Schau deinen Hund an, überlege was er alles kann und was toll ist an ihm.
Das finde ich auch sehr wichtig, dass man weiß was man ganz toll an seinem Hund findet, das führe ich mir dann immer bewusst vor Augen wenn gerade irgendwas total in die Hose gegangen ist oder halt nicht so läuft wie es sollte.
Und ich für mich mache einen ganz grossen Unterschied in der Bedeutung von Erziehung und Dressur (kann man auch Tricks nennen). Kein Hund braucht irgendwelche Tricks (Sitz, Platz, Pfötchen sind nur Tricks und haben mit Erziehung relativ wenig am Hut), auch wenn es viele Hunde gibt die das sehr gerne als Beschäftigung machen und Spass dran haben, also ich finde das nicht verwerflich, wenn man mit dem Hund Tricks übt und viele erleichtern ja auch denn Alltag. Aber mit Erziehung hat das nur sehr begrenzt etwas zu tun. Erziehung beinhaltet deutlich mehr wie nur die Ausführung von Tricks. Ich kenne tatsächlich ein paar wenige Hunde die super erzogen sind, allerdings ausser Sitz, hier, nein und ok keine Kommandos kennen. Erziehung ist für mich, wenn der Hund gelernt hat wie er sich in bestimmten Situationen verhalten soll, auch ohne dass es ein spezielles Kommando braucht. Auf dem Weg dorthin ist je nach Hund aber mehr oder weniger Anleitung nötig. So als Beispiel: ich will einen Hund der Besuch nicht anspringt, nicht wie wild am Besuch dranhängt sondern brav entspannt irgendwo rumliegt oder auch ganz normal durch die Wohnung geht, weil er zum Wassernapf will, sich auf einen anderen Platz legen usw.
Klar muss ich ihm erstmal "zeigen" was erwünscht ist und was nicht (das kann dann über zB. Kommandos gehen), das Ziel wäre aber, dass der Hund von sich aus das entsprechende Verhalten entwickelt, ohne dass es dann noch Kommandos braucht, sondern tatsächlich von sich aus entsprechend verhält (je nach Hund funktionieren manche Sachen vielleicht nie ohne Kommando).
Ich für mich möchte auch einen Hund der mit mir kommuniziert und nicht reiner Befehlsempfänger ist.