Beiträge von Agamo

    Schau deinen Hund an, überlege was er alles kann und was toll ist an ihm.

    Das finde ich auch sehr wichtig, dass man weiß was man ganz toll an seinem Hund findet, das führe ich mir dann immer bewusst vor Augen wenn gerade irgendwas total in die Hose gegangen ist oder halt nicht so läuft wie es sollte.

    Und ich für mich mache einen ganz grossen Unterschied in der Bedeutung von Erziehung und Dressur (kann man auch Tricks nennen). Kein Hund braucht irgendwelche Tricks (Sitz, Platz, Pfötchen sind nur Tricks und haben mit Erziehung relativ wenig am Hut), auch wenn es viele Hunde gibt die das sehr gerne als Beschäftigung machen und Spass dran haben, also ich finde das nicht verwerflich, wenn man mit dem Hund Tricks übt und viele erleichtern ja auch denn Alltag. Aber mit Erziehung hat das nur sehr begrenzt etwas zu tun. Erziehung beinhaltet deutlich mehr wie nur die Ausführung von Tricks. Ich kenne tatsächlich ein paar wenige Hunde die super erzogen sind, allerdings ausser Sitz, hier, nein und ok keine Kommandos kennen. Erziehung ist für mich, wenn der Hund gelernt hat wie er sich in bestimmten Situationen verhalten soll, auch ohne dass es ein spezielles Kommando braucht. Auf dem Weg dorthin ist je nach Hund aber mehr oder weniger Anleitung nötig. So als Beispiel: ich will einen Hund der Besuch nicht anspringt, nicht wie wild am Besuch dranhängt sondern brav entspannt irgendwo rumliegt oder auch ganz normal durch die Wohnung geht, weil er zum Wassernapf will, sich auf einen anderen Platz legen usw.

    Klar muss ich ihm erstmal "zeigen" was erwünscht ist und was nicht (das kann dann über zB. Kommandos gehen), das Ziel wäre aber, dass der Hund von sich aus das entsprechende Verhalten entwickelt, ohne dass es dann noch Kommandos braucht, sondern tatsächlich von sich aus entsprechend verhält (je nach Hund funktionieren manche Sachen vielleicht nie ohne Kommando).

    Ich für mich möchte auch einen Hund der mit mir kommuniziert und nicht reiner Befehlsempfänger ist.

    Hier schonmal das eine Halsband (hatte nur eines mit), vom anderen kommen noch Bilder. Dafür dass ich selbst eigentlich niemals Pink tragen würde finde ich es so knallig am Hund echt super. (Auch wenn es so aussieht, der Hund wurde nicht gewürgt)

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    Also vor 20 Jahren hätte ich mit Hund sowohl im Urlaub als auch zuhause auf so einiges verzichten müssen, aber Interessen verschieben sich, mein ganzes Leben ist
    inzwischen anders geworden und ich habe andere Prioritäten, jetzt passt (m)ein Hund einfach echt toll in mein Leben ohne, dass ich mich deshalb eingeschränkt fühle.

    Sollten wir in ein paar Jahren wieder Lust auf eine Fernreise haben z. B. kann der Hund dann ja wieder in eine Hundepension oder ähnliches aber aktuell passt es echt super mit Hund.

    Auch im Alltag ist der Hund sehr sehr oft dabei und wir haben uns nicht eingeschränkt gefühlt (allerdings ging ja auch Corona los, ca ein halbes Jahr nachdem der Hund hier eingezogen ist, da lag die Einschränkung ja eh nicht am Hund).

    Naja, die allermeisten Rassebeschreibungen (und zum Teil auch die hochoffiziellen Rassestandarts der Vereine) sind für mich eigentlich nette Werbetexte um die Hunde gut verkauft zu bekommen oder auch ein wenig wie Arbeitszeugnisse in denen negative Sachen möglichst neutral dargestellt werden müssen. Wenn man weiss, wie sie zu lesen sind, kann man schon merken wo Probleme liegen könnten, aber als Hundeanfänger sind die nur bedingt zu gebrauchen.

    Hier kommt der Hund ganz klar mit in den Urlaub. Früher ohne Hund haben wir alle 1 oder 2 Jahre Fernreisen gemacht. Jetzt mit Hund wollen wir das beide nicht (obwohl wir auch eine Fernreisen gemacht haben ganz am Anfang, da war der Hund halt 2 Wochen betreut, die Reise war gebucht, bevor die Hundeanschaffung konkret wurde). Ich fand meinen Freund erst neulich so süß, wie er meinte, es wäre ohne Lurko gar kein richtiger Urlaub, er hat im Alltag beruflich bedingt eigentlich immer etwas weniger mit dem Hund zu tun als ich und genießt die Zeit mit Hund dann ganz besonders. Er würde den Hund nach ein paar Tagen schon so vermissen.

