz hängen kann) und dann gibt es eigentlich Nassfutter, zur Not kann man da ja eine Dosengrösse nehmen, die eigentlich für eine Mahlzeit ganz gut passt, ich nehme dann (wenn Kühlung nicht möglich ist) zur Not eher die kleinerr Grösse und füttern einfach etwas mehr zu (Kaukram, mal einen Pizzarand usw). Wenn der Hund eigentlich gesund ist und keine Unverträglichkeiten hat schadet eine nicht ganz optimale Ernährung bei 1 oder 2 Wochen Urlaub nicht. Auch nicht bei einem 10 Monate? alten Junghund.

    Es gab früher mal den Begriff Sofahunde. Für die Hunderassen, die einfach nur niedlich aussehen sollten und dekorativ und ohne zu stören auf dem Sofa sitzen sollten.

    Mops war so einer, in Zeiten der Cäsar Hundefutterwerbung auch der West Highland White Terrier (obwohl sich da vermutlich viele Hundekäufer wohl schwer getäuscht haben).

    So gesehen ist es schon verständlich, dass Mops und Frenchie so beliebt sind, weil sie ausgewachsen nicht mehr so aktiv sein können.

    Praktisch, wenn man so nicht mehr viel Gassi gehen muss bzw. die lästige Bespaßung des Hundes größtenteils wegfällt...

    Warum lege ich mir dann einen Hund zu, wenn ich mich eh nicht mit ihm beschäftigen will? Da wäre dann vielleicht ne Katze oder besser noch ein Stofftier dicht viel praktischer.