    Wir haben allerdings auch viele hundekompatible Interessen (also mit unserem Hund kompatibel). Urlaub haben wir auch schon ohne Hund gerne mit Trüffelfreunden gemacht, sind zum Trüffel suchen gefahren, haben uns Plantagen angeschaut usw. Damals hab ich mir dann einen Trüffelhund ausgeliehen, das muss ich jetzt ja nicht mehr.

    Der Hund kann aber auch problemlos mit in Restaurants und Biergärten. Reine Stadtbummel sind für uns eher nix, kennt der Hund aber vom Alltag und wäre auch im Urlaub kein Problem, wenn wir was besichtigen sind das auch eher Freilichtmuseen, Burgen usw, da kann ein Hund (der damit keinen zu grossen Stress hat) ja auch mit.

    Für uns heisst Urlaub aber eigentlich raus in die Natur, gerne in der Einsamkeit. Grosse Wanderungen sind jetzt auch nicht unbedingt der Traum meines Freundes, aber mal zu einem netten Ziel (See, Wasserfall, Biergarten, Burgruine) einen Spaziergang machen, irgendwo picknicken usw machen uns auch sehr viel Spass. Ansonsten schauen wir eigentlich eher danach, ob man dort Trüffel suchen kann und darf (ja, wir planen unsere Urlaube anhand geologischer Karten). Aber wir haben uns ja schon den Hund angeschafft, um unserer Leidenschaft nachgehen zu können, deshalb ist es für uns keine Einschränkung die Urlaube mit "Hundeprogramm" zu füllen und mir ist klar, dass da die allermeisten HH etwas anders ticken.

    Hier ist es eigentlich das Rennen. Wobei er auch Katzengeruch schon ziemlich spannend findet (hat wohl gelernt, dass der Geruch auch oft einen rennende Katze verheisst). Eine Freundin hat einen sehr hundeerfahrenen Kater, wenn wir da zu Besuch sind und uns im Garten aufhalten wird der rumliegende Kater kaum bis maximal neugierig beachtete, läuft er langsam rum ist er auch noch nicht sehr interessant, aber sobald er losrennt, würde der Hund jagen anfangen. Dies war auch bei der ersten Begegnung so, also ohne dass er den Kater schon kennengelernt hat und er für ihn dazu gehören könnte.

    Hier sind wuselige schnell rennende kleine Tiere wirklich am spannendsten. Auf einer Spur würde er auch gerne hinterher, sich immer weiter reinsteigern wenn er dürfte und wäre wohl irgendwann auch nicht mehr ansprechbar, aber richtig "klick" macht es sobald Hase/Kaninchen/Katze/Eichhörnchen losflitzen, da muss er sämtliche Beherrschung aufbringen die er hat, damit er sich da abrufen lässt, bzw gar nicht erst losrennt. Zum Glück sind ihm andere Bewegunsgsreize (Fahrrad, Jogger, Bälle usw) ziemlich egal, bzw er lässt sich dabei sehr gut abrufen und will nicht sofort hinterher. Sobald er relativ statisches Wild entdeckt steht er eigentlich von sich aus vor, ohne dass ich das großartig üben musste, nur an der Dauer (damit ich länger Zeit habe zu reagieren) des Vorstehens mussten wir arbeiten (und sind da auch noch dabei).

    Denn das ist ja das wichtigste, was ein solcher Hund lernen muss, das An -und Ausschalten. Dass mal nix passiert.

    Danke, das finde ich auch einen Knackpunkt hier und solange er das nicht gelernt hat ist es wohl in der Tat schwierig (auch ohne Baby), egal ob Minimalbeschäftigung oder zeitintensiver Hundesport.

    Diesen An-/Ausschalter finde ich bei allen Hunden wichtig, nur ist er je nach Hund schwieriger zu "installieren", aber jeder Hund sollte in einem gewissen Rahmen aushalten können (sobald er es gelernt hat) wenn mal nix passiert, was macht man denn sonst wenn aus gesundheitlichen Gründen mal nix geht? Bei gebrochenem Bein z.B. kann man wochenlang Gassirunden vergessen, das ist nie schön, aber wenn ein Hund nicht immer eine wahnsinns Erwartung hat und das schon etwas gelernt hat (bei Welpen/Junghunden ist sowas ja oft echt eine Katastrophe für Hund und Halter), stelle ich mir das doch etwas einfacher vor, wie mit nem Hund der das bisher null gelernt hat.